Aktuelles: Der Filmtag im Überblick: Ein Geheimprojekt von Aronofsky, Michelle Williams als Janis Joplin und Kino-Krisen

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Daliah Lavi im Jahre 1966
Daliah Lavi im Jahre 1966
Wir haben große Freude am Kino und berichten natürlich auch am liebsten darüber, aber an manchen Tagen überwiegen die Missstände in den Nachrichten und auch davor wollen wir uns nicht verschließen. So muss in München, wo erst vor kurzem das Neue Maxim eröffnete nun mit dem Eldorado ein Kino schließen. Der Ort wird zur Lagerstätte eines Drogeriemarktes, dann wahrscheinlich ein Drogeriemarkt. In der Münchner Abendzeitung gibt es einen verzweifelten Brief einer Kartenverkäuferin (bzw. „Billeteurin“, ein Wort, in das wir uns spontan verliebt haben) zu lesen, der uns sehr berührt hat.

Auch an anderer Stelle gibt es seit Jahren unerfreuliche Tendenzen: Das Filmerbe wird vernichtet. In der Wochenzeitung Der Freitag gibt es aus diesem Grund einen kritischen Artikel zum Thema der Digitalisierung. Darin heißt es: „Der wichtigste Grund für den Erhalt von Filmkopien ist allerdings, dass entgegen der ebenso verbreiteten wie falschen Annahme, heutzutage sei ohnehin alles irgendwie gesichert und verfügbar, nur ein minimaler Teil der Filmgeschichte tatsächlich überhaupt erhalten ist.“

In dieser Hinsicht gibt es wenigstens aus Tschechien gute Neuigkeiten. In den tschechischen Filmarchiven wurde gerade einer bedeutender Fund gemacht, wie The Guardian meldet. Jahrelang als verloren geglaubt, da als ein anderer Film markiert, konnte nun Georges Méliès’ zweiminütiger Film Match de Prestidigitation aus dem Jahre 1904 ausfindig gemacht werden. Der Stummfilm zeigt einen Zauberer, der sich zweiteilt. Und diese beiden Teile vollführen dann Zaubertricks, bis sie wieder eins werden.

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