Specials: Cannes bei Arte: Das Programm 2022 im Überblick

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Christian Neffe

Es ist Tradition, dass der deutsch-französische Kultursender Arte parallel zu Festival Cannes mehrere Filme ins Programm aufnimmt, die dort in den vergangenen Jahren für Begeisterung sorgten. In 2022 machen sie da keine Ausnahme. Hier der Überblick über TV- und Streaming-Zeiten.

Vom Gießen des Zitronenbaums / Parasite / Little Joe
Leid und Herrlichkeit / Parasite / Little Joe
  • Western (2017) von Valeska Griseach

Worum geht’s? Eine Kleinstadt irgendwo in der Einöde. Eine Frau, die zwischen den beiden steht. Und dann die Frage nach der Dominanz. Wer wird gewinnen? Wer zieht schneller seinen Colt, wer klärt das Mächteringen zu seinen Gunsten und wer frisst am Ende Staub?
Aus unserer Kritik: „Valeska Grisebach lässt sich viel Zeit beim Erzählen dieser Geschichte. Die Montage ist oft assoziativ, aussparend und zeigt in Sprüngen einen losen Zusammenhang, der viel Platz lässt für Interpretationen. Langsam, ganz langsam entspinnt sich die Geschichte, die meinst bei Meinhard bleibt. So assoziativ die Bilder, so scharf aber die Beobachtung.“ — Beatrice Behn

  • Streaming: bis 14. Mai verfügbar

 

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Worum geht’s? Die junge und überaus begabte diplomierte Sophia lebt gemeinsam mit ihrem Bruder Karin in einer quasi symbiotischen Beziehung. Das ändert sich erst, als sich Karim in Eloïse verliebt, Sophias Gynäkologin.

  • Streaming: bis 7. Juni verfügbar

 

Worum geht’s? Eine gentechnisch manipulierte Pflanze scheint unheimliche Veränderungen bei Mensch und Tier hervorzurufen. Die Befallenen wirken fremd, wie ausgewechselt — vor allem für die, die ihnen nahe stehen. Oder ist das nur Einbildung?
Aus unserer Kritik: „Man ist sehr mit den körperlichen Reaktionen und dem stetigen Arbeiten gegen den eigenen Instinkt befasst, der mit der Subtilität und generellen leichten Entrückheit der filmischen Welt in Little Joe beschäftigt ist, so dass man erst nach Verlassen des Kinos bemerkt, dass Hausner hier auch Themen mitgibt, die einem erst später recht bewusst werden. Und die Themen sind groß.“ — Beatrice Behn

  • TV-Ausstrahlung: Mittwoch, 11. Mai um 20.15 Uhr
  • Streaming: vom 11. bis 17. Mai verfügbar

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Worum geht’s? Die Erde ist in eine neue Eiszeit gestürzt. Die wenigen Überlebenden fahren fortan in einem Zug umher, in dem strikte Klassentrennung herrscht: im vorderen Teil des Zuges genießen einige ein Luxusleben, während die Mehrheit im hinteren Teil in armen Verhältnissen lebt.
Aus unserer Kritik: „Dieser Zug ist wie ein extravaganter Weihnachtskalender, bei dem sich hinter jeder Tür eine neue Überraschung verbirgt, die umso pompöser ausfällt, je näher man sich dem letztendlichen Ziel annähert. Aber das Beste ist, dass am Ende alles ganz anders ist, als man die ganze Zeit über gedacht hat.“ — Gregor Torinus

  • TV-Ausstrahlung: Mittwoch, 11. Mai um 21.55 Uhr
  • Streaming: nicht verfügbar

 

Worum geht’s? Von Geburt an ist Oskar Matzerath ein Sonderling: Im Alter von drei Jahren beschließt er, von nun an nicht mehr zu wachsen — aus Protest gegen die Erwachsenenwelt. Stattdessen schlägt er mit Inbrunst die weiß-rote Kindertrommel, die ihm seine Mutter zum Geburtstag geschenkt hat.
Aus unserer Kritik: „Inhaltlich sowie in Bezug auf seine Rezeptionsgeschichte stellt Die Blechtrommel ein anregendes, provokantes und vor allem ganz hervorragend inszeniertes Zeugnis der deutschen Geschichte dar, das in seiner phantasievollen Fiktivität die schier unerträglich harten Realitäten treffend in ihrer absurden Ambivalenz transportiert.“ — Marie Anderson

