Tom Schilling

Tom Schilling

Entdeckt wurde der damals 12-Jährige Tom Schilling auf dem Schulhof: Regisseur Thomas Heise engagierte ihn für das Theaterstück Im Schlagschatten des Mondes am Berliner Ensemble. Der Beginn einer Karriere, denn in den nächsten vier Jahren trat der Nachwuchsdarsteller wiederholt neben der Schule an der renommierten Bühne auf. Er spielte in Werner Schroeters Monsieur Verdoux-Inszenierung, Carmen Maja Antonis Der Ingwertopf, unter B. K. Tragelehn in Das Leben des Galilei und für Regisseur Stephan Lose in Prinz von Homburg.

In Ben Verbongs Tatort Kinder der Gewalt gab Tom Schilling 1999 sein Fernsehdebüt, gefolgt von seinem ersten Auftritt auf der großen Leinwand in Friedemann Fromms Thriller Schlaraffenland (1999). Anschließend drehte er in Amerika die Komödie Der Himmel kann warten (2000), ehe mit Hans-Christian Schmids hochgelobter Literatur-Verfilmung Crazy (2000) der Durchbruch kam. Für die Rolle des Janosch wurde er, zusammen mit Robert Stadlober, mit dem Bayerischen Filmpreis 2000 als Bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet.

Die Hauptrolle in Michael Gutmanns Coming-of-Age-Geschichte Herz im Kopf (2002) folgte, ehe er wieder mit Robert Stadlober in Benjamin Quabecks 80er Jahre Musik-Revue Verschwende deine Jugend (2003)vor der Kamera stand.

2004 war Tom Schilling mehrfach auf der Kinoleinwand präsent. In der Kinoproduktion Egoshooter (2004) und in Oskar Roehlers Familiendrama Agnes und seine Brüder und in Dennis Gansels hoch gelobtem Napola — Elite für den Führer. Auch 2005 war Tom Schilling in einem Drama über den 2. Weltkrieg zu sehen. Diesmal in Die letzte Schlacht von Hans-Christoph Blumenberg, einer aufwändigen TV-Produktion über die letzen Tage des Dritten Reichs. Ebenfalls 2005 drehte Tom Schilling erneut mit Regisseur Oskar Roehler. Schilling war Teil des Starensembles in Roehlers Elementarteilchen.

Filmographie — Tom Schilling (Auswahl)

2010
Eisfieber (TV) (Regie: Peter Keglevic)

2009
Bloch: Tod eines Freundes (TV- Serie) (Regie: Züli Aladag)
Mein Kampf (Regie: Urs Odermatt)

2008
Der Baader Meinhof Komplex (Regie: Uli Edel)
Tatort — Der frühe Abschied (TV) (Regie: Lars Kraume)
Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe (Regie: Leander Haußmann)

2007
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (Regie: Leander Haußmann)
Neben der Spur (Regie: Detlef Bothe)
Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts (Regie: Marc Rothemund)
Einfache Leute (TV) (Regie: Thorsten Näter)
KDD — Kriminaldauerdienst (TV-Serie) (Regie: Fillipos Tsitos, Lars Kraume)

2006
Elementarteilchen (Regie: Oskar Roehler)
Joy Division (Regie: Reg Traviss)
Schwarze Schafe (Regie: Oliver Rihs)

2005
Tatort – Wo ist Max Gravert? (TV) (Regie: Lars Kraume)
Die letzte Schlacht (TV) (Regie: Hans Christoph Blumenberg)

2004
Egoshooter (Regie: Christian Becker und Oliver Schwabe))
Agnes und seine Brüder (Regie: Oskar Roehler)
NAPOLA – Elite für den Führer (Regie: Dennis Gansel)

2003
Verschwende Deine Jugend (Regie: Benjamin Quabeck)

2002
Weil ich gut bin! (TV) (Regie: Miguel Alexandre)
Herz im Kopf (Regie: Michael Gutmann)

2001
Tatort: Tot bist du (TV) (Regie: Diethard Küster)

2000
Der Himmel kann warten (Regie: Brigitte Müller)
Crazy (Regie: Hans-Christian Schmid)

1999
Tatort: Kinder der Gewalt (TV) (Regie: Ben Verbong)
Schlaraffenland (Regie: Friedemann Fromm)

Foto (C) Constantin Film
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