Norman Jewison

Norman Jewison

Norman Jewison zählt seit vier Dekaden zu den treibenden Kräften der Filmindustrie. Bereits sieben Mal wurde der Regisseur bislang für einen Oscar nominiert. Für den besten Film für Die Russen kommen! Die Russen kommen!, die beste Regie für In der Hitze der Nacht, den besten Film und die beste Regie für Anatevka, den besten Film für Sergant Water – Eine Soldatengeschichte, sowie die beste Regie und den besten Film für Mondsüchtig. Insgesamt erhielten Jewisons Filme 46 Nominierungen und zwölf Oscars. Neben zahlreichen weiteren internationalen Ehrungen nominierte ihn alleine die Directors Guild of America drei Mal. 1999 durfte Norman Jewison bei der Oscar-Verleihung den renommierten Irving Thalberg Award entgegennehmen.

Der in Toronto, Kanada, am 21.7.1926 geborene Norman Jewison absolvierte eine Ausbildung bei der BBC in London, bevor er in Kanada seine Regielaufbahn bei CBC begann. 1958 ging er zu CBS in New York, wo er für seine Arbeit drei Emmys gewann. 1962 gab er mit der Tony-Curtis-Komödie Ein Rucksack voller Ärger sein Filmdebüt. In den Independentbereich wagte er sich erstmals mit Cincinnati Kid, einen Spielerfilm, für den er Steve McQueen als Titelhelden gewinnen konnte. Seither wechselte Jewison zwischen Genres und Stilen, von der scharfzüngigen, Prä-Glasnost-Satire Die Russen kommen! Die Russen kommen! über das Vexierspiel Thomas Crown ist nicht zu fassen hin zum bedrückenden Rassismus-Drama In der Hitze der Nacht, von der ironischen Rechtssprechungs-Kritik …und Gerechtigkeit für alle bis zum Boxerfilm Hurricane mit Hauptdarsteller Denzel Washington.

Zu Jewisons weiteren Filmen zählen Anatevka, Jesus Christ Superstar und Rollerball. Insgesamt drehte Jewison über 25 Filme in 40 Jahren.

In den letzten Jahren beschäftigte sich Norman Jewison mit zahlreichen Regie- und Produktionsprojekten. 1992 ernannte man ihn zum Companion of the Order of Canada, Kanadas höchster Auszeichnung für eine Zivilperson. 1986 rief Jewison das Canadian Film Centre ins Leben, ähnlich dem American Film Institute im Nachbarland. Erst kürzlich bedachte das Center seinen Gründer mit dem ersten Lifetime Achievement Award.

© Foto – Universum Film
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