Specials: „Das melancholische Mädchen“ und die rebellische Zersetzung

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Specials

Ein Beitrag von Andreas Köhnemann

Das Jahr in 7 Filmen #6: Was wir vom „melancholischen Mädchen“ lernen können

Bild aus „Das melancholische Mädchen“
Bild aus „Das melancholische Mädchen“

Rebelliert wird im Film ja recht häufig. Aber Susanne Heinrich lieferte mit ihrem Langfilmdebüt „Das melancholische Mädchen“ in diesem Jahr gewissermaßen die Meta-Rebellion – indem nicht nur ihre titelgebende Hauptfigur, sondern das gesamte Werk sämtliche bestehenden Regeln brach.

Das beginnt schon in der Eröffnungssequenz: Ach, seufzt das melancholische Mädchen (verkörpert von Marie Rathscheck) da, wäre dies alles hier ein Film, würde ja nichts funktionieren. Weder gäbe es ein Identifikationsangebot für das Publikum, noch gäbe es Höhepunkte, eine Entwicklung oder eine Katharsis… Das klingt tatsächlich erst einmal ziemlich unergiebig. Und doch ist Das melancholische Mädchen ein unbedingt sehenswerter Film!

 

Denn Heinrich bricht genüsslich mit kinematografischen Darstellungsklischees – etwa indem sie Männerkörper in der Art und Weise in Szene setzt, wie das klassische Hollywood-Kino es mit Frauenkörpern zu tun pflegt(e). In den betont künstlichen Dialogen gibt es derweil zahlreiche Anspielungen und Denkanstöße.

Auch andere Filme befassten sich in diesem Jahr mit Rollenbildern – und hinterfragten diese durch clevere Bildkompositionen und herausfordernde Personen im Zentrum. In ihrem Dokumentarfilm Normal fängt die italienische Wissenschaftlerin und Regisseurin Adele Tulli etwa diverse Alltagssituationen ein, die uns – ohne erforderlichen Kommentar – aufzeigen, wie starre Gender-Zuordnungen immer wieder reproduziert werden. Pia Hellenthal widmet sich indes in Searching Eva einer Person, der es gelungen ist, diese Zuordnungen zu durchbrechen: Eva Collé sorgt verlässlich für Gender Trouble.

Searching.jpg
Bild aus Searching Eva; Copyright: Janis Mazuch / Corso Film

 

Die subversiven Fähigkeiten des melancholischen Mädchens und der Heldin aus Searching Eva sollten wir mit ins Jahr 2020 tragen. Der Zukunft wird eine beherzte Sprengung von Klischees sicher guttun!

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