Specials: Im Fokus: Kristen Stewart

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Specials

Von einer gefragten Jungschauspielerin über ein Teenie-Idol bis zur hochgelobten Charakter-Akteurin, die nun in „Spencer“ abermals zeigt, was sie kann: Kristen Stewart ist ein Phänomen. Ein Streifzug durch ihre überaus wechselhafte Filmografie.

Kristen Stewart in "Jean Seberg", "Die Wolken von Sils Maria" und "Twilight"
Kristen Stewart in "Jean Seberg", "Die Wolken von Sils Maria" und "Twilight"

31 Jahre jung, 23 davon vor der Kamera. Skandale. Polarisierung. Teenie-Idol. Gescholten für ihre mutmaßlich steinerne Mimik, erste US-amerikanische Preisträgerin des César. Vom Blockbuster-Star zur gefeierten Charakterdarstellerin. Das, was in Kristen Stewarts bislang noch junger Karriere geschehen ist, stellt das, was andere SchauspielerInnen über einem doppelt so langen Zeitraum erleben, locker in den Schatten.

Kristen Stewart (c) John Bauld from Toronto,
Canada, CC BY 2.0

Geboren am 9. April 1990 in Los Angeles war ihr Weg ins Filmgeschäft von Anfang an vorgezeichnet. Stewarts Vater ist Fernsehproduzent, ihre Mutter Script Supervisor. So verbrachte die junge Kristen schon in ihrer Kindheit viel Zeit an Sets, ergatterte mit neun Jahren ihre erste kleine Rolle. Es folgte eine Reihe von Neben- und erste Hauptrollen und mit der Volljährigkeit der kommerzielle Durchbruch in der Twilight-Saga. Nach zwei Jahren Pause infolge des erdrückenden medialen Interesses an ihrem Privatleben war Stewart nur noch selten in Großproduktionen zu sehen — und wandelte sich allmählich zur Charakterdarstellerin. Der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung kann nun in Spencer bestaunt werden, in dem sie Prinzessin Diana Frances Spencer auf höchst beeindruckende Weise spielt.

Nebenher versucht Stewart, auch als Regisseurin Fuß zu fassen. 2017 erschien ihr erster Kurzfilm Come Swim (hier auf YouTube zu sehen), noch 2022 soll mit der Produktion der Spielfilmadaption des Buches The Chronology of Water begonnen werden, bei dem sie die Regie übernehmen will. Zudem arbeitet sie an der Entwicklung einer queeren TV-Reality-Serie, in der es um „Ghost Hunting“ gehen soll.

 

Kristen Stewarts Filme

 

Panic Room (2002) von David Fincher

Nach ihrer ersten, sehr kleinen Rolle in Das dreizehnte Jahr (1999), einem Disney-TV-Film, einem Auftritt als Komparsin in Die Flintstones in Viva Rock Vegas (2000) sowie einem größeren Auftritt in The Safety of Objects (2001) konnte Kristen Stewart ihre erste wirklich prominente Rolle in einem Film von David Fincher für sich verbuchen: Panic Room. Darin spielt sie Sarah, die Tochter der von Jodie Foster verkörperten Meg Altman. Gemeinsam beziehen sie eine neue Wohnung, in der es einen titelgebenden Panikraum gibt — und von dem die beiden schon in der ersten Nacht Gebrauch machen müssen, als drei Einbrecher eindringen. Die Beute, die sie sich erhoffen, befindet sich jedoch ausgerechnet in jenem Panikraum, und so entspinnt sich eine Pattsituation zwischen den Altmans und den Verbrechern, erschwert dadurch, dass Sarah an Hypoglykämie leidet. Foster avancierte im Zuge der Dreharbeiten zur Schauspiel-Mentorin für Stewart.

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Speak — Die Wahrheit ändert alles (2004) von Jessica Sharzer

Ihre erste Hauptrolle ergatterte Stewart für die Independent-Produktion Speak und spielte darin die 14-jährige Melinda, die auf einer Party vergewaltigt wurde. Sie ist traumatisiert, bringt es nicht über sich, davon zu sprechen oder sich emotional zu öffnen, weshalb sich ihre Freundinnen, ihr soziales Umfeld von ihr abwenden. Erst die Kunst wird für sie zum Ventil. Speak kam bei Publikum und Kritik gut an, vielfach wurde Stewarts Darstellung der in sich gekehrten Schülerin besonders positiv hervorgehoben.

Gratis verfügbar bei Netzkino und Rakuten TV, außerdem bei Amazon Prime und Joyn+ sowie diversen VoD-Anbietern.

