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Ein Beitrag von Rochus Wolff

Luca - Trailer (deutsch)

Ah, Italien! Welchen besseren Ort für eine Sommergeschichte sollte es geben als eine Kleinstadt an der ligurischen Küste, aufsteigende Häuser und Gassen direkt zwischen Ozean und Gebirge, wie abgeschnitten von der Außenwelt – wäre da nicht die eine Eisenbahnlinie, die durch zahllose Tunnel direkt am Meer entlang von hier nach Genua führt.

Wer schon einmal das Glück hatte, diese „Italienische Riviera“ zu erleben, fühlt sich in Luca sofort zu Hause, denn das Fischerdorf Portorosso mit seiner zentralen Piazza direkt am Meer, den steilen Straßen, mit unglaublich appetitlich aussehenden Pastagerichten und natürlich Gelato, sieht genau so aus, wie man sich verklärend an die Urlaubsorte der Cinque Terre erinnert. Zudem zurückversetzt in ein nicht weniger idealisiertes Italien der Nachkriegszeit, nirgendwo ein Auto, dafür aber Vespas. Vespas!

In dieser Welt also treffen Luca und Alberto in dem kleinen Städtchen ein, sie wollen eine Vespa kaufen, um damit in der Welt herumzureisen. Das Geld soll ihnen der „Portorosso Cup“ bringen, eine Art italienischer Dreikampf: Schwimmen, Radfahren, Pasta essen. Dummerweise gibt es den Dorfangeber Ercole, der das Rennen bereits fünfmal gewonnen hat – die zwei Jungs tun sich deshalb mit Giulia zusammen, die seit Jahren versucht, Ercole vom Siegertreppchen zu stoßen.

Für Pixar hat Regisseur Enrico Casarosa einen kleinen, eigentlich einfachen Sommerfilm gemacht, in dem alles einfach wunderbar aussieht, die Farben strahlen, das Wasser schäumt, die italienischen Schlager glücklich machen. Die Figuren sind sanft comichaft überzeichnet, die Themen nicht zu metaphysisch aufgeladen. Das ist eine Erholung nach den so be- bis überladenen Filmen wie Soul und selbst schon Onward: Keine halben Sachen.

Aber auch hier geht es noch um mehr, um Fremdheit und Akzeptanz, um Selbstbehauptung und Selbstfindung. Luca und Alberto sind „Seemonster“, wie sie von den „Landmonstern“ genannt werden, bei Kontakt mit Wasser bekommen sie Schuppen, Schwimmhäute, Flossen und einen eleganten Schwanz – das darf aber in Portorosso niemand wissen, wo man stets auf der Jagd nach diesen angeblich so gefährlichen Monstren ist. Luca hingegen hat von seinen Eltern eingebläut bekommen, niemals an die Oberfläche zu gehen – und soll nun, weil er zu neugierig ist, zu seinem Onkel in die Tiefsee geschickt werden, wo es nichts gibt außer lecker Walkadaver.

Es spricht für Casarosa, dass er diese Geschichte schlicht hält – letztlich geht es um Freundschaft und Liebe und darum, wie wenig wir uns unterscheiden, egal ob mit oder ohne Flossen. Die stetige Gefahr durch Wasser enttarnt zu werden, sorgt dabei sowohl für Spannung als auch für große Situationskomik – und die bemerkenswerte Giulia sowie ihr so brummiger wie liebender Vater Massimo gehören zu den schönsten, liebevollst gezeichneten Figuren, die Pixar in den letzten Jahren hervorgebracht hat.


FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren

Exklusiv bei Disney+ in der Flatrate enthalten.

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