Jacques Audiard

Jacques Audiard

Jacques Audiard wurde am 30. April 1952 in Paris als Sohn von Michel Audiard, ein bekannter Drehbuchautor und Regisseur, geboren. Er begann seine Karriere jedoch weder als Regisseur noch als Drehbuchautor, sondern als Cutter. Erst 1980 fing er an, an Texten für Regisseure wie Georges Lautner (Le professionnel (Der Profi)), Denys Granier-Deferre (Réveillon chez Bob), Claude Miller (Mortelle randonnée (Das Auge)), Jérôme Boivin (Baxter), Elisabeth Rappeneau (Fréquence meurtre (Frequenz Mord)) oder Ariel Zeitoun (Saxo) mitzuarbeiten. So vielseitig diese Filme auch scheinen mögen, sie haben eine Gemeinsamkeit: die dunkle Atmosphäre, einen sarkastischen und überspannten Humor, sowie eine etwas hoffnungslose Vision der menschlichen Verfassung.

Audiard hielt diesen Stil bei, als er 1994 bei seinem ersten Film, Regarde les hommes tomber (Wenn Männer fallen), Regie führte, in den Hauptrollen Mathieu Kassovitz und John Louis Trintignant. Der Film gewann bei den Césars den Preis in der Kategorie Bestes Erstlingswerk. Sein dritter Film, Sur mes lèvres (Lippenbekenntnisse), erhielt 2001 zehn Nominierungen und gewann letztendlich acht Césars. Er fasste mit De battre mon cœur s’est arrêté (Der wilde Schlag meines Herzens) nach, der bei seiner Erstaufführung auf der Berlinale 2005 für den Goldenen Bären nominiert war.

Dies führte er mit Un Prophète (Ein Prophet) weiter, der 2009 in Cannes uraufgeführt wurde und den Grand Prix – Preis mitnehmen konnte. Bei den Césars 2010 wurde Un Prophète insgesamt neunfach ausgezeichnet, darunter die Preise für den Besten Film und die Beste Regie. Außerdem wurde Un Prophète für den Oscar 2010 in der Kategorie Bester Fremdsprachiger Film nominiert.

Filmographie — Jacques Audiard

2009
Un Prophète (Ein Prophet)

2004
De battre mon cœur s’est arrêté (Der wilde Schlag meines Herzens)

2001
Sur mes lèvres (Lippenbekenntnisse)

1998
Norme française

1996
Un héros très discret (Das Leben: Eine Lüge)

1994
Regarde les hommes tomber (Wenn Männer fallen)
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Kritik

The Sisters Brothers (2018)

Jacques Audiards Interesse für Genrefilme ließ sich schon in Dämonen und Wunder erkennen, der sich von Sam Peckinpahs Thriller Wer Gewalt säht beeinflusst sah. Mit The Sisters Brothers geht er nun tief ins Westerngenre hinein. Aber natürlich nicht ohne seine ikonische Gesellschaftskritik.
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