Richard Brooks wurde am 18. Mai 1912 als Ruben Sax in Philadelphia geboren. Vor dem 2. Weltkrieg arbeitete er als Reporter, wirkte an einigen Filmskripts mit und machte sich in den 40-er Jahren einen Namen als Schriftsteller.

Seine ersten großen Erfolge als Regisseur feierte Brooks 1955 mit den Romanverfilmungen Die Saat der Gewalt und Die letzte Jagd. Als Drehbuchautor wurde er mit schöner Regelmäßigkeit für den Oscar in dieser Sparte nominiert. Brooks spezialisierte sich auf aufwendige, epischn Produktionen wie Die Brüder Karamasow nach Dostojewski und auf die Adaption anspruchsvoller literarischer Vorlagen. Ein besonderer Erfolg wurde seine Inszenierung von Tennessee Williams Süßer Vogel Jugend. Der Film gewann zahlreiche Preise, darunter einen Oscar für den Besten Nebendarstller und einen Golden Globe für die Beste Hauptdarstellerin.

1960 heiratet Brooks die Schauspielerin Jean Simmons, die bei ihm unter anderem in Elmer Gantry eine Rolle erhielt. Die dramatische, pointierte Verfilmung dieses Sinclair-Lewis-Klassikers 1960 brachte ihm einen Oscar.

Richard Brooks starb im März 1992.

Filmographie — Richard Brooks (Auswahl)

1985
Fever Pitch

1982
Wrong Is Right

1975
Bite the Bullet (700 Meilen westwärts)

1971
$

1967
In Cold Blood (Kaltblütig)

1966
The Professionals (Die gefürchteten Vier)

1961
Sweet Bird of Youth (Süßer Vogel Jugend)

1960
Elmer Gantry

1958
Cat on a hot tin roof (Die Katze auf dem heissen Blechdach)

1957
The Brothers Karamazov (Die Brüder Karamasow)

1955
The Blackboard Jungle (Die Saat der Gewalt)

1954
The last time I saw Paris (Damals in Paris)

1952
Battle circus (Arzt im Zwielicht)
Im Kreuzfeuer von Edward Dmytryk
Im Kreuzfeuer von Edward Dmytryk
Kritik

Im Kreuzfeuer

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Kritik

Kaltblütig

Die schreckliche Tat war einer der bekanntesten Morde der USA: Auf einer einsamen Farm in Kansas bringen die beiden Ex-Häftlinge Perry Smith und Dick Hickock den vermeintlich reichen Farmer Herbert W. Clutter, seine Frau und deren Sohn Kenyon und Tochter Nancy kaltblütig um. Die Beute allerdings [...]
Kritik

Die Saat der Gewalt

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