Die 5 größten Filmüberraschungen 2018

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Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Wir haben 2018 natürlich nicht ausschließlich in den Kinos verbracht. Wir haben auch über Filme gelesen. Diese Debatten des Jahres wurden am heftigsten, am überraschendsten und am leidenschaftlichsten geführt:

Love, Simon/Roma/Touch Me Not
Love, Simon/Roma/Touch Me Not
  • Die Verlegerin/Love, Simon
    Die Verlegerin/Love, Simon

    Die subversive Kraft altbekannter Genre

    Nichts gegen Romantische Komödien und Journalistendramen. Es ist nur so: Filme beider Genres berufen sich zumeist auf ein recht eng gestecktes Set von Konventionen. Die klassische RomCom hat mit einem Happy Ending zu enden, in Journalistenfilmen sind die Kameramänner herausgefordert in möglichst unterschiedlichen Blickwinkeln sich beratende Menschen in sensationell unspektakulären Räumlichkeiten zu filmen. Ist oft schon hervorragend gelungen, muss man aber auch mögen.

    Umso erfreulicher, dass es einige Filme in diesem Jahr geschafft haben uns vor Augen zu führen welches subversive Potential in diesen Genres steckt. Nehmen wir zum Beispiel Steven Spielbergs Die Verlegerin mit den überlebensgroßen Meryl Streep und Tom Hanks in den Hauptrollen. Der Film erzählt davon, wie die Verlegerin der Washington Post in den 1970er darüber entscheiden musste die Pentagon Papers zu veröffentlichen. Ein sehr gegenwärtiger Film ist das geworden, weil er im Gegensatz zu zahlreichen seiner Vorgänger nicht nur ein Plädoyer für die Pressefreiheit ist, sondern zugleich auch die Emanzipationsgeschichte einer beeindruckenden Frau. Sie ist es, die in ihrem von Männern dominierten Geschäft letztlich die Entscheidung treffen muss. Und uns somit vor Augen führt, wie wichtig die Rolle der Presse gerade in politisch unsicheren Zeiten ist - im Vietnamkrieg sowie heute unter US-Präsident Trump.

    Ein ähnlich gelagerter Fall ist Greg-Berlantis Love, Simon, eine queere Mischung aus Coming-of-Age-RomCom und Highschoolkomödie. Der Film sei, so schrieb Beatrice Behn in ihrer Kritik, ganz und gar mittelmäßig und gerade darin ein Grund zur Freude: "Die Sache mit der Gleichberechtigung und Repräsentationspolitik im Kino ist doch die: Alle Menschen verdienen es, Filme zu bekommen, die sie repräsentieren. Und Love, Simon schenkt uns allen endlich eine schwule Liebesgeschichte im Highschool-Coming-of-Age-Gewand. Das ist eine kleine Revolution in sich. Denn hier haben wir erstmals einen Film, der kein Drama aus dem Schwulsein macht, sondern sich einfach um das grundsätzliche Drama einer schwulen Pubertät kümmert."

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