Sean Penn

Sean Penn

Sean Penn hat sich in seiner nunmehr zwei Jahrzehnte umfassenden Karriere den Ruf einer amerikanischen Ikone erarbeitet.

Dreimal wurde er im Verlauf seiner Karriere für einen Oscar® nominiert, für seine Darstellungen in Jessie Nelsons Ich bin Sam, Woody Allens Sweet and Lowdown und Tim Robbins’ Dead Man Walking.

Seit seinem Schauspieldebüt in Die Kadetten von Bunker Hill im Jahr 1981 hat sich Penn den Ruf einer der besten Schauspieler seiner Generation erarbeitet. Nach seinem Schulabschluss machte er beim Group Repertory Theatre in Los Angeles eine zweijährige Lehre als Bühnentechniker und Assistent des Schauspielers und Regisseurs Pat Hingle. Zudem ergatterte er sich Rollen in der Group-Rep-Produktion von Albert Innauratos „Earthworms in Los Angeles“ und der Aufführung des Gene Dynarski Theatre von „Girl on the Via Flamina“.

Penn sicherte sich Rollen in TV-Movies und Serien, aber entschied sich zunächst dafür, es in New York beim Theater zu versuchen. Dort erhielt er eine Rolle in der Broadway-Produktion von Kevin Hellans „Heartland“.

Dieser Erfolg führte unmittelbar dazu, dass Penn den Part des Axel Dwyer in Die Kadetten von Bunker Hill bekam. Als Zimmergenosse der von Timothy Hutton dargestellten Hauptfigur machte er aus einer Nebenrolle eine der Stützen des Films.

Seine nächste Rolle als Jeff Spiccoli, der gutgelaunte, bekiffte Surfer in Amy Heckerlings Ich Glaub'Ich Steh Im Wald machte Penn zum Star. Sein Auftritt als der clevere Mick O’Brien in dem Gefängnisdrama Bad Boys offenbarte wieder eine neue, ernste Facette seines Talents. Danach kehrte Penn an den Broadway zurück, um einen rastlosen Jugendlichen aus der Arbeiterklasse Glasgows in „Slab Boys“ zu spielen, nur um unmittelbar darauf Filmrollen als texanischer Rockabilly-Musiker in Louis Malles Crackers und als sensibler Jüngling in Richard Benjamins romantischem Drama Die Zeit Verrinnt – Die Navy Ruft anzunehmen.

Darauf war Sean Penn als Dalton Lee, der an Selbstüberschätzung leidende Drogendealer und Verräter in John Schlesingers Der Falke Und Der Schneemann, wieder an der Seite von Timothy Hutton zu sehen und erntete großes Kritikerlob. In seinem nächsten Film, James Foleys Auf Kurze Distanz, in dem ein Drogenboss seinen vom Leben in der Kleinstadt verbitterten Sohn zu einer Existenz des Verbrechens und der Gewalt verführt, trat er mit seinem jüngeren Bruder Christopher und Christopher Walken vor die Kamera.

Danach kamen Dennis Hoppers Gang-Thriller Colors - Farben Der Gewalt und Brian De Palmas Die Verdammten Des Krieges, die Penn einmal mehr Bestnoten von Seiten der Kritik einbrachten.

Nach einem weiteren Ausflug ins Theater – er trat in Los Angeles in David Rabes „Hurly Burly“ auf und inszenierte den Einakter „The Kindness of Women“ – kamen Neil Jordans Komödie Wir Sind Keine Engel und der harte Gangsterfilm Im Vorhof der Hölle von Phil Joanou, in dem Penn neben Gary Oldman und seiner späteren Ehefrau Robin Wright Penn spielte.

1991 nahm Sean Penns abwechslungsreiche Karriere eine neue Wende: Mit The Indian Runner, in dem David Morse, Viggo Mortensen und Patricia Arquette die Hauptrollen übernahmen, gab er sein Regie- und Drehbuchdebüt. Nach einer längeren Pause kehrte Penn 1993 zur Schauspielerei zurück und gab eine Galavorstellung als drogenabhängiger Anwalt neben Al Pacino in Brian De Palmas Carlito's Way, die ihm einen Golden Globe als bester Nebendarsteller einbrachte.

Crossing Guard markierte seine zweite Regie- und Drehbucharbeit. In der dramatischen Geschichte zweier Männer auf Kollisionskurs mit dem Schicksal waren Jack Nicholson, David Morse, Anjelica Huston und Robin Wright Penn in den Hauptrollen zu sehen.

