Specials: „Booksmart“ und die bewegte Jugend

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Specials

Ein Beitrag von Andreas Köhnemann

Das Jahr in 7 Filmen #1: Was vermag uns die Energie der „Booksmart“-Heldinnen über das Jahr zu erzählen?

Bild zu Booksmart von Olivia Wide
Booksmart von Olivia Wide - Filmbild 1

In vieler Hinsicht sind Coming-of-Age-Stoffe zeitlos, da es die Wünsche, Sehnsüchte, Ängste und Sorgen junger Menschen ebenso sind. Und doch gleicht keine Generation der anderen — weshalb sich auch das Adoleszenzkino immer wieder neu erfinden muss, wenn es mehr als nur formelhafte Genre-Beiträge hervorbringen will.

Die (Hollywood-)Teens der 1950er Jahre „wussten nicht, was sie tun“ — sie waren „Rebell_innen ohne Grund“. Auf die Frage, wogegen sie denn eigentlich rebellieren würden, antworteten sie (wie Marlon Brando in Der Wilde) mit einem saloppen „Whadda you got?“ Die Heranwachsenden der 1990er Jahre schienen sich — wie die Jungs-Clique aus der American-Pie-Reihe — nur für Sex zu interessieren.

Betrachtet man das Jahr 2019 und die besten Jugendfilme, die in diesem Jahr ins Kino kamen, wird man rasch feststellen: Die Jugend ist in Bewegung! Sie hat hohe Ziele — und ist bereit, dafür zu kämpfen. Eine kinematografische Aufarbeitung der Fridays-for-Future-Bewegung steht noch aus — aber schon jetzt wirkt das junge Kinopersonal aktiver und ambitionierter als in früheren Kinozeiten.

Die beiden Protagonistinnen Amy (Kaitlyn Dever) und Molly (Beanie Feldstein) aus Olivia Wildes Booksmart haben ihre Träume während der Schulzeit stets hart verfolgt. Sie wollen etwas erreichen und etwas Sinnvolles tun. Daher ergibt es absolut Sinn, dass sie auch ihrem Vorhaben, noch einmal richtig Spaß zu haben, bevor es ernst(er) wird, mit vollem Eifer nachgehen. Und nicht nur deshalb ist die Highschool-Komödie ein großartiger Film. Nebenbei vermittelt das Werk Kluges über den Wert von Freundschaft sowie über die Überwindung von Vorurteilen und Denkklischees. Nach Sichtung von Booksmart kann man anerkennend sagen: The kids are alright!

Und auch andere Filme mit juvenilen Figuren ließen mehr Tiefe und Wucht erkennen, als man es von vielen Coming-of-Age-Erzählungen kennt. In Gregor Schmidingers Nevrland möchte der 17-jährige Jakob (Simon Frühwirth) Kosmologie studieren, um das Universum besser zu verstehen. Und er realisiert, dass er nicht so werden will wie sein Vater, der keine Gefühle, keine Empathie zulässt. Jakobs Weg ist steiniger als der von Amy und Molly. Was ihn und das Duo indes verbindet, ist die Fähigkeit, Dinge zu hinterfragen — und sie besser zu machen.

 

Booksmart, Nevrland und weitere sehenswerte Werke wie Der verlorene Sohn von Joel Edgerton, The Hate U Give von George Tillman, Jr. oder Stephen Merchants Fighting with My Family erzählen von dem, was im Science-Fiction-Genre allzu oft ohne Hoffnung ist: von der Zukunft — und von denen, die sie gestalten können. Gut so!

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