Alejandro González Iñárritu

Alejandro González Iñárritu

Der erste Spielfilm von Alejandro Gonzalez Iñárritu war Amores Perros (2000), der seine Weltpremiere beim Festival de Cannes feierte. Dort gewann das Ensembledrama den Grand Prix der Semaine de la Critique. Danach erhielt er eine Oscar-Nominierung für den Besten Fremdsprachigen Film.

Zu den weiteren Auszeichungen, die Iñárritu und sein Film erhielten, gehören ein BAFTA Award für den besten nicht-englischsprachigen Film; eine Golden-Globe-Nominierung in der gleichen Kategorie; ein New York Film Critics Circle Award; der London Film Critics Circle Award für die Beste Regie, sowie Auszeichnungen bei den internationalen Filmfestivals von Bogota, Chicago, Kuba, Edinburgh, Flanders, Moskau, San Sebastian, Sao Paulo, Toronto und Tokio. Überdies gewann Amores Perros in seinem Heimatland Mexiko 13 Silver Ariel Awards.

Im Jahr 2001 produzierte und inszenierte Iñárritu den Kurzfilm Powder Keg für die BMW-Reihe The Hire, in der auch Filmemacher wie Wong Kar-wai, Ang Lee, Guy Ritchie und der verstorbene John Frankenheimer vertreten waren. Powder Keg gewann drei Clio Awards und wurde vom Time Magazine als zweitbester Werbespot aller Zeiten gelistet.

Im Jahr darauf drehte Iñárritu einen Kurzfilm für die Anthologie 11’09“01 (11’09“01 – September 11, 2002), die für einen französischen César nominiert wurde. Die anderen Filmemacher aus der ganzen Welt, die zu diesem Projekt über die schrecklichen Ereignisse am 11. September 2001 beitrugen, waren Sean Penn, Youssef Chahine, Amos Gitai, Shohei Imamura, Claude Lelouch, Ken Loach, Samira Makhmalbaf, Mira Nair, Idrissa Ouedraogo und Danis Tanovic.

Dank seiner Erfolge wurde Hollywood auf Iñárritu aufmerksam. Mit einem relativ großen Budget ausgestattet drehte der Regisseur das Psychodrama 21 Grams (2003) mit Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro in den Hauptrollen. Sowohl Watts als auch Del Toro wurden für ihre Rollen für einen Oscar nominiert.

Alejandro Gonzalez Iñárritu wurde am 15 August 1963 in Mexiko City geboren. Eigentlich hatte Iñárritu vor eine Karriere als DJ zu starten, doch Mitte der 90er Jahre wechselte er zum mexikanischen Fernsehen. Er gründete seine eigene Produktionsfirma Zeta Films, die hauptsächlich Werbefilme produzierte. Doch Iñárritu träumte davon Spielfilme zu drehen. Mit Amores Perros konnte er sich diesen Traum erstmals erfüllen.

Filmographie — Alejandro González Iñárritu

2010
Biutiful

2007
Chacun son cinéma ou Ce petit coup au coeur quand la lumière s’éteint et que le film commence (Segment)

2006
Babel

2003
21 Grams (21 Gramm)

2002
11’09“01 – September 11

2001
Powder Keg

2000
Amores perros (Amores perros — Hundeliebe)

1996
El Timbre
Ein Mann im Schutzanzug, hinter ihm eine Explosion; eine asiatische Frau, die die Treppe hochkommt und sich die Hand vor den Mund hält; ein schwarzer Mann, der einen schwarzen Jungen auf dem Arm trägt.
"Tödliches Kommando" / "Parasite" / "Moonlight"
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Biutiful von Alejandro González Iñárritu
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Kritik

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Es gibt Filmtitel, die wecken Erwartungen – und unterlaufen diese dann auf ganzer Linie. Alejandro González Iñárritus neuer Film Biutiful ist für diese Strategie geradezu ein Musterbeispiel – denn schön im Sinne von erbaulich ist nichts an diesem Film. Und jedwede Form von Niedlichkeit, die die […]