Anschließend lief Sean Penn erneut zu großer Form auf, als er an der Seite von Susan Sarandon in Tim Robbins’ Dead Man Walking einen zum Tode verurteilten Mörder spielte. Weltweit jubelte die Kritik über seine bravouröse Leistung, die als die bislang beste seiner Karriere gilt. Er erntete Nominierungen als Bester Hauptdarsteller für einen Academy Award und einen Golden Globe.

1997 meldete sich Penn gleich mit drei Produktionen zurück. Neben Oliver Stones U-Turn – Kein Weg Zurück brillierte er in Nick Cassavetes’ humorvoller Lovestory Call It Love an der Seite seiner Frau Robin Wright Penn (für die Rolle gewann er den Darstellerpreis bei den 50. Internationalen Filmfestspielen von Cannes) und David Finchers Psychothriller The Game.

Im Jahr darauf erfüllte sich Penn einen Traum und spielte eine der Hauptrollen in Terrence Malicks vielschichtigem Kriegsdrama Der Schmale Grat. Außerdem sah man ihn in der Filmfassung des Theaterstücks HURLYBURLY. Woody Allens Sweet And Lowdown, Kathryn Bigelows Das Gewicht des Wassers, Die Villa und Before Night Falls folgten in schneller Abfolge.

Mit seiner eigenen Produktionsfirma Clyde Is Hungry Films war Penn auch an seiner dritten Regiearbeit Das Versprechen beteiligt, in der er abermals Jack Nicholson in eine schauspielerische Tour de Force schickte. Er selbst brillierte im Jahr 2001 in Ich Bin Sam und trat danach in Thomas Vinterbergs It's All About Love auf. 2002 trug er auch als Autor und Regisseur mit einem beeindruckenden Kurzfilm zu der Anthologie 11’09“01 bei.

2004 begeistert Penn nicht nur in 21 Gramm, der ihm bereits eine Coppa Volpi als bester Schauspieler bei der Biennale in Venedig bescherte, sondern auch mit einem darstellerischen Gewaltakt in Clint Eastwoods Mystic River.

2008 hatte Penn das Amt des Jurypräsidenten bei den Filmfestspielen von Cannes inne.

Filmographie – Sean Penn (Auswahl)

2011
The Three Stooges (Regie: Bobby Farrelly und Peter Farrelly)
This Must Be the Place (Regie: Paolo Sorrentino)

2010
The Tree of Life (Regie: Terrence Malick)
Fair Game (Regie: Doug Liman)

2009
Crossing Over (Regie: Wayne Kramer)

2008
Milk (Regie: Gus van Sant)

2007
Persepolis (Regie: Vincent Paronnaud und Marjane Satrapi)
Into The Wild (In die Wildnis, Regie: Sean Penn)

2006
All The King’s Men (Das Spiel der Macht, Regie: Stephen Zaillian)

2005
The Interpreter (Die Dolmetscherin, Regie: Sydney Pollack)

2004
The Assassination Of Richard Nixon (Attentat auf Richard Nixon, Regie: Niels Mueller)

2003
21 Grams (21 Gramm, Regie: Alejandro González Iñárritu)
Mystic River (Regie: Clint Eastwood)
It’s All About Love (Regie: Thomas Vinterberg)

2001
I Am Sam (Ich bin Sam, Regie: Jessie Nelson)
The Pledge (Das Versprechen, Regie: Sean Penn)

2000
The Weight Of Water (Das Gewicht des Wassers, Regie: Kathryn Bigelow)
Before Night Falls (Bevor es Nacht wird, Regie: Julian Schnabel)
Up At The Villa (Die Villa, Regie: Philip Haas)

1999
Sweet And Lowdown (Regie: Woody Allen)

1998
The Thin Red Line (Der schmale Grat, Regie: Terrence Malick)
Hurlyburly (Regie: Anthony Drazan)

1997
The Game (The Game - Das Geschenk seines Lebens, Regie: David Fincher)
U-Turn (U-Turn - Kein Weg zurück, Regie: Oliver Stone)
She's So Lonely (Alles aus Liebe - She's So Lonely, Regie:
Nick Cassavetes)

1995
Dead Man Walking (Regie: Tim Robbins)
Crossing Guard (Crossing Guard - Es geschah auf offener Straße, Regie: Sean Penn)

1993
Carlito’s Way (Regie: Brian De Palma)
Bild zu The First (TV-Serie)
The First (TV-Serie) - Bild 1
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