Specials: Gestreamt: Patty Jenkins

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Specials

Ein Beitrag von Bianka-Isabell Scharmann

Eigentlich hätten wir ihren Namen schon längst wieder auf der Leinwand sehen sollen. Doch auf „Wonder Woman 84“ müssen wir noch ein wenig warten. So bleibt genügend Zeit, sich mit Vorfreude die anderen Arbeiten von Patty Jenkins (noch einmal) anzuschauen.

Wonder Woman, eine blonde Frau, eine junge brünette Frau
"Wonder Woman" / "Monster" / "I Am The Night"

Patty Jenkins hat keine lange Liste an Filmen vorzuweisen – dafür eine eindrucksvolle. Auch ist sie nicht allein auf das filmische Fach festzulegen, da sie lange Jahre für das Fernsehen arbeitete bzw. Regie für einzelne Episoden bei vielen bekannten Serien führte. Jenkins mag es, mehrere Optionen zu haben, sagt sie selbst.

„For the most part I chose things, big or small or whatever, because I want to and because I like it, because I’m into it“ — sagte Jenkins in einem Interview gegenüber dem Hollywood Reporter

Diese Varianz, diese vielgestaltigen Interessen, das sich hinter ihrem Mantra verbirgt, schlagen sich schon in ihrem Lebenslauf nieder. Es heißt, dass die im Jahr 1971 geborene vom Film Superman (1979) inspiriert wurde, Filmemacherin zu werden. Dennoch entschied sie sich nach ihrem Schulabschluss nicht für ein Filmstudium – sondern für eines der Malerei an The Cooper Union in New York. Doch recht bald beendete sie dieses zugunsten eines Filmstudiums an derselben Institution. Nach ihrem Abschluss sammelte sie dann erste Erfahrungen als Kameraassistentin bei Werbefilmen und Musikvideos — nicht die schlechteste Schule, wie man schon in unserem Jonathan Glazer-Special lesen konnte. Im Jahr 2001 beendete sie dann ein Regiestudium am American Film Institute, zu dessen Absolventen u.a. David Lynch, Darren Aronofsky und Terrence Malick gehören. Nur zwei Jahre nach dem Abschluss gelang Jenkins der weltweite Durchbruch mit Monster

 

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Die Wellen, die Monster schlug, lassen sich heute noch in den Kritiken zum Film, in den Preisen, die es vor allem für Charlize Theron — darunter der Oscar für die Beste Hauptdarstellerin — regnete, nachvollziehen. Es schien, als könne Jenkins auf diesen Wellen problemlos in nächste, große Projekte surfen. Doch sie entschied sich anders. 

Denn nach ihrem Regiedebüt war es lange Zeit filmisch still um Patty Jenkins. Sie drehte verschiedene Folgen für Serien, darunter Arrested Development und The Killing, sowie in 2011 ein Segment der Mini-Serie Five, in der Frauen von ihren Erfahrungen mit Brustkrebs berichten. Projekte, an die sie glaubte, für die sie sich bewusst entschied.

Im Jahr 2013 wurde sie erneut vor eine Wahl gestellt: Sie bekam die Chance, bei Thor: The Dark Kingdom die Regie zu übernehmen. Es heißt, sie beendete die Zusammenarbeit aufgrund von kreativen Differenzen. Jenkins folgt ihren Überzeugungen, eine Haltung, die besonders für Frauen in der Branche wichtig und schwierig zugleich ist. 

Und dann wurde ihr ein Projekt angeboten, dass sie nicht ablehnen konnte, die Geschichte einer Figur zu erzählen, die sie selbst bewunderte: Wonder Woman. Mit diesem Film, so könnte man sagen, fand sie zu ihrer ursprünglichen Inspiration zurück – und blieb sich und ihren Themen gleichzeitig treu. Sie interessiert sich für schwierige Mutter-Tochter-Beziehungen, die Suche nach Identität und — wohl am deutlichsten — sind ihre Arbeiten durchzogen von starken, entschiedenen Frauencharakteren.

Aufgrund des Erfolgs, den Wonder Woman an den Kinokassen einfuhr, handelte Jenkins für das Sequel Wonder Woman 1984 direkt einen Back-End-Deal aus. Mit einer Gage von 7 bis 9 Millionen Dollar macht sie das aktuell zur bestbezahlten Regisseurin. Und wurde so zu ihrer ganz eigenen Form einer wonder woman.

