Sabine Azéma

Sabine Azéma

Sabine Azéma zählt zweifellos zu den populärsten Filmstars in Frankreich. Die in am 20. September 1949 in Paris geborene Darstellerin besuchte nach dem Abitur das Konservatorium begeisterte in den 70er und 80er Jahren zunächst vor allem das französische Theaterpublikum mit ihrem komischen Talent.

Nach einigen kleineren Filmrollen wurde sie dann bald auch für das große französische Kino entdeckt. Eine besonders fruchtbare und langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit Alain Resnais, unter dessen Regie sie zahlreiche bedeutende Hauptrollen spielte. Ihre Elisabeth Rousseau in Resnais Das Leben ist ein Roman von 1983 machte sie zum Star. Darüber hinaus drehte sie mit ihm Liebe bis in den Tod (1984) und Mélo (1986), der ihr einen César einbrachte. In Resnais Komödie Smoking/No Smoking (1993) nach einem Theaterstück von Alan Ayckbourn brillierte Azéma neben Filmpartner Piere Arditi in sämtlichen weiblichen Hauptrollen. 1997 drehte sie mit Resnais Das Leben ist ein Chanson (1997) und 2003 schließlich die Komödie Pas sur la bouche.

Doch auch andere bedeutende französische Regisseure greifen immer wieder gern auf die wandlungsfähige, improvisations- und ausdrucksstarke Darstellerin zurück. Unter Bertrand Taverniers Regie entstand 1984 Ein Sonntag auf dem Lande, der im offiziellen Wettbewerb von Cannes lief. Für ihre Ausgestaltung der Rolle der quirligen Irène in dieser Komödie wurde Sabine Azéma mit ihrem ersten César geehrt. Fünf Jahre später drehte sie mit Tavernier Das Leben und nichts anderes. Ihr ausgeprägtes komödiantisches Talent konnte sie ferner in Etienne Chatillez Das Glück liegt in der Wiese von 1995 und in der Nesthocker-Komödie Tanguy 2001 unter Beweis stellen. 2001 entstand auch das Kriegsdrama La chambre des officiers (Regie: Francois Dupeyron), das ebenfalls im offiziellen Wettbewerbsprogramm der Filmfestspiele in Cannes zu sehen war.

Filmographie – Sabine Azéma (Auswahl)

2010
Un homme très recherché (Regie: Isabelle Mergault)

2009
Les derniers jours du monde (Regie: Arnaud Larrieu und Jean-Marie Larrieu)
Les herbes folles (Vorsicht Sehnsucht, Regie: Alain Resnais)

2008
Le voyage aux Pyrénées (Regie: Arnaud Larrieu und Jean-Marie Larrieu)

2007
Musée haut, musée bas (Regie: Jean-Michel Ribes)
L’ami de Fred Astaire (Regie: Noémie Lvovsky)

2006
Coeurs (Herzen, Regie, Alain Resnais)

2005
Peindre ou faire l’amour (Malen oder Lieben, Regie: Arnaud und Jean-Marie Larrieu)
Le parfum de la dame en noir (Regie: Bruno Podalydès)
Ole! (Regie: Florence Quentin)

2003
Le mystère de la chambre jaune (Regie: Bruno Podalydès)
Pas sur la bouche (Regie: Alain Resnais)

2001
La chambre des officiers (Regie: Francois Dupeyron)
Tanguy (Tanguy – Der Nesthocker, Regie: Etienne Chatilliez)

1997
On connait la chanson (Das Leben ist ein Chanson, Regie : Alain Resnais)

1996
Mon homme (Mein Mann – Für deine Liebe mach ich alles, Regie: Bertrand Blier)

1995
Les 101 nuits de Simon Cinéma (101 Nacht – Die Träume des M. Cinéma, Regie: Agnès Varda)
Le bonheur est dans le pré (Das Glück liegt in der Wiese, Regie: Etienne Chatilliez)
Vanille fraise (Geheimauftrag Erdbeer Vanille, Regie: Gérard Oury)

1993
Smoking/No Smoking (Regie: Alain Resnais)

1989
Cinq jours en juin (Fünf Tage im Juni, Regie: Michel Legrand)

1987
Mélo (Regie: Alain Resnais)

1986
Zone rouge (Zone des Todes, Regie: Robert Enrico)

1984
Un dimanche à la campagne (Ein Sonntag auf dem Lande, Regie: Bertrand Tavernier)
Amour à mort (Liebe bis in den Tod, Regie: Alain Resnais)

1983
La vie est un roman (Das Leben ist ein Roman, Regie: Alain Resnais)

1977
La dentellière (Die Spitzenklöpplerin, Regie: Claude Goretta)

1976
On aura tout vu (Ein Tolpatsch auf Abwegen, Regie: Georges Lautner)
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