Specials: Gestreamt: Isabel Coixet

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Specials

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Isabel Coixet ist eine der bekanntesten spanischen Filmemacherinnen auf dem internationalen Parkett und ihre sensiblen, behutsam Grenzen auflösenden Filme haben gerade in Zeiten von Corona eine tröstliche Wirkung.

Der Buchladen der Florence Green / Elegy oder die Kunst zu lieben / Eine Karte der Klänge von Tokio
Der Buchladen der Florence Green / Elegy oder die Kunst zu lieben / Eine Karte der Klänge von Tokio

Figuren versuchen miteinander zu kommunizieren, manchmal zaghaft, dann wieder mit nachdrücklicher Verzweiflung. Ein Verbindung zueinander zu finden, in erster Linie durch ihre Worte. Doch was sich daraus ergibt, geht oftmals in eine völlig andere Richtung als zuvor erhofft. Isabel Coixet versteht etwas davon, wie Menschen zueinander in Beziehung treten. Gerade heute, wo wir unsere Tage wieder hauptsächlich in kleinen Innenräumen verbringen, mit unseren Partnern und Kindern in nächster Nähe, ist es tröstlich, ihre Filme zu sehen und sich in all den kleinen und großen Dramen wiederzuerkennen. 

Lisbeth Salas / Public Domain
Lisbeth Salas / Public Domain

Isabel Coixet Castillo, 1960 in Barcelona geboren, verfiel der Faszination der Filmwelt, als sie zu ihrer Kommunion eine 8-mm-Kamera geschenkt bekam. Zunächst arbeitete sie nach ihrem Uni-Abschluss in Geschichte in der Werbebranche, drehte zahlreiche Clips für renommierte Kunden, die ihr jedoch keine künstlerische Erfüllung brachten. Nach einigen Kurzfilmexperimenten entstand deswegen 1988 ihr Spielfilmdebüt Demasiado Viejo Para Morir Joven, für das Coixet umgehend für einen Goya-Award als Beste Newcomerin nominiert wurde.

In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Coixet zu einer der erfolgreichsten spanischen (beziehungsweise katalanischen) Regisseurinnen auf dem internationalen Parkett und erarbeitete sich einen Ruf als Auteurin (sie schreibt, inszeniert, führt die Kamera, produziert und spielt auch zuweilen), die Grenzen auflöst: Sie probierte die unterschiedlichsten Genres aus, drehte auf Spanisch oder Englisch, in ihrer Heimat ebenso wie in Kanada, den USA oder Japan.

Nebenbei kehrt sie immer wieder zu den kurzen Formaten zurück, dreht Kurzfilme und Dokus, Musikvideos oder arbeitet an kollaborativen Projekten — stets mit einem wachen Auge für feministische Belange, soziale Ungerechtigkeiten, politische Misstände.

 

Isabel Coixets Filme im Stream:

 

Mein Leben ohne mich (2003)

Mein Leben ohne mich war der erste Film, den Isabel Coixet mit ihrer neu gegründeten Prouktionsfirma realisierte — er wurde ein internationaler Erfolg und ihr endgültiger Durchbruch. Die kanadische Filmemacherin Sarah Polley spielt darin die Hauptrolle einer jungen Ehefrau und zweifachen Mutter, die die Diagnose Eierstockkrebs erhält. Sie erzählt niemandem davon, dass sie nur noch zwei bis drei Monate zu leben hat und schreibt stattdessen heimlich eine Liste all der Dinge, die sie vor ihrem Tod noch erledigen will. Eine Charakterstudie mit emotionalem Understatement.

Verfügbar auf: Gratis auf Watch4

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Viaje al corazón de la tortura (2003)

In ihrem ersten Dokumentarfilm interviewte Isabel Coixet im Jahre 2003 Opfer von Folter in aller Welt sowie Experten und Therapeuten, die ihnen dabei helfen mit den körperlichen und psychischen Folgen des Erlebten umzugehen. Im Film (leider nur auf Spanisch verfügbar) gelingt es der Filmemacherin ein Thema gegenwärtig zu machen, das die meisten von uns für ein Relikt der Vergangenheit halten, das nicht mehr viel mit unserem eigenen Leben zu tun hat.

Verfügbar auf: YouTube

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Das geheime Leben der Worte (2005)

Für Das geheime Leben der Worte arbeitete Isabel Coixet im Jahre 2005 ein zweites Mal mit Sarah Polley zusammen. Diesmal spielt sie eine Fabrikarbeiterin, die in ihrem Urlaub an der Nordseeküste spontan beschließt einen auf einer Bohrinsel verunglückten und vorübergehend erblindeten Arbeiter (Tim Robbins) zu pflegen. In langen Gesprächen nähern sich die beiden verschlossenen Menschen einander an und erzählen jeweils zum ersten Mal von ihren tief sitzenden Traumata. Die sensible Charakterstudie wurde mit vier Goyas für den besten Film, die beste Regie, das beste Drehbuch und beste Produktion ausgezeichnet.

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Paris, je t’aime (2006)

Gemeinsam mit vielen anderen Filmschaffenden aus der ganzen Welt beteiligte sich Isabel Coixet 2006 am Episodenfilm Paris, je t’aime, der in 18 Kapiteln kleine Geschichten erzählt, die sich in der Stadt der Liebe abspielen. Coixets Episode trägt den Titel Bastille und erzählt abermals von einer Frau (Maggie Gyllenhaal), die wegen einer Leukämiediagnose nur noch kurze Zeit zu leben hat. Ihr Ehemann, der sie eigentlich für eine Stewardess verlassen wollte, beschließt daraufhin bei ihr zu bleiben und verliebt sich in der verbleibenden Zeit noch einmal neu in sie.

