Specials: Kleine Filme, große Gefühle: Die Besten Kurzfilme Online

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Specials

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

YouTube, Vimeo, Netflix… Das Internet ist voll von sehenswerten und frei verfügbaren Kurzfilmen, die uns für einen Moment in fremde Welten abtauchen lassen. Man muss sie nur finden. Kino-Zeit weiß zu helfen.

Rebooted/Shako Mako/Period. End of Sentence.
Rebooted/Shako Mako/Period. End of Sentence.

Oscar-Preisträger und Festival-Darlings

 

Period. End of Sentence. von Rayka Zehtabchi

Im Zuge der Corona-Pandemie hat Netflix einen Teil seines Dokumentarfilmprogramms auf YouTube frei verfügbar gemacht. Darunter auch Period. End of Sentence, der 2019 mit dem Oscar als Bester Dokumentar-Kurzfilm ausgezeichnet wurde. Der Film befasst sich mit den in Indien verbreiteten Tabus um die Menstruation und begleitet eine Gruppe von Frauen, die mithilfe von Aufklärung und einer Maschine für biologisch abbaubare Damenbinden eine sexuelle Revolution einleiten wollen.

 

Hair Love von Matthew A. Cherry

Für Hair Love bekam der ehemalige American-Football-Spieler Matthew A. Cherry 2020 den Oscar für den Besten animierten Kurzfilm. Das via Crowdfunding finanzierte Werk, das als Vorfilm zu Angry Birds 2 in den Kinos lief, erzählt auf anrührende Weise von einem Vater, der erstmals lernt die Haare seiner kleinen Tochter zu frisieren. 

 

Westfalia von Haley Finnegan

Das Tribeca Film Festival macht derzeit unter dem Motto Short Film a Day Keeps Anxiety Away täglich einen Kurzfilm aus seinem Programm verfügbar und hat uns auf diese Weise die Online-Premiere von Westfalia beschert. Im Kurzfilm von Haley Finnegan geht ein von Instagram-Ruhm besessenes Paar auf einen Roadtrip. Die Jagd nach Likes und Follows wird spätestens dann zur Absurdität, als Emelia glaubt, ein Verlobungspost könnte den beiden den großen Durchbruch verschaffen.

WESTFALIA from Haley Finnegan on Vimeo.

 

Animierte Welten:

 

Make it Soul von Jean-Charles Mbotti Malolo

In seinem animierten Kurzfilm Make it Soul beleuchtet Jean-Charles Mbotti Malolo die Soul-Musikszene der 1960er Jahre, indem er davon erzählt wie James Brown 1965 den King of Soul Solomon Burke entthronen wollte. Satte Filzstiftzeichnungen treffen im Film auf schmissige Musik. Dazu kommt die Sensibilität des Regisseurs, der zusätzlich auch noch Choreograph ist und als solcher über ein ausgezeichnetes Gespür für Bewegungen verfügt.

 

 

Tsunami von Sofie Nørgaard Kampmark

In ihrem Abschlussfilm Tsunami verarbeitet Sofie Nørgaard Kampmark, die 2011 in Tokyo lebte, das kollektive Trauma des Tsunami, der im März desselben Jahres große Teil des japanischen Nordostens zerstörte. Im Film kehrt ein Mann nach der Katastrophe in seine Kleinstadt zurück und entdeckt, dass ein Wassergeist sein geflutetes Haus bezogen hat. Für Tsunami ließ sich Nørgaard Kampmark von großen japanischen Meistern wie Yasujirô Ozu oder Hayao Miyazaki inspirieren.

 

Rebooted von Michael Shanks

In Zeiten von CGI in Hollywood — was machen da eigentlich all die handgemachten Stopmotion-Figuren? Im liebevoll animierten Kurzfilm Rebooted erzählt Michael Shanks die Geschichte eines arbeitslosen Stopmotion-Skeletts, das sich in der Filmindustrie durchschlagen muss. Allen Fans von Ray Harryhausen dürfte dabei das Herz aufgehen. Kürzlich hat es der Film sogar in die offizielle Auswahl des renommierten Animationsfilmfestivals Annecy 2020 geschafft, das in diesem Jahr in einer abgespeckten Online-Version stattfindet.

