Two Words: Inclusion Rider

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Andreas Köhnemann

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri von Martin McDonagh
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri von Martin McDonagh

Als Frances McDormand am 04.03.2018 im Dolby Theatre in Los Angeles mit dem zweiten Oscar ihrer Schauspielkarriere als beste Hauptdarstellerin in der tiefschwarzen Tragikomödie Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ausgezeichnet wurde und sich in ihrer Dankesrede mit allen weiblichen Nominierten solidarisierte, erhielt sie zu Recht lebhaften Beifall.

Dann gab uns McDormand noch zwei Worte mit auf den Weg, die gewiss bei vielen ein großes Fragezeichen hervorriefen: "Inclusion Rider!"

Was hat es damit auf sich? In den Tagen nach der Verleihung gaben etliche Artikel Auskunft darüber, so etwa bei SpiegelOnline oder beim Guardian. Es handelt sich um eine Vertragsklausel, mit welcher sich Schauspielerinnen eine gewisse Diversität in der Besetzung von Cast und Crew einer Produktion zusichern lassen können. Geprägt wurde der Terminus in einem TED-Talk 2016 von Stacy Smith, Gründerin der Annenberg Inclusion Initiative der University of Southern California.

Die Klausel solle bewirken, dass Frauen, People of Colour, LGBTs sowie Menschen mit Behinderung in filmischen Werken angemessen repräsentiert würden. Hinter den Kulissen der Oscar-Show erläuterte McDormand, dass sie selbst erst kürzlich - nach 35 Jahren im Filmbusiness - von diesem Konzept gehört habe. Sie versprach:

"We aren’t going back." (Wir werden keinen Schritt mehr zurück machen)

Unser Darling der Woche ist deshalb der Inclusion Rider - da er eine Möglichkeit ist, Filme besser, diverser, ehrlicher, authentischer und für eine größere Anzahl von Menschen interessanter und identifikationstauglicher zu machen.

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