Julie Christie

Julie Christie

Julie Christie wurde am 14. April 1941 in Chabua in Indien geboren. Während ihrer Kindheit in Indien genoss sie eine englische Ausbildung und wurde später an der London’s Central School of Speech Training für die Bühne ausgebildet. Erste Bekanntheit erlangte Julie Christie 1961 in ihrer Hauptrolle als künstlich erschaffenes Mädchen in der Fernsehserie A For Andromeda , bevor sie ihr Kinodebüt auf der Leinwand in den zwei Komödien von Ken Annakin So ein Gauner hat’s nicht leicht (Crooks Anonymous, 1962) und The Fast Lady (1962) feierte.

1965 wurde Julie Christie von John Schlesinger für die Rolle der schrecklich oberflächlichen, moralisch fadenscheinigen Diana Of Darling gecastet. Für ihre Darstellung in diesem Film wurde ihr nicht nur der Oscar verliehen, sondern auch der BAFTA und der NEW YORK CRITICS´AWARD.

In David Leans Dr. Schiwago (Doctor Zhivago, 1965) erleuchtete Julie Christie geradezu die Leinwand und wurde eine der ersten großen Stars des Farbfilms. Die Leinwandschönheit spielte sich auch an die Spitze der Top-Liga als ernstzunehmende Schauspielerin in anspruchsvollen Filmen wie Joseph Loseys Der Mittler (The Go-Between, 1971), als gelangweilte Dame der High-Society; Nicolas Roegs Wenn die Gondeln Trauer tragen (Don’t Look Now, 1973), und die drei großartigen Kinofilme gemeinsam mit Warren Beatty: in Robert Altmans McCabe & Mrs. Miller (1971), als toughe Londonerin in Hal Ashbys Shampoo (1975) und in Der Himmel soll warten (Heaven Can Wait, 1978, Regie: Warren Beatty).

Aufgrund ihres wachsenden politischen Bewusstseins, begann Julie Christies trotz großer Nachfrage, ihre Rollen kritischer auszuwählen. Somit wurden einige ihrer späteren Filme, wie Memoirs Of A Survivor (1980, Regie: David Gladwell), der Dokumentarfilm The Animals Film (1981, Regie: Victor Schonfeld) und Sally Potters feministischer Film über die verschiedenen Hollywood-Genres Gold Diggers (1984), nur von einem verhältnismäßig kleinen Publikum wahrgenommen.

Von Al Pacino als „wohl poetischste Schauspielerin“ betitelt, blieb Julie Christies Talent und ihre Schönheit wie in Schatten der Vergangenheit (The Return Of The Soldier, 1982, Regie: Alan Bridges), Kenneth Branaghs Hamlet (1996) und in dem Oscar-nominierten Liebesflüstern (Afterglow, 1997, Regie: Alan Rudolph) stets ungetrübt.

In den letzten 10 Jahren war sie wieder in mehreren Hollywood-Großproduktionen zu sehen. So zum Beispiel in Dragonheart (1996, Regie: Rob Cohen), Troja (Troy, 2004, Regie: Wolfgang Petersen), Wenn Träume fliegen lernen (Finding Neverland, 2004, Regie: Marc Foster) und in dem Kino-Dauerbrenner Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Harry Potter and the Prisoner of Azkaban, 2004, Regie: Alfonso Curarón).

Filmographie — Julie Christie (Auswahl)

2012
The Girl with the Red Riding Hood (Regie: Catherine Hardwicke)

2011
Hello Darkness (Regie: Richard Glatzer und Wash Westmoreland)

2009
Glorious 39 (Regie: Stephen Poliakoff)
New York, I Love You (Segment: Hotel Suite) (Regie: Shekhar Kapur)

2006
Away from Her (An ihrer Seite, Regie: Sarah Polley)

2005
The Secret Life of Words (Das geheime Leben der Worte, Regie: Isabel Coixet)

2004
Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (Harry Potter und der Gefangene von Askaban, Regie: Alfonso Curarón)
Finding Neverland (Wenn Träume fliegen lernen, Regie: Marc Foster)
Troy (Troja, Regie: Wolfgang Petersen)

1997
Afterglow (Liebesflüstern, Regie: Alan Rudolph)

1996
Dragonheart (Regie: Rob Cohen)
Hamlet (Regie: Kenneth Branagh)

1984
Gold Diggers (Regie: Sally Potter)

1982
The Return Of The Soldier (Schatten der Vergangenheit, Regie: Alan Bridges)

1981
The Animals Film (Regie: Victor Schonfeld)

1980
Memoirs Of A Survivor (Memoiren einer Überlebenden, Regie: David Gladwell)

1978
Heaven Can Wait (Der Himmel soll warten, Regie: Warren Beatty)

1975
Shampoo (Regie: Hal Ashby)

1973
Don’t Look Now (Wenn die Gondeln Trauer tragen, Regie: Nicolas Roeg)

1971
McCabe & Mrs. Miller (Regie: Robert Altman)
The Go-Between (Der Mittler, Regie: Joseph Losey)

1965
Doctor Zhivago (Dr. Schiwago, Regie: David Lean)
Darling (Regie: John Schlesinger)

1962
Crooks Anonymous (So ein Gauner hat’s nicht leicht, Regie: Ken Annakin)
The Fast Lady (Regie: Ken Annakin)
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