Edward Zwick

Edward Zwick

Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Edward Zwick gehört zu den ganz Großen in Hollywood. Als Spielfilmproduzent gewann er den Oscar und den British Academy Award (BAFTA) für Shakespeare in Love (1998, Regie: John Madden), und er erhielt eine Nominierung für Steven Soderberghs Traffic (Traffic – Macht des Kartells, 2000).

Auch als Regisseur ist Zwick vielfach ausgezeichnet worden: Schon mit seinem zweiten Film Glory (1989) wurde er für den Oscar nominiert. Mit dem Bürgerkriegsdrama gewann Denzel Washington seinen ersten Oscar als Bester Nebendarsteller. Eine Golden-Globe-Nominierung erhielt Zwick als Regisseur von Legends of the Fall (Legenden der Leidenschaft, 1994) mit Anthony Hopkins und Brad Pitt. Es folgte Courage Under Fire (Mut zur Wahrheit, 1996) mit Denzel Washington und Meg Ryan. Danach inszenierte, schrieb und produzierte Zwick The Siege (Ausnahmezustand, 1998), seinen dritten Film mit Denzel Washington.

2003 inszenierte und produzierte Zwick das Historienepos The Last Samurai (Last Samurai, 2003) bei dem er auch als Co-Autor fungierte. Die Hauptrollen spielten Tom Cruise und Ken Watanabe.

Zwick stammt aus Winnetka, Illinois, wo er am 8. Oktober 1952 geboren wurde. Als Auszubildender arbeitete er beim Academy Festival in Lake Forest. Bereits während seines Literaturstudiums an der Harvard University in Cambridge/Massachusetts schrieb und inszenierte er Theaterstücke. Nach dem College-Abschluss erhielt er ein Rockefeller-Stipendium, das ihm die Möglichkeit bot, bei einigen der wichtigsten europäischen Avantgarde-Theatergruppen in die Lehre zu gehen.

1975 erhielt Zwick ein Regie-Stipendium am American Film Institute (AFI). Er inszenierte dort den Kurzfilm Timothy and the Angel (1975), der 1976 im Studentenwettbewerb des Chicago Film Festival den 1. Preis gewann und die Aufmerksamkeit der Produzenten der TV-Serie Family (Eine amerikanische Familie, 1976 — 1980) erregte. Zwick wurde Drehbuchredakteur der Serie, bald führte er selbst Regie und übernahm die Produktion. 1980 erhielt er seine erste Emmy-Nominierung als Produzent von Family.

Als Regisseur, Produzent und Co-Autor des TV-Films Special Bulletin (1983) gewann Zwick drei Jahre später zwei Emmys und wurde ein zweites Mal als Regisseur nominiert. Erstmals arbeitete er dabei mit Marshall Herskovitz zusammen, den er vom AFI kannte und mit dem er die Produktionsfirma Bedford Falls Company gründete.

Das Gespann entwickelte als erstes gemeinsames Projekt die 1988 Emmy-preisgekrönte Kultserie thirtysomething (Die besten Jahre, 1987 — 1990). Es folgten weitere sehr erfolgreiche TV-Serien wie My So-Called Life (Willkommen im Leben, 1994 — 1995), Relativity (Beziehungsweise, 1996 — 1997) und Once and Again (Nochmal mit Gefühl, 1999 – 2002).

Filmographie — Edward Zwick (Regie)

2010
Love and Other Drugs

2008
Defiance (Unbeugsam)

2006
Blood Diamond

2005
1/4life (TV)

2003
The Last Samurai (Last Samurai)

1999/2000
Once and Again (TV-Serie, 2 Folgen) (Nochmal mit Gefühl)

1998
The Siege (Ausnahmezustand)

1996
Relativity (TV-Serie) (Beziehungsweise)
Courage Under Fire (Mut zur Wahrheit)

1994
Legends of the Fall (Legenden der Leidenschaft)

1992
Leaving Normal (Auf und davon)

1987 — 1990
thirtysomething (TV-Serie, 3 Folgen) (Die besten Jahre)

1989
Glory

1986
About Last Night (Nochmal so wie letzte Nacht)

1983
Special Bulletin (TV)

1982
Having It All (TV)
Paper Dolls (TV)

1976 — 1980
Family (TV-Serie) (Eine amerikanische Familie)
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