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Ein ziemlich sicherer Kandidat für die nächste Abstimmung dieser Art ist Toni Erdmann von Maren Ade. Wie unter anderem Die Presse meldete, wurde der Film mit dem Fipresci-Preis für den Film des Jahres ausgezeichnet.

Der Film steht auch in der Vorauswahl von 50 Filmen, die für den Europäischen Filmpreis in Frage kommen. Dort sind neben 24 Wochen auch viele deutsche Co-Produktionen in der Auswahl.

Weniger erfreuliche Nachrichten gibt es dagegen via Cineuropa von Fortissimo Films. Der Vertrieb meldete freiwillig Konkurs an. An solchen Meldungen sieht man, unter welchem Druck die Branche derzeit steht im Arthouse-Sektor. Fortissimo hat unter anderem Filme von Wong Kar-wai oder Tsai Ming-liang vertrieben.

Französische Feelgood-Komödien haben nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch bei uns Konjunktur. Der Tagesspiegel wirft einen genaueren Blick auf das Phänomen, insbesondere was aktuelle Reizthemen wie Migration und Integration betrifft.

Die Welt macht unterdessen Urlaub auf der schwedischen Insel Fårö, wo sie auf den Spuren Ingmar Bergmans wandelt.

Dass Bergmans Filme in den USA mal in halbseidenen Kinos gespielt wurden, weil sie für US-Verhältnisse recht freizügig waren, glaubt einem heute auch kein Mensch mehr. Später übernahmen diese Funktion dann die Bahnhofskinofilme, die heute von der Cinephilie als verfemte Filme wiederentdeckt werden: Sehr vorbildlich im deutschen Fernsehen kümmert sich arte um solche Filme: Im September gibt es wieder eine exquisit kuratierte Reihe mit Jess Francos Vampyros Lesbos, Harry Kümels Blut an den Lippen und Lucian Ercolis Le Foto Proibite Di Una Signora Per Bene, die für den Begriff „Trash“ natürlich viel zu schade sind. Hier die Pressemitteillung des Senders.

Mark Mothersbaugh kennt man sonst eher als den Haus- und Hofkomponisten von Wes Anderson. Gerüchten zufolge wird er nun den Score zum neuen Thor-Film schreiben, meldet /Film.

Auch Harry-Potter-Star Rupert Grint tut es vielen seiner Kollegen gleich und wandert zum Fernsehen ab: Laut Variety wird er demnächst die an Guy Ritchies gleichnamigen Film angelehnte Serie Snatch produzieren und darin auch eine Hauptrolle übernehmen.

Während die Serie Snatch sich mutmaßlich wieder mit dem Typus des schwierigen, weißen Mannes befassen wird (vgl. Sopranos, Mad Men, Breaking Bad, Dexter usw.), zielt die für Ende September angekündigte Netflix-Serie Luke Cage auf anderes: Als Spin-Off zur Marvel-Serie Jessica Jones konzipiert, geht es hier um den schwarzen Superhelden gleichen Namens, der in den 70ern als Reaktion auf die populären Blaxploitationfilme konzipiert wurde. Warum das genau der richtige Stoff zur richtigen Zeit ist, erklärt Euch ein großes Feature in Wired.

Wo wir schon bei Netflix sind: The Notebook betreibt Ahnenforschung in Sachen Soundtrack zu Stranger Things, bleibt dabei aber nicht in den Synthie-80s stehen — schon früher nämlich gab es mit analogen Synthesizern eingespielte Filmmusik.

Wenn jemand wie Sarah Connor meldet, dass Roboter einen Menschen getötet haben, sollte man Hamsterkäufe vielleicht tatsächlich in Erwägung ziehen. Glaubt Ihr uns nicht? Bitte: Sarah Connor tweeting about killing robots is a thing!

Gut, dass Bruce Lee das nicht mehr miterleben muss: Kung Fu verschwindet aus Hongkong, meldet die New York Times in einer Reportage.

Außerdem gibt es viel Lesestoff für die Abende, die ja zuletzt auch immer herbstlicher wurden: Neue Ausgaben des feministischen Filmmagazins Cléo (über das Lachen im Kino) und des filmhistorischen Magazins Alphaville (über die Bewahrung des filmhistorischen Erbes) füllen Eure E-Reader und Tablets im Nu mit Material.

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