Darling der Woche: Schräger die Glocken nie klangen

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Christian Neffe

Ein paar interessante Alternativen zu den üblichen Weihnachts-Ohrwürmern — natürlich speziell zugeschnitten auf Cineasten.

Weihnachtsalben für Cineasten von William Shatner, Christopher Lee, John Travolta und Star Wars
Weihnachtsalben für Cineasten von William Shatner, Christopher Lee, John Travolta und Star Wars

Hach, Weihnachten. Die Zeit des Shopping-Stresses, des Glitzer-Grauens, der überteuerten alkoholischen Heißgetränke — und der bohrenden Ohrwürmer. „Last Christmas I gave you my heart…“ Wer ist da nicht sofort in Jahresendstimmung, wenn George Michaels zarte Stimme zwei Mal stündlich aus dem Radio säuselt und, wie bereits seit mehr als 35 Jahren, über seine verflossene Liebe klagt? Eben.

Ein wenig musikalische Abwechslung wäre trotzdem wünschenswert? Nun gut, das lässt sich einrichten. Als Kino- und Filmseite sind wir zwar nicht darauf spezialisiert, können jedoch mit ein paar akustischen Kuriositäten für cinephile Ohren dienen. Denn natürlich haben sich etliche Filmschaffende im Laufe ihrer Karriere auch musikalisch verwirklicht (oder es zumindest versucht). Dabei ist auch das ein oder andere weihnachtliche Gesangsstück entstanden. Wie präsentieren einige der kuriosesten Exemplare.

William Shatner: “Shatner Claus“

Für alle Trekkies hatte William „Captain James T. Kirk“ Shatner im vergangenen Jahr etwas ganz Spezielles im Gepäck: Shatner Claus heißt sein 2018 veröffentlichtes Weihnachtsalbum, das mit Neuauflagen 14 bekannter Adventslieder aufwartet. Darunter Klassiker wie „Feliz Navidad“, „Winter Wonderland“ und natürlich „Jingle Bells“ in einer konventionellen wie auch in einer Punk-Rock-Version. Wobei „konventionell“ im Bezug auf dieses Album kein treffendes Attribut ist: Es genügt bereits eine kurze Hörprobe um zu verstehen, warum es Shatner trotz mehrfacher Versuche — seit 1968 veröffentlichte er ein halbes Dutzend Alben - im Musikgeschäft nie zu großem Erfolg brachte. Hier von „Gesang“ zu sprechen, gleicht Blasphemie. Nichtsdestotrotz (oder gerade deswegen) ist Shatner Claus aber hochgradig unterhaltsam.

Christopher Lee: „A Heavy Metal Christmas“

Von einem ausgebildeten Opernsänger wie Christopher Lee darf man da schon etwas mehr erwarten. Statt jedoch Arien zu schmettern, entschied sich Lee bei seinen Interpretationen von “Drummer Boy“ und „Jingle Bells“ (a.k.a. „Jingle Hells“) für ein musikalisches Genre, dem er schon länger zugetan war: Heavy Metal. Entsprechend laut und aggressiv klingen die Songs auf der 2012 erschienenen EP A Heavy Metal Christmas. Kurios, aber pures Gold.

John Waters: „A John Waters Christmas“

Kultfilm-Regisseur John Waters (Hairspray, Pink Flamingos) veröffentlichte 2010 eine Sammlung kurioser Weihnachtssongs, die er schlicht A John Waters Christmas nannte. Die darauf vertretenen Künstler sind (bis auf Alvin and the Chipmunks) hierzulande eher unbekannt, haben aber gemein, dass sie das Thema Weihnachten weniger ernst angehen, als viele ihrer Zeitgenossen. Songtitel wie „Here comes Fatty Claus“ und „Santa Claus is a Black Man“ sprechen jedenfalls für sich. Eine wunderbar absurde Sammlung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Olivia Newton-John & John Travolta: „This Christmas“

Deutlich konventioneller gingen Olivia Newton-John und John Travolta ihr gemeinsames Weihnachtsalbum anno 2012 an. Die LP This Christmas — ihre erste künstlerische Zusammenarbeit seit fast 30 Jahren (Zwei vom gleichen Schlag, 1983) — vereint zwölf Neuauflagen altbekannter Klassiker sowie die neue Komposition „I Think You Might Like It“, zu der ein geradezu absurde schlechtes Musikvideo entstand. In Summe eher langweilig und spießig, aber für Travolta-Fans natürlich ein Muss. 

Star Wars: „Christmas in the Stars“

Zum Schluss noch etwas, das alte Wunden aufreißen könnte. Star-Wars-Fans versuchen ja gern, das berüchtigte Holiday Special von 1978 zu verdrängen oder zumindest zu verschweigen. Zwei Jahre danach ging es mit der Weihnachts-Verwertung der Marke jedoch weiter: Ein Weihnachtsalbum mit dem Titel Christmas in the Stars erschien. Instrumental war das weitestgehend konventionell, die Texte drehten sich allerdings etwa um eine Droiden-Spielzeug-Fabrik. Musikhistorisch ist Christmas in the Stars jedoch eine interessante Fußnote, enthält es doch die erste professionelle Studioaufnahme eines gewissen Jon Bon Jovi, der sich im Titel „R2-D2 We Wish You a Merry Christmas“ verewigte.

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