Specials: Gestreamt: Alexander Payne

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Specials

Am 10. Februar feierte der zweifache Oscar-Gewinner Alexander Payne seinen 60. Geburtstag. Für uns der perfekte Anlass, den Autor, Produzenten und Regisseur sowie einige seiner Werke in unserer Reihe „Gestreamt“ vorzustellen.

The Descendants / Nebraska / Sideways
The Descendants / Nebraska / Sideways

60 Jahre ist Alexander Payne am 10. Februar 2021 geworden. Zur Welt kam er — in einer Familie mit griechisch-deutschen Vorfahren — einst in Omaha, Nebraska. Mitten im (geografischen) Herzen der USA also, zwischen ruralen Landschaften, einfachen Arbeiter*innen und konservativen Gepflogenheiten. Das hat ihn geprägt, auch und vor allem in seinen Werken, von denen wir einige in unserer Reihe „Gestreamt“ Revue passieren lassen wollen.

Alexander Payne (c) Paul Katzenberger, CC BY-SA 4.0

Paynes Werdegang führte ihn zunächst nach Los Angeles, an die Filmhochschule UCLA. Und brachte ihm schließlich zwei Oscars ein, jeweils für das beste adaptierte Drehbuch. Denn neben seiner Regietätigkeit tat sich Payne in seiner Karriere auch und vor allem als Autor hervor. Dabei kam es zu einigen Höhen (About Schmidt, The Descendants), aber auch zu Tiefen (Chuck and Larry, Jurassic Park 3). In den von ihm inszenierten Filmen hat Payne jedoch meist eine klare inhaltliche Präferenz: männliche Protagonisten, bei denen die Trennung zwischen Held und Antiheld niemal eindeutig erkennbar ist, die sich mit oft alltäglichen familiären und finanziellen Problemen herumschlagen. Was Panye die Gelegenheit gibt, sich an den großen Versprechungen des American Dream abzuarbeiten. Meist zwischen Tragik und Humor schwankend.

 

Alexander Paynes Filme im Stream:

 

Carmen (1985)

Der weltberühmten, für ihre Zeit revolutionären Oper Carmen von Georges Bizet verpasste Alexander Panye in seinem ersten Film eine modern-skurrile Generalüberholung und stampfte das 2,5-Stunden-Werk auf 15 Minuten zusammen: Wie in der Vorlage geht es um einen Mann, der von der schönen Carmen verführt wird, dadurch seine Anstellung verliert, von ihr verlassen wird und sie daraufhin tötet. In dieser Verfilmung allerdings ist der männliche Protagonist kein Soldat, sondern ein Tankstellenangesteller, der sich sabbernd in Tagträume mit Carmen hineinfantasiert. Und in der die Bilder von Tankstellenzapfhähnen auf kreative Weise metaphorische Verwendung finden. Dazu erklingen, scheinbar unpassend, konstant die pompösen Melodien des Originals — eine eigenwillige Mischung, die aber aufgeht und den ersten Meilenstein in der Karriere von Payne bedeutete.

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The Passion of Martin (1991)

Paynes erster Langspielfilm erblickte 1991 das Licht der Landwand — und ist Carmen gar nicht so unähnlich: The Passion of Martin dreht sich um den Fotografen Martin (Charly Hayward), der in seinem Leben und seiner Arbeit große Einsam- und Bedeutungslosigkeit verspürt. Auf einer Ausstellung lernt er Rebecca (Lisa Zane) kennen, die eines seiner Werke bewundert. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze, und Martin glaubt, die große Liebe gefunden zu haben, versteift sich jedoch in seiner Eifersucht als er feststellt, dass Rebecca eine andere Vorstellung der menschlichen Natur und der Liebe hat.

The Passion of Martin stellte Paynes Abschlussarbeit seines Studiums an der UCLA Film School dar und schaffte es direkt ins Programm von Cannes 1991. Dort erhielt sein Langfilmdebüt große Aufmerksamkeit, brachte dem Regisseur einen Deal mit Universal ein — und sorgte damit für seinen Einstieg ins große Filmgeschäft.

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Election (1999)

Im Zentrum von Election stehen der Lehrer Jim McAllister (Matthew Broderick) und seine Schülerin Tracy Flick (Reese Witherspoon). Beide sind nicht gut aufeinander zu sprechen: Tracy hatte eine Affäre mit Jims Freund und Kollegen, weshalb dieser entlassen wurde. Als Tracy für die Wahl zur Schulsprecherin antritt, unternimmt ihr Lehrer alles dafür, dass sich ein vielversprechender Gegenkandidat aufstellt — und fälscht letztlich sogar die Ergebnisse. Derweil verheddert er sich in seinem eigenen Privat- und Liebesleben und geht eine verhängnisvolle Affäre ein.

Paynes Mischung aus College-Komödie und -Drama ist eine toll gespielt Abhandlung über Ehrgeiz und (Selbst-)Betrug auf dem Weg zum Erfolg — und damit letztlich auch eine kritisch-satirische Auseinandersetzung mit dem Amerikanischen Traum.

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About Schmidt (2002)

Als völlig überraschend die Ehefrau von Warren Schmidt (Jack Nicholson) stirbt, kurz nachdem er in Rente gegangen ist, begibt er sich mit einem neu angeschafften Wohnwagen auf einen Roadtrip durch den Mittleren Westen der USA. Alexander Payne lässt die Stimmung des Films beständig zwischen Humor und Tragik oszillieren, bleibt melancholisch ohne in Sentimentalität zu kippen. Und er lässt Momente zu, in denen man tatsächlich schlucken muss: Wenn das Erbe von Schmidts Arbeitsleben nach der Pensionierung auf dem Sperrmüll landet, führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass eine Ära zu Ende gegangen ist.