 

 

Kleine Filme, große Namen:

 

The Little Story of Gwen from French Brittany von Agnès Varda

Die American Cinematheque hat angekündigt weite Teile ihres Archivs in den kommenden Wochen auf YouTube verfügbar zu machen. Den Anfang dieser Online-Offensive bildete ein rarer Kurzfilm der im vergangenen Jahr verstorbenen Agnès Varda, den diese ab 1996 drehte. In The Little Story of Gwen from French Brittany trifft Varda ihre Freundin Gwen Deglise in Paris und folgt ihr kurz darauf bei ihrem Umzug nach Los Angeles, wo Deglise — Ha! — die Chefkuratorin der American Cinematheque wird.

 

Der Ausländer von Thomas Heise

Für seinen Film Heimat ist ein Raum aus Zeit bekam Thomas Heise im vergangenen Jahr zurecht große Aufmerksamkeit. Doch bereits seit den späten 1970er Jahren ist der Filmemacher ein wichtiger Archivar zunächst ost- und später gesamtdeutscher Zeitgeschichte. In seinem dokumentarischen Kurzfilm Der Ausländer begleitete er 1987 den Dichter Heiner Müller bei den Proben zur Inszenierung von Der Lohndrücker. Erst 2004 wurde der Film in den Kinos gezeigt.

Der Ausländer from Thomas Heise on Vimeo.

 

Shako Mako von Hailey Gates

Für die Reihe „Women’s Tales“ gibt das Modelabel Miu Miu regelmäßig Kurzfilme von namhaften oder aufstrebenden Regisseurinnen in Auftrag. Nach Agnès Varda, Naomi Kawase, Crystal Moselle oder Haifaa al-Mansour folgt dort nun das Regiedebüt von Schauspielerin und Model Hailey Gates, das mit Alia Shawkat in der Hauptrolle von einer Schauspielerin in einem irakischen Replikadorf in Kalifornien erzählt, in dem Soldaten für ihren Einsatz trainiert werden. Angstfrei nähert sich der Film Themen wie Islamophobie und der medialen Darstellung von Kriegen.

 

Blue von Apichatpong Weerasethakul

Für Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben wurde Apichatpong Weerasethakul 2010 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Immer wieder setzt er sich in seinen Filmen mit der Vergangenheit seines Heimatlandes Thailand ebenso wie mit Traumata und traumwandlerischen Realitäten auseinander. So auch in seinem 2018er Kurzfilm Blue, der über 12 Nächte in einem Wald in Thailand gedreht wurde und eine Frau zeigt, die nicht schlafen kann.

 

Outer Space von Peter Tscherkassky

Die Werke des österreichischen Avantgarde-Filmemachers Peter Tscherkassky sind im wahrsten Sinne des Wortes Handarbeit. Denn dafür arbeitet er ausschließlich mit analogem Filmmaterial, found footage, das er an einem alten Schneidetisch quasi mit Schere und Kleber neu zusammensetzt. Wie genau Tscherkassky diese Mammutarbeit vollführt, zeigt im Übrigen diese TV-Dokumentation sehr schön.

 

Éste es mi Reino von Carlos Reygadas

Der mexikanische Regisseur Carlos Reygadas (Nuestro Tiempo) lässt häufig autobiografische Erfahrungen in seine Filme einfließen. Inwieweit das in Éste es mi Reino der Fall ist, bleibt Spekulation. Der Kurzfilm aus dem Jahre 2010 war Teil des Episodenfilmprojekts Revolución, das sich aus zeitgenössischer Perspektive mit der Mexikanischen Revolution auseinandersetzt. In Reygadas‘ Episode trifft sich eine Gruppe Mexikaner und einige Freunde aus anderen Nationen auf dem Land, um gemeinsam ein Bankett abzuhalten.

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