Darling der Woche: No Budget? No Problem! Alex Proyas' Mystery Clock Cinema

Übersicht: NewsAktuellesFundstückeIn MemoriamVerlosungThemenFeaturesKommentarSpecialsInterviewsKolumnenVideo on DemandFilmgeschichte(n)OscarsKultur-WMJahresrückblickEmpfehlungenExklusivtrailer & ClipsTV-TippsStreaming-TippsBücherTrailer des TagesHartl & BehnKinotipp der WocheTrailerschauDarling der WocheFestivalsBerlinaleBerlinale 2019Berlinale 2018Berlinale 2017Berlinale 2016Berlinale 2015Berlinale 2014Berlinale 2013Berlinale 2012CannesCannes 2019Cannes 2018Cannes 2017Cannes 2016Cannes 2015Cannes 2014Cannes 2013Cannes 2012Cannes 2011DiagonaleDiagonale 2018Diagonale 2017Diagonale 2016Fantasy Film FestFantasy Film Fest 2019Fantasy Film Fest 2018Filmfest HamburgFilmfest Hamburg 2019Filmfest Hamburg 2015Filmfest Hamburg 2014Filmfest Hamburg 2013Filmfest OldenburgFilmfest Oldenburg 2019Int. Hofer FilmtageHofer Filmtage 2016Hofer Filmtage 2017DOK LeipzigDOK Leipzig 2013Locarno Film FestivalLocarno 2019Locarno 2018Locarno 2017Locarno 2016Locarno 2015Locarno 2014Locarno 2013London Film FestivalFilmfestival Max-Ophüls-PreisMax Ophüls Preis 2017Max Ophüls Preis 2016Filmfest MünchenFilmfest München 2019Filmfest München 2018Filmfest München 2017Filmfest München 2016Filmfest München 2015Filmfest München 2014Filmfest München 2013Nordische Filmtage LübeckInt. Filmfestival RotterdamRotterdam 2018Rotterdam 2016Rotterdam 2015San Sebastian Film FestivalSan Sebastian 2018San Sebastian 2017San Sebastian 2016San Sebastian 2014San Sebastian 2013Sitges Film FestivalSitges 2018Sitges 2016Sitges 2014ViennaleViennale 2019Viennale 2017Viennale 2016Viennale 2015Viennale 2014Int. Filmfestspiele VenedigVenedig 2019Venedig 2018Venedig 2017Venedig 2016Venedig 2015
zurück zur Übersicht
Darling der Woche

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Alex Proyas' YouTube-Kanal Mystery Clock Cinema
Alex Proyas' YouTube-Kanal Mystery Clock Cinema

Nach Hollywoodfilmen mit Budgets von mehr als 100 Millionen US-Dollar hat Alex‘ Proyas seinen neuen Kurzfilm Phobos unabhängig gedreht und exklusiv auf YouTube veröffentlicht. Ist das nun Fortschritt? Absolut, findet Proyas. Die Gründe dafür: Gedreht werden kann spontan, in einem kleinen Team, ohne viel Geld, dafür mit voller kreativer Freiheit ohne die Einmischung eines Studios. Gezeigt wird der Film schließlich einem interessierten, intelligenten Publikum, das direkt Feedback geben und in das Gespräch einsteigen kann. Alles eine Frage der Perspektive.

 

Der 1963 in Ägypten geborene Alex Proyas ist Regisseur von Filmen wie I, Robot, The Crow oder Dark City. Zuletzt brachte er den bombastisch gefloppten Fantasyfilm Gods of Egypt in die Kinos. Das war 2016. Im Anschluss ließen die neuen IMDb-Einträge auf sich warten. Dafür ist es seither nicht das erste Mal, dass sich der Filmemacher mit Hollywood anlegt. 2017 versuchte er etwa ein Remake seines Films The Crow zu stoppen, weil es dem Andenken des bei den Dreharbeiten zu Tode gekommenen Brandon Lee schade.

Doch Proyas hat noch andere Vorbehalte gegenüber Hollywood. Kaum jemand erzähle dort noch seine eigenen Geschichten, geschweige denn Neue, Riskante, findet Proyas, und macht diesen Vorwurf zum Markenkern seines eigenen YouTube-Kanals. „Hollywood is Doomed“, ist eines seiner ersten Teaservideos dort überschrieben.

 

Mit dem Kanal namens Mystery Clock Cinema erreicht Proyas vielleicht noch nicht die Zuschauerzahlen seiner größten Blockbuster, ein Aussage über die Qualität ist das aber glücklicherweise nicht. Via YouTube teilt Proyas seine frühen und aktuelle Kurzfilme und ausführliche Masterclasses darüber, wie man an Hollywood vorbei Filme macht — Guerilla-Style. Von Lektionen zum Ansammeln von Inspiration über Budget-Fragen bis hin zu Kameratipps gibt er dort sein reichhaltiges Wissen weiter und tritt damit in die Fußstapfen von Werner Herzog, der den Studenten seiner Rogue Film School ebenfalls keine Filmtheorie vermittelt, sondern ihnen lieber beibringt wie man glaubhaft Drehgenehmigungen fälscht (hier übrigens seine Lektüreliste). 

Wir können dieser Unabhängigkeit nur gratulieren. Schließlich ist das doch der große Vorteil der Digitalisierung. Wenn sie uns schon weitgehend um den Genuss echter 35mm-Projektionen bringt, soll sie wenigstens Filmemacher_Innen aller Altersklassen, Schichten und Herkunftsländer dazu ermächtigen die Geschichten zu erzählen, die sie erzählen wollen und müssen. Einfach die Kamera in die Hand nehmen — und los!

1 / 0
Tags
Bild zu Promising Young Woman von Emerald Fennell
Promising Young Woman von Emerald Fennell - Filmbild 1
Trailer des Tages

Promising Young Woman

Cassie (Carey Mulligan), eine vielversprechende junge Frau, die durch einen Vorfall in ihrer [...]
Die Wikinger von Richard Fleischer
Die Wikinger von Richard Fleischer
TV-Tipps

Die TV-Schau: 9.12.2019 bis 15.12.2019

Falk Straub hat sich durch das Fernsehprogramm der aktuellen Woche gewühlt und die besten [...]
Streaming Empfehlungen Dezemeber 2019 Montage: Marriage Story / The Aeronauts / Tangerine
Marriage Story / The Aeronauts / Tangerine
Streaming-Tipps

Streaming-Empfehlungen für Dezember 2019

MUBI bringt uns zur Weihnachtszeit Charlie Chaplin ins Heimkino, Netflix bricht uns mit einem [...]

Kommentare

Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.