Utøya 22. Juli

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Ein Beitrag von Andreas Köhnemann

Utøya 22. Juli (2018) - Trailer (deutsch)

Erik Poppes Drama Utøya, 22. Juli befasst sich mit dem rechtsextremistischen Attentat, das am titelgebenden Tag des Jahres 2011 auf der Insel Utøya verübt wurde und 69 Todesopfer forderte. Im Zentrum stehen die Jugendlichen, die auf der Insel ein  Sommercamp besuchen.

Um dem Täter die Bühne zu nehmen, stellt Regisseur Erik Poppe die Opfer in den Mittelpunkt seines Spielfilms. Konsequent aus ihrer Sicht inszeniert, gelingt ihm eine atemlose Rekonstruktion des Geschehens von ergreifender Wucht. Utøya, 22. Juli bleibt ganz nah bei seiner Hauptfigur Kaja – grandios verkörpert von Nachwuchstalent Andrea Berntzen, deren intensives Spiel uns in den Bann zieht und nicht mehr loslässt. Ein Film gegen das Vergessen und die Sprachlosigkeit.

Das Werk, das aus einer einzigen langen Einstellung besteht, feierte seine Premiere im Februar auf der diesjährigen Berlinale. Wir haben es dort als aufwühlendes Erlebnis empfunden:

"Mit Kaja läuft man durch den Wald, versteckt sich, sucht ihre Schwester, hilft einem Jungen und bleibt bei einem verletzten Mädchen. Mit ihr wächst die Panik, immer wieder sieht man jemanden durch den Wald laufen und weiß nicht, ob es der Täter ist oder einer der Jugendlichen. Hier ist man ähnlich ratlos und gefangen, hier wartet man ebenso sehnsüchtig auf Rettung von außen – und ist dem Schrecken und herzzerreißenden Momenten ausgeliefert."

Am 20.09.2018 wird der Film in die deutschen Kinos kommen. Wir präsentieren euch heute exklusiv den Trailer.

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Utøya 22. Juli - Filmplakat
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Meinungen
Robin · 04.08.2018

Wie im Trailer zu sehen ist, dauerte der Anschlag auf der Insel ganze 72 Minuten... 72 Minuten die man im Film 1:1 transportieren. Er fängt recht unbeschwert an, doch schon nach recht kurzer Zeit beginnt die Beklemmung, die Angst, die Verzweiflung während im Hintergrund immer wieder Schüsse fallen. Mal nahe, mal fern. Doch sie haben stets die selbe Wirkung... Pure Angst die selbst den Kinozuschauer in den Sitz pressen.
Junge Menschen die um ihr Leben rennen, junge Menschen die regungslos auf den Boden oder im Wasser liegen, junge Menschen die vor den Augen anderer sterben. Man fühlt sich hilflos. Es lässt sich kaum in Worte fassen, was auf UTØYA passiert ist, der Film zeigt aber in vollster Bodenständigkeit und schonungslos einen unfassbaren Anschlag.

Es war ein sehr komisches Gefühl nach dem Berlinale-Screening den Saal zu verlassen und es herrschte eine sehr ruhige Stimmung. Mich hat dieses traurige Ereignis damals sehr bewegt als es durch die Medien ging und der Film war für mich ein Weg, diesen Wahnsinn etwas begreifbarer zu machen. Doch all die Trauer bleibt, genau sowie das Unverständnis dieser Tat.

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