Kevin MacDonald

Kevin MacDonald

Kevin MacDonalds hatte in den letzten Jahren enormen Einfluss auf den britischen Dokumentarfilm. Er erhielt 2000 den British Independent Film Award als bester Jungregisseur für sein Dokudrama Ein Tag im September, das die tragischen Ereignisse um die Geiselnahme des israelischen Olympiateams 1972 in München nachzeichnete. Der Film gewann einen Oscar und einen Emmy als bester Dokumentarfilm sowie die Goldene Kamera. Seine vielbeachtete TV-Dokumentation Being Mick über das Leben von Mick Jagger wurde weltweit im Fernsehen ausgestrahlt. Eine ähnliche biografische Dokumentation hatte der gebürtige Schotte schon mit The Man Who Listened to Brian über den surrealistischen Maler, Anthropologen und Filmemacher Humphrey Jennings entwickelt.

Kevin Macdonald machte sich nicht nur als Regisseur einen Namen. Er fungierte in mehreren Projekten auch als Drehbuchautor (Chaplin’s Goliath, The Making of an Englishman), Kameramann (Being Mick) und Produzent (Kindertransport, 1998; Donald Cammell: The Ultimate Performance, Shoot Out in Swansea: The Making of ‚Twin Town’, 1997). Darüber hinaus erschienen in verschiedenen britischen Tageszeitungen wie The Guardian, Observer und Daily Telegraph journalistische Berichte aus seiner Feder.

Für Kevin Macdonald ist die Interaktion der Genres Spiel- und Dokumentarfilm wichtig: „Reale Charaktere und Geschichten sind meist faszinierender und komplexer als das, was sich Drehbuchautoren ausdenken können. Die klassische Drei-Akt-Struktur des Spielfilms entspricht nicht dem realen Leben. Außerdem gibt es nichts spannenderes, als im Schneideraum zu sitzen und dem rohen Chaos der „Realität“ eine Form zu geben.“

Für seinen Spielfilm The Last King Of Scotland (2006) erhielt Kevin MacDonald 2006 den British Independent Film Award für den Besten Spielfilm. Bei der Oscar-Verleihung 2007 wurde Forest Whitaker, der in dem Film den ugandischen Diktator Idi Amin darstellt, mit dem Oscar für den Besten Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Kevin Macdonald wurde 1967 in Glasgow, Schottland geboren und lebt heute in London.

Filmographie — Kevin MacDonald

2009
State of Play (State of Play — Der Stand der Dinge)

2007
My Enemy’s Enemy

2006
The Last King of Scotland (Der letzte König von Schottland)

2004
Touching the Void: Return to Siula Grande

2003
Sturz ins Leere (Touching the Void)

2000
Being Mick (TV)
A Brief History of Errol Morris
The Man Who Listened to Brian (TV)
Ein Tag im September (One Day in September)

1998
Donald Cammell: The Ultimate Performance

1997
Howard Hanks: American Artist (TV)
The Moving World of George Rickey

1996
Chaplin’s Goliath
The Making of an Englishman
Filmstill zu Whitney (2018)
Whitney (2018) von Kevin MacDonald
Film

Whitney (2018)

Kevin Macdonalds Film wirft einen genauen Blick in Whitney Houstons öffentliches und privates Leben. Der Film konzentriert sich dabei auf die letzte Phase des Lebens der Sängerin und enthält bislang unveröffentlichte Songs, seltenes Archivmaterial und Mitschnitte von Liveauftritten.
Kritik

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