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Mission: Possible — Diese Kids sind nicht zu fassen! (2004) von Bart Freundlich

Nicht nur schwere Dramen, sondern auch sehr leichte Unterhaltung gehört(e) zum Repertoire von Kristen Stewart. In Mission: Possible (OT: Catch that Kid) spielte sie eine leidenschaftliche Kletterin, die in eine Bank einbricht, um Geld für die kostspielige OP ihres Vaters zu stehlen. Die Anspielung an Mission: Impossible im deutschen Titel ist angesichts der Aufgaben, die sie mit ihren beiden Kumpanen bewältigen muss, durchaus angebracht. Der Film ist ein Remake der dänischen Produktion Kletter-Ida und wurde von der Kritik als uninspirierte Massenware abgestempelt.

Verfügbar bei Disney+ und gängigen VoD-Anbietern zur Leihe und zum Kauf.

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Die Twilight-Saga (2008-2012)

Hatte Stewart schon zuvor einen beachtlichen Output, waren die Jahre 2007 und 2008 mit jeweils vier Filmen nochmals produktiver für sie. So spielte sie etwa die Hauptrolle im Horrorstreifen The Messengers, prägnante Nebenrollen in Sean Penns Into the Wild sowie Barry Levinsons Komödie Inside Hollywood und Jon Kasdans Im Land der Frauen sowie eine kleine in Doug Limans Jumper. Und dann kam Twilight.

„This is the most excited I have ever been“ oder „I don’t always smile, but when I do, I don’t“ waren nur zwei Variationen der unzähligen Memes, die durch Stewarts schauspielerische Leistung in den Romanverfilmungen inspiriert wurden. 2008 erschien der erste Teil Twilight – Biss zum Morgengrauen, Regie Catherine Hardwicke, der für Stewart und ihren Leinwandkollegen Robert Pattinson den Durchbruch bedeutete. Die Vampirgeschichte handelt von der schüchternen Schülerin Bella Swan (Stewart), die den verwegenen Vampir Edward Cullen (Pattinson) kennenlernt, woraufhin sich eine unvergleichliche Liebesgeschichte entspinnt. Die fünfteilige Twilight-Saga spielte weltweit über drei Milliarden Dollar ein, baute eine millionenfache Fangemeinde auf und ist bis heute Teil der Popkultur.

Kristen Stewart ist dabei mit ihrer Interpretation der Bella Swan einen eigenen Weg gegangen — und hat dafür sehr viel Kritik einstecken müssen. Immer wieder wurden ihre schauspielerischen Fähigkeiten nicht ernst genommen und ihre ruhige und emotionslose Art des Spielens angegriffen. An Twilight kann man vieles kritisieren und sollte auch nicht vermeiden zu sagen, dass die praktizierende Mormonin und Autorin der Bücher, Stephanie Meyer, eine höchst konservative Ethik im Umgang mit Sexualität und der klassischen Verteilung der Geschlechterrollen in der Geschichte hinterlassen hat. Dennoch hat Kristen Stewarts sensible Interpretation der jungen Frau damals für Aufsehen gesorgt, blieb uns bis heute im Gedächtnis und wird es auch weiterhin tun. 

Verfügbar bei allen gängigen VoD-Anbietern zur Leihe und zum Kauf.

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Willkommen bei den Rileys (2010) von Jake Scott

Noch inmitten der Twilight-Reihe setzte Stewart einen Schauspielerischen Konterpart: In Willkommen bei den Rileys spielte sie eine Ausreißerin und Stripperin, die in Kontakt mit Doug Riley (James Gandolfini) kommt. Der kommt ebenso wie seine Frau Lois (Melissa Leo) nicht über den Tod der eigenen Tochter vor acht Jahren hinweg — und erkennt in der jungen Frau eben jene Tochter wieder. Irgendwann kommt es, dass beide bei ihr einziehen — und erkennen, dass gerade jene Über-Vorsorge, die sie ihrer leiblichen Tochter zeigten, gut für keine der Parteien ist.

Verfügbar bei Amazon Prime und Sooner sowie bei Pantaflix zur Leihe.

