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Ein Beitrag von Katrin Doerksen

"Schwarzes Wochenende" von Dominik Graf
"Schwarzes Wochenende" von Dominik Graf

Die Schimanski-Tatorte haben ihren Kultstatus bis ins Jahr 2020 herüber gerettet. Die von Götz George verkörperte Figur war anders als ihre Vorgänger. Ein massiger Haudrauf im Militärparka und mit Schnäuzer, dem Pilsgenuss zugetan und mit zweifelhafter Impulskontrolle. Dass die Fälle aber auch inszenatorisch Höhepunkt deutscher Fernsehgeschichte sind, ist ein eher seltenes Phänomen.

Zum Glück gibt es aber alle paar Jahre einen Tatort von Dominik Graf. 1984 etwa drehte der damals sich gerade etablierende Regisseur den 13. Schimanski-Fall, der daraufhin erst einmal für zwei Jahre im Giftschrank verschwand. Die ausladenden Verhörszenen könnten das Publikum verschrecken, befürchtete man. Und tatsächlich ist die Figurenkonstellation in Schwarzes Wochenende verwirrend, gelinde gesagt. Ein westfälischer Möbelmagnat wird vor einem Hotel erschossen und über das darauffolgende Wochenende entspinnt sich ein shakespeare’sches Intrigenspiel zwischen seiner Familie, der Konkurrenz und einem Journalisten.

Wie so oft bei Dominik Graf rückt dabei die Aufklärung des individuellen Verbrechens in den Hintergrund. Von Interesse sind eher die seit Jahrzehnten schwelenden gesellschaftlichen Konflikte, die den Fall begünstigten und die Schimanski und seine Kollegen zum Verzweifeln bringen. So erscheint es denn durchaus sinnvoll, dass Graf in Schwarzes Wochenende die Arbeit der Ermittler als zermürbendes Puzzlespiel zeigt: Der Polizeifunk knarzt im Hintergrund, die Verhöre ziehen sich und Schimanski (zu Beginn im Schlaf faszinierend verletzlich) ist der reinste Dampfkochtopf.

Schwarzes Wochenende ist bis zum 10. Februar 2021 in der WDR-Mediathek verfügbar.

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