Ben Kingsley

Ben Kingsley

Ben Kingsley wurde am 31. Dezember 1943 unter dem Namen Krishna Bhanji als Sohn eines indischen Arztes und eines englischen Mannequins in englischen Yorkshire geboren und begann seine Schauspieltätigkeit auf einer Amateurbühne in Manchester.

Im Jahre 1967 ging er nach London, spielte in der heute noch erfolgreichen TV-Serie Coronation Street und wurde als 24-Jähriger Mitglied der angesehenen Royal Shakespeare Company.

Nach seinem Filmdebüt Angst ist der Schlüssel (Fear is the Key, 1972) von Michael Tuchner trieb es ihn zur Bühne zurück, zwei Spielzeiten arbeitete er am Londoner National Theatre. Es folgten zahlreiche Auftritte in TV-Serien und TV-Filmen.

Gleich mit seiner ersten große Leinwandrolle in Sir Richard Attenboroughs Gandhi erhielt er 1983 den Oscar als Bester Hauptdarsteller und jede Menge weitere Filmangebote.

In seinem ersten US-Film Genie und Schnauze (Without a Clue, 1989) spielte er den Dr. Watson an der Seite von Sherlock Holmes Michael Caine. In dem TV-Dokumentarspiel Die Mörder unter uns (Murderers Among Us: The Simon Wiesenthal Story, 1989) überzeugte er als erbitterter Nazijäger Simon Wiesenthal. Anschließend spielte er an der Seite von Helen Mirren in Pascali’s Island (1988). Danach kam der jüdische Gangster Meyer Lansky in Barry Levinsons Bugsy (1991), der ihm einen Oscar als Bester Nebendarsteller einbrachte.

Im Jahre 1993 begeisterte er als akribischer Buchhalter in Steven Spielbergs Schindlers Liste (Schindler’s List, 1993) und erhielt dafür eine BAFTA-Nominierung als Bester Nebendarsteller, ein Jahr später spielte er in Roman Polanskis Der Tod und das Mädchen (Death and the Maiden, 1994). Eine weitere Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller erwartete ihn für seine Performance als britischer Gangster in Sexy Beast (2000) von Jonathan Glazer.

Im Steven Spielberg-Sci-Fi-Film A.I. – Künstliche Intelligenz (A.I. – Artificial Intelligence, 2001) gab er den Erzähler ab. Im selben Jahr erhielt er den Ritterschlag von Queen Elizabeth II.

Ein weiterer Meilenstein seiner Karriere: der iranische Einwanderer in Haus aus Sand und Nebel (House of Sand and Fog, 2003) von Vadim Perelmann, für den er einen Oscar erhielt. 2004 spielte er Rollen in Suspect Zero von E. Elias Merhige und in Thunderbirds von Jonathan Frakes.

2005 spielte er einen der berühmtesten Charaktere der Literaturgeschichte. Kingsley stellte den Fagin in der Oliver-Twist-Verfilmung von Roman Polanski dar.

Filmographie — Ben Kingsley (Auswahl)

2011
The Invention of Hugo Cabret (Regie: Martin Scorsese)
Number 13 (Regie: Chase Palmer)

2010
Noah’s Ark: The New Beginning (Regie: Bill Boyce, John Stronach)
Teen Patti (Regie: Leena Yadav)
Prince of Persia: The Sands of Time (Prince of Persia — Der Sand der Zeit, Regie: Mike Newell)

2009
Queen of the South (Regie: Jonathan Jakubowicz)
Shutter Island (Regie: Martin Scorsese)

2008
Fifty Dead Men Walking (Regie: Kari Skogland)
War, Inc. (Regie: Joshua Seftel)
The Wackness (Regie: Jonathan Levine)
The Love Guru (Regie: Marco Schnabel)
Noah’s Ark: The New Beginning (Regie: Bill Boyce, John Stronach)
Transsiberian (Regie: Brad Anderson)

2007
I Have Never Forgotten You: The Life & Legacy of Simon Wiesenthal (Ich habe Euch nicht vergessen — Simon Wiesenthals Leben und Vermächtnis, Regie: Richard Trank)
Elegy (Regie: Isabel Coixet)
The Last Legion (Die letzte Legion, Regie: Doug Lefler)
You Kill Me (Regie: John Dahl)

2006
L’inchiesta (Regie: Giulio Base)
Lucky Number Slevin (Regie: Paul McGuigan)

2005
BloodRayne (Regie: Uwe Roll)
A Sound of Thunder (Regie: Peter Hyams)
Mrs. Harris (TV) (Regie: Phyllis Nagy)
Oliver Twist (Regie: Roman Polanski)

2004
Suspect Zero (Regie: E. Elias Merhige)
Thunderbirds (Regie: Jonathan Frakes)

2003
House of Sand and Fog (Haus aus Sand und Nebel, Regie: Vadim Perelman)

2000
Sexy Beast (Regie: Jonathan Glazer)

1997
Photographing the Fairies (Der Elfengarten, Regie: Nick Willing)

1994
Death and the Maiden (Der Tod und das Mädchen, Regie: Roman Polanski)

1993
Searching for Bobby Fischer (Das Königsspiel — Ein Meister wird geboren, Regie: Steven Zaillian)
Schindler’s List (Schindlers Liste, Regie: Steven Spielberg)
Dave (Regie: Ivan Reitman)

1992
Sneakers (Sneakers — Die Lautlosen, Regie: Phil Alden Robinson)

1991
Bugsy (Regie: Barry Levinson)

1989
Without a Clue (Genie und Schnauze, Regie: Thom Eberhardt)

1988
Pascali’s Island (Regie: James Darden)

1987
Maurice (Regie: James Ivory)

1985
Turtle Diary (Ozean der Gefühle, Regie: John Irvin)

1982
Gandhi (Regie: Richard Attenborough)
Hugo Cabret von Martin Scorsese
Hugo Cabret von Martin Scorsese
Kritik

Hugo Cabret

Hugo Cabret (Asa Butterfield) ist ein Waisenjunge, der es sich – wir schreiben die späten 1920er Jahre – in den Gemäuern eines Pariser Bahnhofs halbwegs häuslich eingerichtet hat. Von seinem Vater (Jude Law), einem Uhrmacher, hat er nicht nur viel Wissen über dieses Handwerk geerbt, sondern auch […]