Filmgeschichte(n): Rauchen verboten an Bord der Enterprise

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Filmgeschichte(n)

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Die Star-Trek-Pilotfolge "The Cage"
Die Star-Trek-Pilotfolge "The Cage"

Wahre Trekkies wissen das natürlich, keine Frage. Wer aber nicht jeden neuen Morgen mit dem Vulkanischen Gruß beginnt, dem ist vielleicht neu, dass vor rund 55 Jahren die erste Pilotfolge von Star Trek fertiggestellt wurde. Nur dauerte es abgesehen von einer Vorpremiere auf der World Convention noch bis in die späten 1980er Jahre, bis die Öffentlichkeit die Folge in ihrer ursprünglichen Form zu sehen bekam.

Nicht wenige jüngere Zuschauer waren im vergangenen März verwirrt, als die achte Episode der zweiten Staffel von Star Trek: Discovery ungewöhnlich begann: mit einer Montage im Retrolook nämlich. Fans der ersten Stunde hingegen erkannten sofort die Aufnahmen aus The Cage. In dem Einstünder aus dem Jahr 1964 gerät die USS Enterprise unter dem Kommando von Captain Christopher Pike (damals Jeffrey Hunter, heute Anson Mount) in einen Hinterhalt der Talosianer, die planen eine neue Menschenrasse heranzuzüchten, die sie versklaven können.

 

The Cage wurde ab 1964 nach einem Drehbuch von Gene Roddenberry und unter der Regie von Robert Butler als Pilotepisode der Star-Trek-Serie Raumschiff Enterprise produziert und 1965 in einer 78-minütigen Fassung auf der World Convention in Cleveland präsentiert. Zum Verhängnis wurde der Folge die Reaktion des Senders NBC, die sich ausführlich in den Biografien von William Shatner und Gene Roddenberry nachlesen lässt: Zu intellektuell, zu langsam, zu wenig Action, lautete das Urteil. Dass der Erste Offizier an Bord eine Frau war (Roddenberrys spätere Ehefrau Majel Barrett in der Rolle der Nummer Eins) sorgte außerdem für Irritationen und mit der als „satanisch“ bezeichneten Figur des Spock (Leonard Nimoy) konnte man schon gleich gar nichts anfangen. Nicht einmal rauchen durften die Figuren an Bord der Enterprise — dabei war Zigarettenwerbung eine der großen Einnahmequellen des US-Fernsehens.

NBC beauftragte Roddenberry mit der Produktion einer neuen Pilotepisode (so entstand Die Spitze des Eisbergs mit einem gewissen Captain Kirk im Mittelpunkt). Diverse Figuren und Besetzungen wurden ausgetauscht (Majel Barrett etwa bekam lediglich eine kleine Rolle als Krankenschwester), die Uniformen und Setdesigns noch einmal überarbeitet und The Cage verschwand erst einmal im Giftschrank. Lediglich einzelne Szenen wurden als Rückblenden in die Doppelfolge Talos IV — Tabu in Raumschiff Enterprise eingebaut.

 

In den folgenden Jahren kursierten lediglich schwarzweiße Arbeitskopien der ursprünglichen Pilotepisode — die Originalaufnahmen in Farbe galten lange als verschollen. Erst im November 1988 war es soweit: Paramount strahlte ein TV-Special namens The Star Trek Saga: From One Generation to the Next mit Patrick Stewart als Moderator aus. Darin enthalten: The Cage. Erstmals in Farbe in einer immerhin noch 64-minütigen Schnittfassung und mit kurzer Einleitung von Gene Roddenberry himself.

Wer bislang nur die jüngeren Star-Trek-Serien und -Filme kennt, dem sei an dieser Stelle ein Abstecher zu Netflix empfohlen. Dort stehen die kompletten drei Staffeln der bahnbrechenden Originalserie Raumschiff Enterprise inklusive der ursprünglichen Pilotfolge The Cage zum Streamen bereit.

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