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Elegy oder die Kunst zu lieben (2008)

Im Jahre 2008 verfilmte Isabel Coixet einen der besten Romane des großen US-amerikanischen Schriftstellers Philip Roth: Das sterbende Tier. Elegy oder die Kunst zu lieben erzählt von einem Literaturkritiker (Ben Kingsley), der sich nach einer gescheiterten Ehe erstmals in seine wesentlich jüngere Studentin (Penélope Cruz) verliebt. Der Film (im Übrigen mit Dennis Hopper in einer seiner letzten Nebenrollen) spaltete die Kritik: Während ihn die europäischen Rezensenten rührselig fanden, lobten die US-Kollegen die Chemie der Hauptdarsteller und Coixets Übertragung von Roths Gedanken in sinnliche Bilder.

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Eine Karte der Klänge von Tokio (2009)

In ihrem 2009 in Tokio gedrehten Drama kehrt Isabel Coixet das Motiv des Stockholm-Syndroms um und erzählt von einer Auftragskillerin (Rinko Kikuchi), die sich in ihr Opfer verliebt. Sie, die tagsüber auf dem Fischmarkt arbeitet, soll eigentlich einen spanischen Weinhändler (Sergi López) umlegen, den ein Konzernchef für schuldig am Selbstmord seiner Tochter hält. Doch die Verbindung zwischen Killerin und Opfer lässt sich nicht übersehen. 

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Another Me — Mein zweites Ich (2013)

Mit ihrem nächsten Spielfilm versuchte sich Isabel Coixet 2013 am Genre des Mysterythrillers und schöpfe bei der Inszenierung des Doppelgängermotivs in erster Linie Inspiration aus japanischen Horrorfilmen. Sophie Turner spielt in Another Me — Mein zweites Ich eine Schülerin, die sich, seitdem ihr Vater (Rhys Ifans) an multipler Sklerose erkrankt ist, von einer Doppelgängerin verfolgt fühlt. Doch niemand außer ihr nimmt das zweite Mädchen wahr und so beginnt sie langsam an ihrem eigenen Geisteszustand und ihrer Identität zu zweifeln. Coixet setzt weniger auf Schockeffekte, eher auf eine unheimlich verwirrende Atmophäre.

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Learning to Drive — Fahrstunden fürs Leben (2014)

In Elegy war Patricia Clarkson noch in einer Nebenrolle als gleichaltrige Geliebte von Ben Kingsley zu sehen — 2014 spielte sie hingegen im neuen Film von Isabel Coixet die Hauptrolle. Die nämlich einer frisch verlassenen New Yorker Buchkritikerin, die Fahrstunden nimmt um ihre außerhalb lebende Tochter besuchen fahren zu können. Ihr Fahrlehrer ist ein aus Indien stammender Sikh (Kingsley) und all ihrer Unterschiede zum Trotz entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft. Eine sachte Melancholie durchweht Learning to Drive — Fahrstunden fürs Leben, während die Figuren an ihrer Selbstständigkeit arbeiten. Wieder einmal scheinen wir wie durch ein Fenster in zwei Leben hineinzuschauen, bevor es sich schließt und wir alle wieder auf uns gestellt sind.

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Parler de Rose, prisonnière de Hissène Habré (2015)

In ihrem Dokumentarfilm Parler de Rose, prisonnière de Hissène Habré porträtierte Isabel Coixet die Aktivistin Rose Lokissim aus der zentralafrikanischen Republik Tschad. Sie hatte gegen die Diktatur unter Hissène Habré gekämpft, dem im Jahr 2015 endlich der Prozess wegen seiner Menschenrechtsverletzungen gemacht wurde. 1986 jedoch wurde Rose Lokissim im Gefängnis exekutiert. Isabel Coixet interviewt unter anderem einige Mitgefangene, die sich an eine mutige Frau erinnern, die etwa half Botschaften aus dem Gefängnis zu schmuggeln. Die Erzählerinnenstimme des Films stammt von Juliette Binoche.

Verfügbar auf: YouTube

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Der Buchladen der Florence Green (2017)

Florence Green (Emily Mortimer) ist eine verwitwete Mittdreißigerin, die sich entschließt in einem kleinen Dorf an der Küste von Suffolk einen Buchladen zu eröffnen. Zur Feindin macht sie sich damit die alteingesessene Violet (Patricia Clarkson), die im selben Gebäude ein Kulturzentrum einrichten will. Der Streit eskaliert, als Florence Vladimir Nabokovs Skandalroman Lolita verkauft, der bei der Dorfbevölkerung für Aufruhr sorgt. Der Buchladen der Florence Green besticht wiederum durch eine ruhige Erzählweise, der es gelingt die muffige Dorfatmosphäre einzufangen, in der einige Wenige ihre Macht ausspielen. Dafür gab es drei Goyas und den Preis für die international beste Buchverfilmung auf der Frankfurter Buchmesse 2017.

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Elisa & Marcela (2019)

Wie so viele ihrer Kolleg*Innen drehte Isabel Coixet 2019 erstmals für den Streamingriesen Netflix und erzählte zu diesem Zweck von der ersten geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehe in Spanien. Die wahre Geschichte zweier Grundschullehrerinnen (Natalia de Molina und Greta Fernández), die einander verkleidet als heterosexuelles Paar am 8. Juni 1901 in A Coruña ehelichten, verfilmte die Regisseurin in Schwarzweißbildern und anhand intimer Briefwechsel. Die Presse lobte mehrheitlich den Look des Films, der im Wettbewerb der Berlinale 2019 zu sehen war, vermisste aber in Figurenzeichnung und Erzählweise die feinen Nuancen.

Verfügbar auf: Netflix

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