  • TV-Ausstrahlung: Sonntag, 15. Mai um 20.15 Uhr
  • Streaming: nicht verfügbar

 

Worum geht’s? Als Ki-woo einen Posten als Nachhilfelehrer bei den reichen Parks bekommt, sorgt er dafür, dass seine Eltern und seine Schwester ebenfalls eingestellt werden. Die Familie profitiert vom luxuriösen Lebensstil der Parks, doch dann stoßen sie auf ein dunkles Geheimnis.
Aus unserer Kritik:Parasite zeigt abermals in sehr ausgefeilter Art, dass Bong Joon-ho ein wirklich gutes Händchen dafür hat, klassisches Autorenkino mit Genrefilmen zu paaren, um daraus beißende Sozialkritik entstehen zu lassen, die einen oftmals plötzlich und unvermittelt mitten ins Gesicht schlägt. Er ist der Meister des Lachens, das einem alsbald im Halse stecken bleibt, so bitterböse entwickeln sich aus seinen lustigen Momenten dann tiefgreifende Schicksale.“ — Beatrice Behn

  • TV-Ausstrahlung: Sonntag, 15. Mai um 22.30 Uhr
  • Streaming: vom 15. bis 21. Mai verfügbar

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  • Mustang (2015) von Deniz Gamze Ergüven

Worum geht’s? Die freiheitsliebenden Schwestern Lale, Nur, Ece, Selma und Sonay leben seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel in der türkischen Provinz. Eines Tages gehen sie nach der Schule mit ein paar männlichen Klassenkameraden ans Meer, um unschuldig herumzualbern. In ihrem Dorf verursacht dies einen Skandal.
Aus unserer Kritik: „Es ist jedoch weniger die Geschichte als vielmehr die Inszenierung, durch die Denize Ergüvens Debüt besticht. Die vorhersehbaren Schicksale werden mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit inszeniert, die insbesondere für die enge Verbundenheit der Schwestern betörende Bilder findet.“ — Sonja Hartl

  • TV-Ausstrahlung: Montag, 16. Mai um 20.15 Uhr
  • Streaming: vom 16. Mai bis 14. Juni verfügbar

 

  • Elle (2016) von Paul Verhoeven

Worum geht’s? Ihren Erfolg verdankt die Geschäftsfrau Michèle Leblanc ihrer unterkühlten, rücksichtslosen Art. Mit der scheinbar gleichen kühlen Berechnung reagiert Michèle, als sie in ihrem Haus überfallen und brutal vergewaltigt wird. Sie geht nicht zur Polizei, sondern beschließt, den Täter auf eigene Faust aufzuspüren.
Aus unserer Kritik: „Mehr als ein Thriller ist Elle eine boshafte Gesellschaftskomödie, die um eine wahr gewordene Vergewaltigungsfantasie herum gedeiht und blüht. Verhoeven erfüllt die Traditionen des bourgeoisen französischen Lustspiels mitsamt Affären, Verwechslungen und Verlogenheiten, und kombiniert sie mit dem Rape-Revenge-Motiv zu etwas faszinierend Neuem.“ — Magdalena Miedl

  • TV-Ausstrahlung: Montag, 16. Mai um 21.45 Uhr
  • Streaming: vom 16. bis 22. Mai verfügbar

 

Worum geht’s? Der palästinensische Filmemacher Elai Suleiman bzw. dessen filmisches Alter ego irrt durch die Absurditäten des Alltags und treibt durch die Welt als stiller Beobachter in Stile eines Jacques Tati oder Buster Keaton.
Aus unserer Kritik: „Einen Stummfilm voller Komik, Absurdität und Gedankentiefe über den Zustand der Welt im Allgemeinen, Palästinas im Besondern und ihm als Beobachter und staunendem Zuschauer dieser Konstellationen.“ — Joachim Kurz

