Empfehlungen: Streaming-Tipp des Tages für Kinder: The Lego Batman Movie

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Streaming-Tipps

Ein Beitrag von Rochus Wolff

The Lego Batman Movie - Trailer 4 (deutsch)

Wenn der von mir am Freitag empfohlene Batman hält die Welt in Atem den Anfang, vielleicht gar Prolog des Superheld_innen-Kinos darstellt, dann steht The Lego Batman Movie an einem ganz anderen Punkt der Diskussion: kein Endpunkt, sondern so sehr Parodie wie Fortsetzung, Kommentar und popkulturelle Einordnung. Und zugleich trifft er sich mit Leslie H. Martinsons Quatsch an dem Punkt, an dem man die ganze Super-Sache einfach nicht so ernst nehmen kann und will.

Batman, bekannt als sehr, sehr, sehr von sich überzeugter hypermaskuliner Held aus dem überraschend großartigen The Lego Movie, muss regelmäßig seine Heimatstadt Gotham City vor diversen Comic-Bösewichtern retten. Aktuell ist es wieder einmal der Joker, der die Stadt in die völlige Zerstörung sprengen will – unter Einsatz all seiner Kräfte und Technologien und unter größtmöglicher Zerstörung von Eigentum kann das aber verhindert werden. Anschließend fährt der Superheld von einer spontanen Jubelfeier heim in seine geheime Bat-Höhle… und macht sich ganz allein ein wenig Hummer Thermidor in der Mikrowelle warm.

Überhaupt: allein. Außer seinem Butler Alfred hat Batman alias Bruce Wayne eigentlich niemanden, und statt sich seinen Gefühlen zu stellen, beschwört er lieber seine Pflichten als Retter von Gotham und den großen Gestus des einsamen Helden. Nur will Gothams äußerst attraktive neue Polizeichefin lieber ordentliche Polizeiarbeit ohne Superheld, und dann ist da dieses Waisenkind, das Bruce Wayne quasi versehentlich adoptiert hat, und… vielleicht ist es doch nicht so gut, immer allein zu sein?

Ohne das Wort je in den Mund zu nehmen, wird Chris McKays Film zu einer (freilich immer oberflächlichen) Diskussion von toxischer Männlichkeit und lässt dabei die Luft aus der stets etwas aufgeblasenen Ernsthaftigkeit der DC-Superheldenfilme (Wonder Woman sei hier mal ausgenommen). Zugleich bewirft der Film seine Zuschauer_innen mit mehr popkulturellen Anspielungen, Metakommentaren („Schwarz. Alle wichtigen Filme beginnen mit einem schwarzen Bild.“), Wortspielen und bekloppten Ideen, als man im Alter von mehr als sechzehn Jahren noch gleichzeitig verarbeiten kann.

Schon allein deshalb wird manchen Eltern der Film zu laut und zu wild erscheinen, während er dem jüngere Publikum einfach wild, aber nie ungeordnet Ideen und Komik rechts und links um die Ohren haut. Und weil der Film wirklich, wirklich clever und sich seiner eigenen Popkulturgeschichte sehr bewusst ist, kommt  Batman hält die Welt in Atem gleich mehrfach drin vor. Ein Grund mehr, den Klassiker vorher anzusehen – so bekommen die Kinder gleich noch etwas mehr Filmkulturgeschichte zum Hummer Thermidor dazu serviert.

FSK 6, empfohlen ab 11 Jahren

Bei Netflix in der Flatrate enthalten, auf zahlreichen Plattformen als VoD verfügbar.

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