 

Patty Jenkins Filme & Serien im Stream: 

Monster (2003)

Der Film basiert auf dem wahren Fall der verurteilten und mittlerweile hingerichteten Serienmörderin Aileen Wuornos, mit der Jenkins während des Schreibprozesses für das Drehbuch in enger Korrespondenz stand. Monster erzählt von der unfreiwilligen Radikalisierung Wuornos‘, einer Prostituierten, die für ihre neue Liebe, Selby Wall (Christina Ricci), die Prostitution aufgeben, ein ehrliches Leben beginnen will. Doch eine Handlung aus Notwehr lässt die Situation eskalieren: Wuornos erschießt ihren letzten Freier und befindet sich fortan auf der Flucht. Wuornos und Wall rutschen gemeinsam in eine Spirale aus Mord und Gewalt ab… 

Der Film ist zurzeit in der Flat von Amazon Prime und RakutenTV zu sehen, sowie als Leihgabe und zum Kauf über fast alle gängigen Streaming-Plattformen erhältlich.  

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Five (2011)

Diese Anthologie-Serie porträtiert in fünf Kurzfilmen Frauen mit Brustkrebs und die Auswirkungen der Krankheit auf das Leben derselben und ihr Umfeld.

Regie führten neben Patty Jenkins Alicia Keys, Penelope Spheeris, Demi Moore und Jennifer Aniston.

Die Serie ist über Maxdome als Leihgabe oder zum Kauf erhältlich.

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Wonder Woman (2017) 

„I’m a huge Wonder Woman fan and I love the genre“ — Jenkins in einem Interview mit dem Hollywood Reporter.

Jenkins ist dafür bekannt, sich körperlich und verbal am Set voll reinzuhängen, sich richtig zu verausgaben: Sie spielt auch schon mal eine Todesszene samt Anweisungen — wie eine Dirigentin, wie sie selbst in einem Interview befragt zu den Dreharbeiten zu Wonder Woman sagte. Man kann sich richtig vorstellen, wie Jenkins am Strand einzelne Szenen der beeindruckenden Schlachtsequenz für Schauspieler*innen und das gesamte Team mimt. 

Doch Wonder Woman ist nicht nur ein besonderer Film in der Karriere von Jenkins, sondern vielmehr ein wichtiger Film für die Mainstream-Filmlandschaft an sich und für das Superheld*innengenre im Besonderen. Mit Wonder Woman bekam endlich der erste weibliche Superheld eine eigene Originsstory. Diana (Gal Gadot) wird hier als Prinzessin der Amazonen eingeführt, in deren idyllisches Leben auf Themyscira mit Getöse der Zweite Weltkrieg in Person eines gestrandeten Spions einfällt. Vorbei ist es mit einem Dasein hinter den Schatten. Trevors (Chris Pine) Kriegsgeschichten klingen in Dianas Ohren nach den Worten einer alten Prophezeiung — so entschließt sie sich, Trevor in den Krieg zu folgen und ihr Schicksal sowie das der Welt in Konsequenz zu verändern. 

Der Film ist auf fast allen gängigen Streaming-Plattformen als Leihgabe oder zum Kauf erhältlich. 

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I Am The Night (2019) 

Fauna Hodel (India Eisly) wurde von ihrer Mutter, die sie als Teenagerin zur Welt brachte, nach ihrer Geburt weggegeben. Erwachsen macht sie sich auf die Suche nach ihrer Herkunft mit der Hilfe eines in Ungnade gefallen Journalisten, Chris Pine als Jay Singeltary. Während den Recherchen stoßen sie auf einen unglaublichen Skandal rund um einen berüchtigten Hollywood-Gynäkologen. Die Serie wirft damit ein Schlaglicht auf die Verkommenheit und das ausschweifende Leben in Hollywood.

An dieser Serie manifestiert sich eine weitere Facette von Jenkins Arbeitsweise: Sie schätzt es, mit denselben Schauspieler*innen zusammenzuarbeiten. Nicht nur Chris Pine (Wonder Woman), sondern auch Connie Nielsen (ebenfalls Wonder Woman) wurde besetzt.

Die Serie ist in der Flat von Joyn enthalten. Außerdem kann man die gesamte Staffel über Amazon Prime, den iTunes Store oder den Google Play Store kaufen. 

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Worauf wir uns freuen: 

Der leicht pulsierende Beat, der nach vorne drängt, wie die Choreografie eines Laufs — Blue Monday von New Order ist der Soundtrack zum Trailer von und gleichzeitig zum Film Wonder Woman 1984, der sein übriges zur Vorfreude auf den Film beiträgt. Der Film wird schon seit Monaten sehnsüchtig erwartet und wurde aufgrund der Pandemie mehrmals verschoben.

Das Sequel um Diana, die nicht zu altern scheint, und Trevor verlegt die Geschehnisse mit einem satten Zeitsprung in die 1980er: Diana findet sich gleich zwei neuen Gegenspieler*innen gegenüber. Max Lord (Pedro Pascal) und The Cheetah (Kristen Wiig) und mitten in den Wirren des Kalten Krieges. 

Offizieller Kinostart ist aktuell der 23. Dezember 2020. Hoffen wir, dass an diesem Datum nicht mehr gerüttelt wird!

 

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