Jeanne Moreau

Jeanne Moreau

Die am 23. Januar 1928 in Paris geborene Jeanne Moreau ist neben Catherine Deneuve die französische Nachkriegs-Leinwandgöttin schlechthin und gilt zudem als "Muse" der Filmemacher der Nouvelle Vague. In dieser für die filmische Kunst so fruchtbaren Periode Ende der Fünfziger bis Ende der Sechziger Jahre hat Moreau mit allen damaligen experimentellen Regiegrößen wie Joseph Losey, Orson Welles, François Truffaut oder Louis Malle zusammengearbeitet.

Ihr Aufstieg zum französischen Superstar wird oft dem Regisseur Lous Malle zugeschrieben, der sie in Fahrstuhl zum Schafott (1957) und Die Liebenden (1958) in der Hauptrolle besetzte. Allerdings war Jeanne Moreau bereits in den 30er Jahren ein Star des französischen Kinos.

Cineastische Höhepunkte von Jeanne Moreaus Karriere sind sicherlich ihre Hauptrolle in Truffauts Jules und Jim (1961) oder der legendäre Striptease mit Brigitte Bardot in Louis Malles Viva Maria (1965). In Buñuels Gesellschaftssatire Tagebuch einer Kammerzofe (1964) verkörperte sie 1964 ein sexuell ausgebeutetes Dienstmädchen, das bald den Spieß umdreht.

Wim Wenders holte sie im Jahr 1991 auf die deutschen Leinwände für sein utopisches Märchen Bis ans Ende der Welt (1991). Im Jahr 2000 erhielt Jeanne Moreau anlässlich der Berlinale einen Goldenen Bären für ihr Lebenswerk. Neben ihrem Film-Engagement (dreimal hat sie selbst Regie geführt) konnte man die Moreau auch als gefeierten Bühnenstar bewundern.

Filmographie – Jeanne Moreau (Auswahl)

2009
Kerity, la maison des contes (Regie: Dominique Monfery)
Le secret d'Éléonore (Regie: Dominique Monfery)
La guerre des fils de la lumière contre les fils des ténèbres (Regie: Amos Gitai)
Visages (Regie: Ming-liang Tsai)
Carmel (Regie: Amos Gitai)

2008
Château en Suède (TV) (Regie: Josée Dayan)
Everywhere at Once (Regie: Holly Fisher und Peter Lindbergh)
Plus tard tu comprendras (Regie: Amos Gitai)
Sous les vents de Neptune (TV- Serie) (Regie: Josée Dayan)

2007
Chacun son cinéma ou Ce petit coup au coeur quand la lumière s'éteint et que le film commence (Regie: diverse)
Désengagement (Trennung, Regie: Amos Gitai)

2006
Roméo et Juliette (Regie: Yves Desgagnés)
La contessa di Castiglione (TV) (Regie: Josée Dayan)
Sortie de clown (Regie: Nabil Ben Yadir)

2005
Go West (Regie: Ahmed Imamovic)
Les temps qui reste (Die Zeit die bleibt, Regie: François Ozon)

2004
François Truffaut, une autobiographie (Regie: Anne Andreu)

2003
Die schrecklichen Eltern (TV) (Les parents terribles, Regie: Josée Dayan)

2002
The Will to Resist (Regie: James Newton)

2001
Lisa (Regie: Pierre Grimblat)
Cet amour-là (Diese Liebe, Regie: Josée Dayan)

2000
Les misérables (TV) (Regie: Josée Dayan)
Il manoscritto del principe (Regie: Roberto Ando)
Für mich gab's nur noch Fassbinder: Die glücklichen Opfer des Rainer Werner F. (Regie: Rosa von Praunheim)

1999
Balzac (TV) (Balzac – Ein Leben voller Leidenschaft, Regie: Josée Dayan)

1998
Ever After: A Cinderella Story (Auf immer und ewig, Regie: Andy Tennant)

1997
Un amour de sorcière (Regie: René Manzour)
I Love You, I Love You Not (Regie: Billy Hopkins)

1996
The Proprietor (Regie: Ismail Merchant)
Katharina die Große (TV) (Regie: Marvin J. Chomsky)
Amour et confusion (Regie: Patrick Braoudé)