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Sideways (2004)

Filme bringen manchmal nicht nur das Box Office durcheinander, sondern auch die Weinverkaufszahlen. So geschehen bei Sideways: Nach Kinostart fielen die Merlot-Verkäufe in den Weststaaten der US. Dafür stiegen die Verkäufe von Pinot noir um ganze 16 Prozent an. Und das alles, weil Miles (Paul Giamatti) während des Films mehrfach lautstark seine önologischen Präferenzen kundtut. Er spielt in Sideways einen geschiedenen Englischlehrer in der Krise, der für einen Junggesellenabschied in Kalifornien von Weingut zu Weingut düst. Die Resonanz auf den 2004er Mix aus Tragikomödie und Roadmovie war regelrecht überwältigend. Alexander Payne verhandelt hier die ganz großen Themen — worauf kommt es im Leben wirklich an? — ganz beiläufig zwischen den Zeilen.

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Paris, je t’aime (2006)

Paris, je t’aime ist — der Name deutet es bereits an — eine Liebeserklärung an die französische Hauptstadt. Der Episodenfilm ist in 18 Kapitel unterteilt, die jeweils einem der 20 Arrondissements gewidmet sind und von unterschiedlichsten namenhaften Regisseur*innen verantwortet wurden: Gus Van Sant, die Coen-Bürder, Isabel Coixet, Alfonso Cuarón, Olivier Assayas, Wes Craven, Tom Tykwer — und eben auch Alexander Payne, der die letzte Episode inszenierte. Die dreht sich um Carol, eine US-amerikanische Touristin in Paris, die einsam und unglücklich ist. Und die in Paris tatsächlich so etwas wie Geborgenheit findet.

Zu sehen auf: In den Amazon-Channels von Arthouse CNMA und Filmtastic; Zum Leihen und Kaufen auf Amazon, iTunes, GooglePlay, Microsoft, Videoload und Maxdome

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The Descendants — Familie und andere Angelegenheiten (2011)

Nach einem Unfall liegt die Frau von Matt King (George Clooney) im Koma. Sie wird nicht mehr aufwachen, liegt im Sterben. Also muss Matt endgültig in die Vaterrolle hineinwachsen und sich um seine beiden Töchter — die altkluge 10-jährige Scottie (Amara Miller) und die rebellische 17-jährige Alexandra (Shailene Woodley) — kümmern. Im malerischen Hawaii, wo der der Film spielt, macht sich Matt auf die Suche nach der Affäre seiner Frau. Nicht nur aus Neugier, sondern auch, weil er dem Liebhaber den Abschied ermöglichen will.

Ein Vater auf der Ersatzbank wird in The Descendants zum ernstzunehmenden Daddy: George Clooneys Matt King hangelt sich durch mal humorvolle, mal tief tragische Situationen und bekommt so eine neue Perspektive auf das Leben. Die Auseinandersetzung mit schwierigen Entscheidungen setzt einen inspirierenden Wachstumsprozess in Gang.

Zu sehen auf: Im Abo von Amazon und Joyn; Zum Leihen und Kaufen auf iTunes, GooglePlay, Sky Store, Microsoft, Rakuten TV, Videoload, Chili und Sony

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Nebraska (2013)

Woody Grant (Bruce Dern) ist im besten Alter, jedoch senil und Alkoholiker. Ein Posteinwurf macht ihm Hoffnung auf ein besseres Leben: Angeblich habe er eine Million Dollar gewonn — und Woody fällt auf das falsche Versprechen rein. Um seinen Gewinn abzuholen, reist er von Billings, Montana nach Lincoln, Nebraska. Dabei begleitet ihn sein Sohn David (Will Forte), der zwar genau weiß, dass dort kein Geld zu holen ist, aber zumindest Zeit mit seinem Vater verbringen will. Sie machen einen Zwischenstopp in Hawthorne, Woodys Geburtsstadt. Dort spricht sich die Geschichte vom mutmaßlichen Gewinn herum. Es kommt zu Neid und sogar Handgreiflichkeiten.

Nebraska ist ein von starken Dialogen getragenes und in stilvollem Schwarz-Weiß gehaltenes Stück Film-Melancholie. Payne erzählt von der einfachen Landbevölkerung, von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, vom falschen Versprechen des Amerikanischen Traums. Und letztlich — mal wieder — von Familie.

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Downsizing (2017)

Bis 2017 zeichneten sich Alexander Paynes Filme eher durch ihren sozialen Realismus aus. Mit Downsizing hingegen wurde es skurril-futuristisch: Ein neues Serum ermöglicht es, Menschen zu schrumpfen. Ein Versprechen auf die Lösung vieler Probleme der Welt - Klimawandel, Überbevölkerung, etc. Und auch privat hat man Vorteile: Wer ein bisschen Geld im normalen Leben hat, ist im kleinen Leben reich. Paul (Matt Damon) und seine Frau Audrey (Kristen Wiig) wollen den Schritt wagen. Doch als Paul als zwölf Zentimeter großer Mann nach der Minimierungsprozedur erwacht, ist Audrey nicht da, hat es sich anders überlegt, will sich scheiden lassen. Eine vielversprechende Idee, mit deren Hilfe Payne die gegenwärtigen Probleme der amerikanischen Gesellschaft satirisch ergründen will. Der jedoch, wortwörtlich, zu klein bleibt, um etwas wirklich Relevantes zu sagen.

Zu sehen auf: Im Netflix-Abo; Zum Leihen und Kaufen auf Amazon, iTunes, GooglePlay, Sky Store, Microsoft, Rakuten TV, Videoload, Chili, Maxdome und Sony

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