Michael Madsen kann auf eine Filmographie verweisen, die von den hippesten Kultfilmen bis hin zu den größten Blockbustern reicht. Man kennt ihn vor allem durch seine kantigen Rollen in harten Genrefilmen: So sah man ihn als Ohren schlitzenden Mr. Blonde in Quentin Tarantinos Reservoir Dogs (Wilde Hunde – Reservoir Dogs, 1992), als Mafiafamilien-Chef in Donnie Brasco (1997) und als kompromisslosen Special-Operations-Offizier in Species (1995).

Aber Madsen spielte auch einfühlsame Rollen, so den liebenswerten und zärtlichen Vater in Free Willy (Free Willy – Ruf nach Freiheit, 1993), Susan Sarandons verständnisvollen Freund in Thelma And Louise (1991) und den gemütlichen Virgil Earp neben Kevin Costner in Lawrence Kasdans Wyatt Eart (1994).

Michael Madsen wurde in Chicago geboren und wuchs mit seinen beiden Geschwistern, darunter Schauspielerin Virginia Madsen, in einem engen Familienverband auf. Als rebellischer Teenager in der Großstadt suchte Madsen immer wieder Zuflucht in alten Filmen oder Theaterstücken. Für das Schauspiel entschied er sich, nachdem er eine Produktion von „Of Mice and Men“ im berühmten Steppenwolf Theater in Chicago gesehen hatte.

Nachdem er als junger Twen sein Geld mit Gelegenheitsjobs wie dem Anstreichen von Häusern, dem Reparieren von Autos, der Arbeit als Pfleger in einem Krankenhaus und als Tankstellenangestellter verdient hatte, zog Madsen nach Los Angeles und landete Gastrollen in Serien wie „Miami Vice“, „Cagney and Lacey“ und „St. Elsewhere“.

Sein Spielfilmdebüt gab er 1983 in Wargames. Nach weiteren Auftritten in The Natural (Der Unbeugsame, 1984), War And Remebrance (1988) und The Doors (1990) wurde er über Nacht bekannt, als Ridley Scott ihn für Thelma And Louise besetzte. Der Auftritt als Mr. Blonde in Reservoir Dogs war es allerdings, der ihn unsterblich machte.

2002 spielte Michael Madsen in der Serie „The Big Apple“, als Miller the Killer in dem TV-Remake von „High Noon“ und in dem kontroversen „44 Minutes: The North Hollywood Shootout“. Zurzeit sieht man ihn an der Seite von Ashton Kutcher in My Boss’s Daughter (Partyalarm – Hände weg von meiner Tochter, 2003) und in der Filmadaption von Jean Möbius Girauds Comic-Klassiker Blueberry (Blueberry und der Fluch der Dämonen, 2004). Madsen wird 2004 außerdem sein Regiedebüt mit dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Gangsterthriller Pretty Boy geben, in dem er auch die Titelrolle des notorischen Chicagoer Mobsters Charles Floyd spielen wird.

Madsens Kurzgeschichten- und Gedichtsammlung „Burning in Paradise“ gewann den Firecracker Poetry Book of the Year Award der Independent Book Publisher. Sein jüngster Poesieband, „Blessing of the Hounds“, kam im Dezember 2002 in die Läden.
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