1995
Les cent et une nuits de Simon Cinéma (101 Nacht - Die Träume des M. Cinema, Regie: Agnès Varda)
Par delà les nuages (Jenseits der Wolken, Regie: Michelangelo Antonioni und Wim Wenders)

1993
The Summer House (Regie: Waris Hussein)

1991
Bis ans Ende der Welt (Regie: Wim Wenders)
La vieille qui marchait dans la mer (Die Dame, die im Meer spazierte, Regie: Laurent Heynemann)

1990
Nikita (Regie: Luc Besson)

1986
Le miraculé (Regie: Jean-Pierre Mocky)

1982
Mille millards de dollars (Tausend Milliarden Dollar, Regie: Henri Verneuill)
Querelle (Querelle - Ein Pakt mit dem Teufel, Regie: Rainer Werner Fassbinder)
La truite (Eine Frau wie ein Fisch, Regie: Joseph Losey)

1976
Monsieur Klein (Regie: Joseph Losey)
The Last Tycoon (Der letzte Tycoon, Regie: Elia Kazan)

1973
Les valseuses (Die Ausgebufften, Regie: Bertrand Blier)
La race des seigneurs (Jet Set, Regie: Pierre Granier-Deferre)

1972
Nathalie Granger (Regie: Marguerite Duras)

1971
Chère Louise (Die Affaire, Regie: Philippe de Broca)

1968
Comptes à rebours (Der Boss, Regie: Roger Pigaut)

1967
La mariée était en noir (Die Braut trug Schwarz, Regie: Tony Richardson)

1966
Le plus vieux métier du monde (Das älteste Gewerbe der Welt, Regie: Michael Pfleghar, Jean-Luc Godard u.a.
Chimes at Midnight (Falstaff, Regie: Orson Welles)

1965
Mademoiselle (Regie: Tony Richardson)
Viva Maria (Regie: Louis Malle)
The Yellow Rolls-Royce (Der gelbe Rolls-Royce, Regie: Anthony Asquith)

1964
Le journal d'une femme de chambre (Tagebuch einer Kammerzofe, Regie: Luis Buñuel)
Mata Hari - Agent H. 21 (Regie: Jean-Louis Richard)
Le train (Der Zug, Regie: John Frankenheimer)

1963
Le feu follet (Das Irrlicht, Regie: Louis Malle)
Peau de banane (Heißes Pflaster, Regie: Marcel Ophüls)
The Victors (Die Sieger, Regie: Carl Foreman)

1962
La baie des anges (Die blonde Sünderin, Regie: Jacques Demy)
Le process (Der Prozess, Regie: Orson Welles)
Eva (Regie: Joseph Losey)

1961
Jules et Jim (Jules und Jim, Regie: François Truffaut)
La notte (Die Nacht, Regie: Michelangelo Antonioni)

1960
Une femme est une femme (Eine Frau ist eine Frau, Regie: Jean-Luc Godard)
Moderato cantabile (Stunden voller Zärtlichkeit, Regie: Peter Brook)

1959
Les liaisons dangereuses (Gefährliche Liebschaften, Regie: Roger Vadim)

1958
L'amants (Die Liebenden, Regie: Louis Malle)

1957
L'ascenseur pour l'échafaud (Fahrstuhl zum Schafott, Regie: Louis Malle)

1955
Gas-Oil (Regie: Gilles Grangier)

1954
Touchez pas au gribisi (Wenn es Nacht wird in Paris, Regie: Jacques Becker)
Les Hommes En Blanc (Ein ganzes Leben, Regie: Ralph Habib)

1953
Dortoir des grandes (Im Schlafsaal der großen Mädchen, Regie: Henri Decoin)

1952
Dr Schweitzer (Es ist Mitternacht, Dr. Schweitzer, Regie: André Haguet)
Wenn es Nacht wird in Paris - Bild
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Der Regisseur Jacques Becker war Vorbild für die Nouvelle Vague , verehrte Godard und erhielt sein filmisches Rüstzeug von Jean Renoir, dem er bei 9 Filmen assistierte. Dabei hatte der Vater von Becker, ein bürgerlicher und gut situierter Mann, ganz andere Pläne mit seinem Sohn …
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