Uma Thurman

Uma Thurman

Uma Thurman hat sich im Verlauf ihrer Karriere als eine vielseitige junge Schauspielerinnen erwiesen und eine große Bandbreite interessanter Figuren gespielt. Die Tochter eines Psychologen und einer Collegeprofessorin kam in Boston zur Welt und wuchs in Amherst, Massachusetts, sowie Woodstock, New York, auf. In einer Schulaufführung von Arthur Millers „The Crucible“ wurde die damals 15-Jährige von zwei New Yorker Theateragenten entdeckt. Mit 16 wechselte sie an die Professional Children’s School in New York City, um Schauspielerin zu werden. Ein Jahr später gab sie bereits ihr Kinodebüt in der Low-Budget-Produktion Kiss Daddy Good Night (1987).

Thurmans erster Hollywood-Film war Johnny Be Good (1988), in dem sie an der Seite von Anthony Michael Hall spielte. Doch erst ihre Rolle als Göttin Venus in Terry Gilliams The Adventures Of Baron Munchhausen („Die Abenteuer des Baron Münchhausen“, 1989) machte sie international bekannt. Kurz darauf folgte Stephen Frears’ Dangerous Liaisons („Gefährliche Liebschaften“, 1989), in dem sie sich als jungfräuliches 18.-Jahrhundert-Mädchen Cecile de Volanges neben Glenn Close, John Malkovich und Michelle Pfeiffer behauptete.

Thurmans Karriere zeichnete sich von Anfang an durch ihre sehr mutige und präzise Rollenwahl aus: Kommerziellen Ausschuss verbat sie sich von Anfang an. Im Jahr nach Dangerous Liaisons spielte sie in Philip Kaufmans mutigem Henry & June (1990) Anaïs Nin, die neurotische und exotisch-bisexuelle Geliebte des von Fred Ward dargestellten Bohemian-Schriftstellers Henry Miller.

In Mad Dog And Glory („Sein Name ist Mad Dog“, 1993) sah man sie als Barmädchen, das dem Polizeifotografen Robert De Niro als Belohnung überreicht wird, nachdem er dem Gangsterboss Bill Murray das Leben rettet. Ihr exzentrischster Film bisher war Even Cowgirls Get The Blues („Cowgirl Blues“, 1993), der auf dem gleichnamigen Tom-Robbins-Roman basiert und in dem sie als großdaumige, bisexuelle Hippie-Anhalterin Sissy Hankshaw zu sehen ist.

1995 erhielt Uma Thurman eine Oscar-Nominierung für ihre Darstellung der Mia Wallace in Quentin Tarantinos Pulp Fiction. Im gleichen Jahr sah man sie in der historischen Romanze A Month By The Lake („Ein Sommer am See“, 1995) mit Vanessa Redgrave und wenige Monate später in Ted Demmes Beautiful Girls (1996). Darauf folgten The Truth About Cats And Dogs („Lügen haben lange Beine“, 1996), Joel Schumachers Batman And Robin (1997) und der Science-Fiction-Thriller Gatacca (1997), Les Misérables (1998) und The Avengers („Mit Schirm, Charme und Melone“, 1998). Im Frühjahr 1999 gab sie ihr Bühnendebüt in einer modernen Variante von Molières „The Misanthrope“ in der Produktion der Classic Stage Company in New York.

Ihre jüngsten Filmarbeiten umfassen Woody Allens Sweet And Lowdown (1999) mit Sean Penn und Samantha Morton, Vatel (2000) mit Gérard Depardieu und Tim Roth, die Merchant/Ivory-Adaption von Henry James’ The Golden Bowl (2000) mit Nick Nolte und Tape (2001) mit Ethan Hawke und Robert Sean Leonard, für den sie eine Nominierung für einen Independent Spirit Award als Beste Nebendarstellerin erhielt.

Zuletzt hatte Uma Thurman eine Hauptrolle in dem von ihr produzierten HBO-Film Hysterical Blindness (2002), der von Mira Nair mit Juliette Lewis und Gena Rowlands in weiteren Rollen inszeniert wurde. 2003 gewann sie damit einen Golden Globe für ihre Darstellung der Debby Miller. Außerdem war sie in John Woos futuristischem Thriller Paycheck (2004) mit Ben Affleck und Aaron Eckhart zu sehen. Ebenfalls im Jahr 2004 spielte sie in Quentin Tarantinos Kill Bill Vol. 2 die mordende Braut.

Filmographie — Uma Thurman (Auswahl)

2011
Bel Ami (Regie: Declan Donnellan, Nick Ormerod)

2010
Eloise in Paris (Regie: Charles Shyer)
Girl Soldier (Regie: Will Raee)
Ceremony (Regie: Max Winkler)
Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief (Percy Jackson — Diebe im Olymp, Regie: Chris Columbus)

2009
Motherhood (Regie: Katherine Dieckmann)

2008
My Zinc Bed (Regie: Anthony Page)
The Accidental Husband (Regie: Griffin Dunne)

2007
Life Before Her Eyes (Regie: Vadim Perelman)

2006
My Super Ex-Girlfriend (Die Super Ex, Regie: Ivan Reitman)

2005
The Producers (Regie: Susan Stroman)
Prime (Couchgeflüster — Die erste therapeutische Liebeskomödie, Regie: Ben Younger)
Be Cool (Regie: F. Gary Gray)

2004
Kill Bill: Vol. 2 (Regie: Quentin Tarantino)

2003
Paycheck (Regie: John Woo)
Kill Bill: Vol. 1 (Regie: Quentin Tarantino)

2002
Hysterical Blindness (TV) (Regie: Mira Nair)

2001
Chelsea Walls (Regie: Ethan Hawke)
Tape (Regie: Richard Linklater)

2000
The Golden Bowl (Regie: James Ivory)
Vatel (Regie: Roland Joffé)

1999
Sweet and Lowdown (Regie: Woody Allen)
The Avengers (Regie: Jeremiah S. Chechik)

1998
Les Misérables (Regie: Bille August)

1997
Gattaca (Regie: Andrew Niccol)
Batman & Robin (Regie: Joel Schumacher)

1996
Duke of Groove (TV) (Regie: Griffin Dunne)
The Truth About Cats & Dogs (Regie: Michael Lehmann)
Beautiful Girls (Regie: Ted Demme)

1995
A Month by the Lake (Ein Sommer am See, Regie: John Irvin)

1994
Pulp Fiction (Regie: Quentin Tarantino)

1993
Even Cowgirls Get the Blues (Regie: Gus van Sant)
Mad Dog and Glory (Regie: John McNaughton)

1992
Jennifer Eight (Regie: Bruce Robinson)

1988
Dangerous Liaisons (Gefährliche Liebschaften, Regie: Stephen Frears)
The Adventures of Baron Munchausen (Die Abenteuer des Baron Münchhausen, Regie: Terry Gilliam)
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Immer Ärger mit Grandpa (2020) von Tim Hill
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