Nadja Uhl

Nadja Uhl

Nadja Uhl wurde am 23. Mai 1972 in Stralsund geboren. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy. Danach begann sie ihre Karriere am Potsdamer Hans Otto Theater. Aufsehen erregte sie erstmals im Jahr 2000 in Volker Schlöndorffs Kino-Drama Die Stille nach dem Schuss: Für ihre Rolle als DDR-Arbeiterin, die still gegen das starre Ost-System aufbegehrt, erhielt Nadja Uhl bei der Berlinale den Silbernen Bären in der Kategorie Beste Darstellerin. Zudem wurde sie für den Deutschen Filmpreis als Beste Nebendarstellerin nominiert.

In den Folgejahren war sie unter anderem in Chris Kraus Familiendrama Scherbentanz (2001) und Mennan Yapos Liebesthriller Lautlos (2004) im Kino zu sehen. 2002 entstand die holländische Bestseller-Verfilmung Die Zwillinge, in der Nadja Uhl eine der Titelrollen spielte – das Leinwand-Drama von Ben Sombogaard bekam 2004 eine Oscar-Nominierung als Bester Fremdsprachiger Film.

Seit 1995 spielt Nadja Uhl auch regelmäßig in TV-Produktionen, wobei sie unter anderem mit Jürgen Vogel, Otto Sander, Ulrich Noethen, Dieter Pfaff, Ulrich Tukur und Heino Ferch zusammenarbeitete. Für ihre schauspielerische Leistung in dem erfolgreichen TV-Zweiteiler Das Wunder von Lengede (2003) wurde sie mit dem Bambi und dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2004 konnte man sie erneut an der Seite von Heino Ferch auf dem Bildschirm erleben – in Matti Geschonneks Polit-Thriller Mord am Meer.

2005 stand sie für Die Sturmflut vor der Kamera, einen TV-Zweiteiler über das Hamburger Hochwasser von 1962. Danach drehte sie den Psychothriller Dornröschen (Arbeitstitel) unter der Regie von Elmar Fischer sowie die Romanverfilmung Nicht alle waren Mörder, bei der Jo Baier Regie führte.

Filmographie — Nadja Uhl (Auswahl)

2010
Dschungelkind (Regie: Roland Suso Richter)
Die Toten vom Schwarzwald (TV) (Regie: Thorsten Näter)

2009
So glücklich war ich noch nie (Regie: Alexander Adolph)
Männerherzen (Regie: Simon Verhoeven)
Der Tote im Spreewald (TV) (Regie: Christian von Castelberg)

2008
Mogadishu (TV) (Regie: Roland Suso Richter)
Der Baader-Meinhof Komplex (Regie: Uli Edel)
Kirschblüten — Hanami (Regie: Doris Dörrie)

2006
Vier Minuten (Regie: Chris Kraus)
Nicht alle waren Mörder (TV) (Regie: Jo Baier)
Dornröschen erwacht (Regie: Elmar Fischer)

2005
Sommer vorm Balkon (Regie: Andreas Dresen)
Die Sturmflut (TV) (Regie: Jorgo Papavassiliou)

2004
Lautlos (Regie: Mennan Yapo)

2003
Mord am Meer (Regie: Matti Geschonnek)
Das Wunder von Lengede (Regie: Kaspar Heidelbach)

2002
Die Zwillinge (Regie: Ben Sombogaart)

2001
La Volpe A Tre Zampe (Regie: Sandro Dionisio)
Scherbentanz (Regie: Chris Kraus)

2000
Was tun, wenns brennt? (Regie: Gregor Schnitzler)
My Sweet Home (Regie: Philipos Tsitos)

1999
Die Stille nach dem Schuss ((Regie: Volker Schlöndorff)
Schnee in der Neujahrsnacht (Regie: Thorsten Schmidt)

Foto © X-Verleih – Nadja Uhl in Sommer vorm Balkon
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