Streaming-Tipps: Streaming-Tipp des Tages für Kinder: Zu weit weg

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Streaming-Tipps

Ein Beitrag von Rochus Wolff

Zu weit weg - Trailer (deutsch)

Auf einmal ist die Heimat weg: Das Dorf wird „rückgebaut“, der Braunkohletagebau frisst sich durch die Landschaft. Die anderen Familien aus Niederkirchbach sind gemeinsam ins neue Dorf umgezogen, aber Bens Familie zieht nach Düren – neues Haus, neue Stadt, neue Arbeit. Für den 11-Jährigen ist es aber mehrfach frustrierend. In der Fußballmannschaft ist er nicht mehr Starstürmer, sondern Verteidiger, in seiner neuen Schule findet er keine Freund_innen, und dann ist da auch noch Tariq aus Syrien, den der Trainer spielen lässt, während Ben auf der Ersatzbank schmort.

Sarah Winkenstettes exzeptionelles kleines Drama Zu weit weg über Entwurzelung, Heimat und Freundschaft bewirft seinen Protagonisten gleich mit einem ganzen Stapel Herausforderungen – und sieht ihm dann dabei zu, wie er sich nach und nach aufrappelt. Das ist auch deshalb ein bemerkenswerter Kinderfilm, weil er auf schlichte Polarisierungen und übersteigerte Konflikte verzichtet, sondern stattdessen zwei Kinder dabei beobachtet, wie sie in kleinen Schritten aufeinander zugehen, Verständnis entwickeln und schließlich Freunde werden.

Eine Jungsfreundschaft, die allein über Zuwendung und Empathie, nie über Ausgrenzung Dritter funktioniert: Dass das so selten im Kinderkino zu sehen ist, dass Zu weit weg wie Balsam auf einer ewig aufgeschürften Wunde wirkt, ist der bestürzende Hintergrund dazu. Erzählt wird das Ganze mit klarem Blick auf Welt und Wahrnehmung zweier Kinder, die aus ihrer gewohnten Welt gerissen wurden und neu nach Anschluss suchen. Dass es dabei minimal schmalzt und die Erwachsenen gelegentlich etwas gestelzt Informationen transportieren: geschenkt. Die beiden Jungdarsteller Yoran Leicher und Sobhi Awad jedenfalls tragen den Film locker auf ihren Schultern, durch Einsamkeit, Verbrüderung und Feierlaune.

FSK 0, empfohlen ab 10 Jahren

Auf zahlreichen Plattformen als VoD verfügbar.

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Meinungen
Gnislew · 18.01.2021

Ich durfte den Film schon vor einiger Zeit als Presse-Screener schauen und muss dir zustimmen. Ein wirklich schöner Film, der nicht nur Kindern gefallen dürfte, sondern den Eltern auch. Ich finde nämlich, dass der Film zwar kindgerecht erzählt ist, aber nicht kindlich weichgespühlt wie so manch anderer Kinderfilm.

Kommentare