  • TV-Ausstrahlung: Mittwoch, 18. Mai um 20.15 Uhr
  • Streaming: vom 17. bis 24. Mai verfügbar

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  • 120 BPM (2017) von Robin Campillo

Worum geht’s? Die Gruppe ACT UP forderte die Pariser Regierung in den frühen 1990er-Jahren zur Handlung gegen die AIDS-Epidemie auf. Auch die Pharmaindustrie wurde zum Handeln aufgefordert. Doch das reichte noch nicht.
Aus unserer Kritik: „Der Film demonstriert auf diese Weise konsequent, dass der damals noch hoffnungslose Kampf gegen AIDS für das Individuum letztlich nicht mit spektakulären Guerilla-Aktionen endet, sondern in der privaten Konfrontation mit dem eigenen, sterbenden Körper.“ — Andreas Köhnemann

  • TV-Ausstrahlung: Mittwoch, 18. Mai um 21.50 Uhr
  • Streaming: vom 18. bis 21. Mai verfügbar

 

Worum geht’s? Der Film basiert auf dem Leben von Tommaso Buscetta, dem „Boss der zwei Welten“, der im Sizilien der 1980er Jahre der erste Informant gegen die Cosa Nostra war und später zum Kronzeugen in den großen Prozessen der 1980er und 1990er Jahre wurde.
Aus unserer Kritik: „Der Film erzählt streng chronologisch und nur von gelegentlichen Flashbacks und Halluzinationen durchbrochen von Buscettas Wandel vom loyalen Gefolgsmann zum Kronzeugen gegen die Corleonesi und ihre Verbündeten, lässt dabei aber ein wenig unter den Tisch fallen, dass es neben anderen Motiven auch die schiere Verzweiflung war, die Buscetta und andere Mitglieder der unterlegenen Seite zum Auspacken bewegte.“ — Joachim Kurz

  • TV-Ausstrahlung: Sonntag, 22. Mai um 20.15 Uhr
  • Streaming: vom 21. bis 28. Mai verfügbar

 

Worum geht’s? Qiao liebt Bin, einen Kleingangster. Während eines Kampfes zwischen rivalisierenden Banden greift sie zur Waffe und schießt, um ihn zu beschützen — eine Tat, für die sie schließlich zu fünf Jahren Haft verurteilt wird. Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis macht sie sich auf die Suche nach Bin.
Aus unserer Kritik: „Das Werk wandelt sich zu einem masochistisch-melancholischen Film, in dem vor allem Qiao, aber auch Bin noch durch viele weitere Jahre leiden und büßen müssen. Doch es ist vor allem die Figur der Qiao, die hier viel verliert, denn sie ergibt sich, eigentlich ganz klassisch wie in den „Weepies“ der 1950er Jahre, in ihre Rolle der Büßenden.“ — Beatrice Behn

  • TV-Ausstrahlung: Montag, 23. Mai um 21.50 Uhr
  • Streaming: vom 16. Mai bis 21. Juni verfügbar

 

Worum geht’s? Hongkong 1962: Der ambitionierte Zeitungsredakteur Chow (Tony Leung) und die scheue Sekretärin Li-zhen (Maggie Cheung) gehören zu den zahlreichen Immigranten, die nach der Eroberung Shanghais in die britische Kronkolonie geflüchtet sind.
Aus unserer Kritik: „Im Gegensatz zu seinen vorherigen Filmen erzählt Wong Kar-Wai in In the Mood for Love eine nahezu klassische Liebesgeschichte mit traurigem Ausgang, kein wildes Formenexperiment mit hektischer Kamera, sondern ein nostalgischer Traum, der den Zuschauer einhüllt, umfließt und wie mitnimmt auf eine Reise in ästhetische Welten und große Gefühle.“

  • TV-Ausstrahlung: Mittwoch, 25. Mai um 22.10 Uhr
  • Streaming: vom 25. Mai bis 23. Juni verfügbar

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