Road to the Oscars 2018: Beste Regie - Die Nominierten

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Ein Beitrag von Jürgen Fauth

Was haben Stanley Kubrick, Spike Lee, Sofia Coppola und Orson Welles gemeinsam? Genau - keiner von ihnen hat je einen Oscar für die beste Regie gewonnen. Am Sonntag hat die Academy zum 90. Mal die Gelegenheit, die goldenen Statuette an die Falsche zu vergeben und einen Klassiker der Zukunft zu schmähen. Aber wer ist im Rennen, und wer wird gewinnen? 

Der Seidene Faden - Bild
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  • Dunkirk - Trailer (deutsch)

    Christopher Nolan, Nominiert für Dunkirk 

    Man kann die Nominierungen in der Kategorie Regie grob in zwei Gruppen unterteilen: die weißen Männer, die schon längst mal gewonnen haben könnten — und die beiden Newcomer, die mehr oder weniger überraschend auf der Liste stehen. 

    Nolan gehört ganz sicher in die erste Kategorie. Schließlich dreht er schon seit dem letzten Jahrtausend Filme und hat einige der größten und einfallsreichsten Blockbuster der jüngeren Hollywood-Geschichte gemacht. Trotzdem war er noch nie für einen Regie-Oscar nominiert. 

    Der Durchbruch ist Nolan mit Memento gelungen, einem intelligenten Thriller, der geschickt mit Zeit und Struktur spielt und ihm und seinem Bruder eine Oscar-Nominierung für das beste Drehbuch einbrachte. Obwohl die Budgets seitdem gewaltig angestiegen sind, blieben Nolans Filme stets ambitioniert. Seine gefeierte Batman-Trilogie (Batman Begins, The Dark Knight, The Dark Knight Rises) , Prestige, Interstellar und  Inception - stets zeichnen sich auch seine Großproduktionen durch vergleichsweise anspruchsvolle Drehbücher und souveräne Regie aus. 

    Sein Kriegsdrama Dunkirk, das auch für den besten Film nominiert ist, spielt ebenfalls gekonnt mit Struktur und Zeit. In seiner Kino-Zeit-Kritik schrieb Patrick Holzapfel:    

    Dunkirk ist in vielerlei Hinsicht mehr ein Nolan-Film als ein Kriegsfilm. Das heißt, dass alles äußerst präzise, fast klinisch hinarbeitet auf überwältigende, bisweilen bombastisch-sinnliche Erfahrungen und Spannung und darüber hinaus sehr wenig Perspektive auf den Krieg oder seine Figuren gelegt wird. Um was es geht, ist weitaus weniger wichtig, als dass es weitergeht.

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