Darling der Woche: Nicht nur Schauspielerinnen!

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Frauen in der Stummfilmära waren nicht nur Schauspielerinnen, sondern Regisseurinnen, Autorinnen, Kamerafrauen, Cutterinnen und vieles mehr. Das beweist das Women Film Pioneers Project eindrucksvoll — und genau deshalb ist es unser Darling der Woche.

Alice Guy-Blaché - Portrait
Alice Guy-Blaché - Portrait

Frauen in der Stummfilmzeit. Unter dem Stichwort fallen einem spontan meist nur eine Handvoll Namen ein: Lillian Gish, Mary Pickford, Anna May Wong. Nun, es gibt eine Website, die da einige Namen zu ergänzen hat. Sie begrüßt einen mit folgendem Statement:

„Women Film Pioneers Project features silent-era producers, directors, co-directors, scenario writers, scenario editors, camera operators, title writers, editors, costume designers, exhibitors, and more to make the point that they were not just actresses.“

Frauen arbeiteten bereits zu Stummfilmzeiten in allen nur möglichen Positionen vor und hinter der Kamera — und das auch außerhalb der USA. In der Filmgeschichtsschreibung wurden sie trotzdem oft marginalisiert. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Regisseurin Alice Guy-Blaché, deren Werk erst in den letzten Jahren die Lorbeeren zugesprochen werden, die ihm gebühren (einen guten Einstieg in das Thema bietet der Dokumentarfilm Be Natural: The Untold Story Of Alice Guy-Blaché). 

The Nile Baker Estate - Gemeinfrei
The Nile Baker Estate — Gemeinfrei

Das Women Film Pioneers Project der Columbia University hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen zu den Filmpionierinnen der Stummfilmzeit zu sammeln und frei zugänglich zu machen. 1993 als mehrteilige Printpublikation angedacht, startete es letztlich 2013 als Online-Ressource. Historiker_Innen und Aktivist_Innen, Kurator_Innen, Professor_Innen, aber auch Studierende haben dort bisher über 265 Filmpionierinnen geschrieben.

Wo hat man etwa schon einmal ausführlich über Tazuko Sakane gelesen, Japans erste Regisseurin? Über die Reisefilmemacherin Aloha Wanderwell Baker oder die deutsche Drehbuchautorin Ruth Goetz? Auf der WFPP-Website finden sich Essays, jede Menge Fotos und Quellenangaben zum Weiterlesen; die Filmemacherinnen lassen sich alphabetisch, geordnet nach Berufen oder Herkunftsländern anzeigen. Bei dieser Fundgrube an obskurem Wissen schauen wir doch glatt über das gruselige Design der Website hinweg.

Besonders toll aber wird es, wenn das WFPP tatsächlich als Katalysator für weitere Initiativen fungiert. Kino Lorber bringt in Zusammenarbeit mit der Library of Congress eine DVD-Box unter dem Titel Pioneers: First Women Filmmakers heraus — darauf frisch restaurierte Werke von Lois Weber, Alice Guy-Blaché, Zora Neale Hurston und mehr.

Ein Interview mit der Kuratorin Shelley Stamp ist kürzlich auf WFPP erschienen. Dass es sich zu lesen lohnt, beweist dieser Ausschnitt:

„One of the most important messages I hope to convey is that so many of the debates we’re having today were actually settled 100 years ago–Can women direct action pictures? Yes. Can female leads carry pictures at the box office?  Yes. Can “women’s issues” (like reproductive politics, sexuality, family life) appeal to a wide audience? Yes. Ignoring this history and continuing to debate issues that were settled so long ago makes today’s generation of female filmmakers think they have to reinvent the wheel, when all they really have to do is look to the past for inspiration.“

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