Henry Hübchen, 1947 in Berlin geboren, avancierte nach seinem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin zu einem der gefragtesten Schauspieler der DDR.

So stand er für Jakob der Lügner (1974; Regie: Frank Beyer) und Frau Jenny Treibel (1975; Regie: Hartwig Albiro) vor der Kamera. Seit 1974 ist er an der Berliner Volksbühne engagiert – und nicht nur dort ein Star. Der „Schauspieler des Jahres“ 1994 und 2001 wirkte in Inszenierungen von Frank Castorf, Matthias Langhoff und Benno Besson mit, trat am Schauspiel Köln und am Schauspielhaus Hamburg auf und führte mitunter auch selbst Regie. Für die Inszenierung „Der Menschenfeind“ von Moliere erhielt sein Team den „Friedrich-Luft-Preis“ 1993.

Bekannt wurde Henry Hübchen wird mit zahlreichen preisgekrönten Film- und Fernsehrollen – u.a. in Dieter Wedels der Schattenmann (1994), Leander Haußmanns Sonnenallee und in Hartmut Schoens Fernseh-Mehrteiler Warten ist der Tod (ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis 2000 und dem Adolf Grimme Preis). Henry Hübchen spielte darin die Rolle des Klaus Kellermann und wurde für seine Darstellung als Bester Schauspieler nominiert.

Im Kino konnte man ihn in Sass – Die Meisterdiebe (2001; Regie: Carlo Rola) und Lichter (2002; Regie: Hans-Christian Schmid) sehen. Im Jahr 2004 stand Hübchen an der Seite von Moritz Bleibtreu, Josef Hader und Corinna Harfouch für C(R)ook (Regie: Pepe Danquart) vor der Kamera. Im gleichen Jahr brilliierte er in der Rolle des Jaeckie Zucker an der Seite von Hannelore Elsner in Alles auf Zucker! (Regie: Dani Levy). Für diese Rolle wurde Hübchen 2005 mit dem Deutschen Filmpreis für den „Besten Hauptdarsteller“ ausgezeichnet.

Filmographie — Henry Hübchen (Auswahl)

2010
Auf Doktor komm raus (TV) (Regie: Matthias Keilich)

2009
Die Gänsemagd (TV) (Regie: Sibylle Tafel)
Lila, Lila (Regie: Alain Gsponer)
Commissario Laurenti — Totentanz (TV) (Regie: Ulrich Zrenner)
Hoffnung für Kummerow (TV) (Regie: Jan Ruzicka)

2008
Whisky mit Wodka (Regie: Andreas Dresen)
Alter und Schönheit (Regie: Michael Klier)
Commissario Laurenti — Der Tod wirft lange Schatten (TV) (Regie: Hannu Salonen)

2007
Mordshunger (TV) (Regie: Robert-Adrian Pejo)
Siska — Requiem für einen Engel (TV) (Regie: Hans-Jürgen Tögel)

2006
Auf ewig und einen Tag (TV) (Regie: Markus Imboden)
Commissario Laurenti — Gib jedem seinen eigenen Tod (TV) (Regie: Sigi Rothemund)
Commissario Laurenti — Die Toten vom Karst (TV) (Regie: Sigi Rothemund)

2005
Die Nachrichten (TV) (Regie: Matti Geschonneck)

2004
Alles auf Zucker! (Regie: Dani Levy)
Die schöne Braut in Schwarz (TV) (Regie: Carlo Rola)
C(r)ook (Basta, Rotwein oder Totsein, Regie: Pepe Danquart)

2003
Lichter (Regie: Hans-Christian Schmid)

2002
Gefährliche Nähe und du ahnst nichts (TV) (Regie: Hartmut Schön)

2001
Sass (Regie: Carlo Rola)
Boran (TV) (Regie: Alexander Berner)

2000
Dämonen (TV) (Regie: Frank Castorf)
Eine Handvoll Glück (TV) (Regie: Christiane Balthasar)
Der Mörder in meiner Nähe (TV) (Regie: Bernd Böhlich)
Liebestod (TV) (Regie: Stephan Wagner)

1999
Sonnenallee (Regie: Leander Haußmann)
Warten ist der Tod (TV) (Regie: Hartmut Schön)
Letzter Atem (TV) (Regie: Bernd Böhlich)
Herzlos (TV) (Regie: Lutz Konermann)
Schmutzige Hände (Regie: Frank Castorf)

1998
Das Mambospiel (Regie: Michael Gwisdek)

Foto © X-Verleih – Henry Hübchen in Alles auf Zucker!
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