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Snow White and the Huntsman (2012) von Rupert Sanders

In Rupert Sanders‘ Adaption des Grimm’schen Märchens übernahm Stewart die titelgebende Hauptrolle als Schneewittchen — verfolgt von der bösen Königin (Charlize Theron) und unterstützt vom Jäger (Chris Hemsworth). Ein typischer Blockbuster: überproduziert, mit zahlreichen Schauwerten, aber schwachem Drehbuch. Die Kritik richtete sich dabei vielfach gezielt gegen Stewart, hinzu kam ein Pseudo-Skandal, nachdem eine Affäre zwischen der Schauspielerin und dem Regisseur bekannt wurde. Stewart litt stark unter dem medialen Interesse an ihrem Privatleben, zog sich daraufhin zwei Jahre lang aus der Öffentlichkeit zurück — und konzentrierte sich nach ihrer Rückkehr verstärkt auf Arthouse- und Independent-Produktionen.

Verfügbar bei Amazon Prime und Netflix sowie bei allen gängigen VoD-Anbietern zur Leihe.

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Die Wolken von Sils Maria (2014) von Olivier Assayas

In der ersten von bislang zwei Zusammenarbeiten mit Olivier Assayas (2016 folgte noch das Mystery-Drama Personal Shopper) spielte Stewart eine junge Frau namens Valentine — die persönliche Assistentin der inzwischen gealterten Schauspielerin Maria Enders (Juliette Binoche). Die wird für eine Wiedereinführung des Stücks „Malojaschlange“ angefragt, das von zwei Frauen unterschiedlichen Alters handelt. Hatte Enders vor 20 Jahren die jüngere gespielt, soll sie nun die ältere verkörpern. Bei den Proben mit ihrer Assistentin in den Schweizer Bergen hadert sie jedoch mit der Rolle, deren Interpretation und vor allem Ende, bei dem sie spurlos verschwindet. Suizid oder Neuanfang? Eine Erzählung über das Älterwerden respektive die Differenzen zwischen Jung und Alt — toll gespielt von allen Beteiligten. Für ihre Leistung erhielt Stewart als erste US-Schauspielerin den César.

Verfügbar im Arthouse-CNMA-Channel von Amazon Prime sowie bei allen gängigen VoD-Anbietern zur Leihe.

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Certain Women (2016) von Kelly Reichardt

Unter der Regie von Kelly Reichardt werden in Certain Women drei in Montana angesiedelte Episoden erzählt, die von unterschiedlichen Frauen handeln. In der dritten geht es um die Fram-Arbeiterin Jamie (Lily Gladstone), die in einem Jura-Kurs landet, der von Beth (Stewart) geleitet wird. Jamie hat keinerlei Interesse an Rechtswissenschaften, besucht den Kurs aber dennoch regelmäßig, um Beth zu sehen. Ob nun Freundschaft oder Liebschaft, bleibt dabei unklar. Als Beth den Kurs aufgibt, begibt sich Jamie fassungslos ins vier Autostunden entfernte Livingston, um sie wiederzutreffen.

Verfügbar in der Flat von MagentaTV sowie bei allen gängigen VoD-Anbietern zur Leihe.

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Jean Seberg — Against all Enemies (2019) von Benedict Andrews

Spätestens mit ihrer Hauptrolle in Benedict Andrews‘ Jean Seberg — Against all Enemies etablierte sich Stewart als waschechte Charakterdarstellerin — was sie nun in Spencer fortführt. Sie interpretierte die Titelrolle (nach The Runaways die zweite reale Persönlichkeit, die sie spielte) auf zugleich authentische und doch eigene Weise. Wo sich der Film selbst im Standard-Biopic-Rahmen bewegte, war es Stewarts Leistung, die ihn so einprägsam machte: Mit viel Energie, Scharfsinn und Feingefühl verkörperte Stewart die selbstbewusste, politisch engagierte Schauspiellegende, die die Black Panthers unterstützte und dafür Ziel einer Schmutzkampagne des US-Geheimdienste wurde.

Verfügbar bei Amazon Prime sowie bei allen gängigen VoD-Anbietern zur Leihe.

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Underwater (2020) von William Eubank

Stewarts bis dato letzte Beteiligung an einem Blockbuster war der aufgrund von Corona und der Fox-Akquisition durch Disney hierzulande untergegangene Underwater, in dem es um eine Tiefseebohrstation geht, der infolge eines Bebens die Zerstörung droht. Die Crew tritt die Flucht an und wird dabei von mysteriösen, tödlichen Kreaturen verfolgt. Eine vor allem körperlich fordernde Rolle, wie an den schweren Anzügen zu sehen ist, die Flüchtenden bei ihren Unterwasser-Trips tragen müssen. Stewart bewältigte sie jedoch mit Bravour.

Verfügbar bei Disney+ sowie bei allen gängigen VoD-Anbietern zur Leihe.

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