Darling der Woche: Musik liegt in der Luft

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Sebastian Seidler

Bei den diesjährigen Oscars wurde mit „Summer of Soul“ eine mitreißende Dokumentation über die Kraft der Musik ausgezeichnet. Höchste Zeit andere Perlen im filmischen Umgang mit Musik herauszupicken. 

Darling der Woche: Musik

Dokumentarfilme über Musik, Szenen in denen die Handlung eines Films stillsteht und Musiker*innen das Heft in die Hand nehmen — darum soll es in diesem Text gehen. Es reicht nicht, einfach nur eine Kamera aufzustellen und die Bühne freizugeben. Die Bilder müssen selbst tanzen. Aber was heißt das genau? Wie erzählt man vom Innenleben eines Band, von den Dämonen der Künstler*innen und vom Ereignis der Töne?

Der Oscar für Summer of Soul  ist ein Triumph, wie auch der Film selbst ein starkes Plädoyer für Vielfalt und die Kraft der Musik ist. Dem Regisseur und Musiker Questlove ist es gelungen, die Geschichte der Musik in den USA zu aktualisieren. Zeitgleich zum legendären und sehr weißen Woodstock-Festival feiert die Black Community auf dem Harlem Cultural Festival ihre Musik. Es ist 1969 und auf der Bühne versammeln sich die großen Namen: Von Stevie Wonder bis zu Nina Simone, sie sind alle mit dabei. Der Summer of Love wird immer auch ein Summer of Soul gewesen sein.

All das haben Questlove und sein Team aus den Archiven ausgegraben. Aufnahmen, die lange als verschollen galten, werden zu neuem Leben erweckt und die Energie dieses Sommers überstrahlt die gesamte Leinwand:

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Ohne die Musik wäre auch die Kraft des Kinos ungemein schwächer oder eigentlich gar undenkbar. Werfen wir also eine Blick auf jene Filme, die sich darum der Welt der Töne widmen. Wie in jedem Bereich gibt es auch hier Musikfilme, die bereits so bekannt sind, dass sie einer Erwähnung kaum mehr bedürfen: Der großartige Amy über die viel zu früh verstorbene Amy Winehouse oder die unglaubliche Geschichte von Searching for Sugar Man. Neben diesen Filmen gibt es aber auch die vergessenen Klassiker, die kleinen Nischen und natürlich jene Filme, in denen Musik eine eigenständige Rolle spielt: bemerkenswertes, hörenswertes und vor allem eigenständiges Filmschaffen.

Konzertfilme

Wie kaum ein anderer Konzertfilm zuvor hat Stop Making Sense von Regisseur Jonathan Demme (Das Schweigen der Lämmer) die kreative Wucht und die musikalische Brillanz einer Band für die Leinwand eingefangen. Die Art-Punk-Band Talking Heads aus New York liefern eine großartige Show ab, bieten ein Bühnenprogramm der Extraklasse, bei dem sich Band wie Arcade Fire einiges abgeschaut haben.

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Stop Making Sense ist der erste Film, bei dem digitale Aufnahmetechnik verwendet wurde, was zum Avantgarde-Spektakel der Band perfekt passt und die elektrisierende Performance von Hits wie „Burning Down The House“ oder „Naive Melodie“ auf den Kinosaal überträgt: Jedes Stück wird im buchstäblichen Sinne aufgeführt. Wenn Frontman David Byrne am Anfang einen Kassettenrekorder neben sich stellt und meint, er wolle ein Tape vorspielen, nur um dann „Psycho Killer“ anzustimmen, ist das ein Ereignis für sich. Kein Wunder, dass eben dieser David Byrne auch heute noch für Konzertfilme der Extraklasse steht: Für die meisterhafte Verfilmung von American Utopia hat Spike Lee (BlackKklansman) die Regie übernommen — elektrisierend. Und wenn wir schon bei den Talking Heads sind, der schaue auch gleich Paolo Sorrentinos Rockstar-Revenche-Roadmovie Cheyenne, in dem die Musik der New Yorker neben der Robert -Smith-Gedächtnisfrisur (Frontman von The Cure) eine zentrale Rolle spielt. 

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Im Grunde leben Konzertfilme davon, dass sie Live-Musik mit dokumentarischen Elementen über den Hintergrund der Künstler und Bands vermischen. Rein abgefilmte Auftritte sind etwas für Hardcore-Fans — ein Ersatz für verpasste Konzerte. Wer sich allerdings für die popkulturellen Aspekte der Musik und ihre Mythen interessiert, wird davon kaum zufriedengestellt. Einer der großen Klassiker ist sicherlich Gimme Shelter von Martin Scorsese sein, der ohnehin ein Meister auf diesem Feld ist. Auch beim Bob-Dylan-Standardwerk No Direction Home hat der Hollywoodregisseur „inszeniert“. Diesem Meisterstück steht ein Film wie Amazing Grace über die unerreichte Aretha Franklin in nichts nach: Ein Film, der einer heiligen Messe gleicht und eine Ahnung davon gibt, wie es sich angefühlt haben mag, im Publikum zu sitzen.

Wer es in dieser Hinsicht ein wenig alternativer mag: Der Film Under Great White Nothern Lights bannt die Wucht der White Stripes, gibt Einblicke in die kreative Arbeit und hat jede Menge Live-Musik zu bieten.

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Während sich der White-Stripes-Film noch sehr stark auf die Performance konzentriert, gibt es auch Dokumentarfilme, die sich dem Innenleben einer Band oder einer Künstler_In fast im Sinne einer poetischen Sinnsuche widmen. Die Reflektor Tapes widmen sich der Entstehung von Arcade Fires Nr.1-Album und ist selbst eine musikalische Bilderflut, bei der man dem Puls dieser Band sehr nah kommt. Ein anderes Beispiel für eine clevere Art und Weise über den Zauber einer Band zu erzählen schafft der The National-Film Mistaken for Strangers, die vom Bruder des Sängers Matt Berninger gedreht wurde. Tom ist das absolute Gegenteil seines Bruders: Metalhead, Slacker und ohne jeden Erfolg. Genau aus dieser Spannung ergibt sich das Psychogramm einer Band, deren Herzstücke die Stimme und Texte von Matt sind. Und dann ist da noch die mitunter brillant inszenierte 20,000 Days on Earth über Nick Cave und seine Kunst, bei der man mit einer Selbstdarstellung des Songwriters konfrontiert wird: offenherzig, eitel und voller wundervollem Pathos. 

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Und was ist mit Spielfilmen? Da gibt es eine ganze Reihe von bemerkenswerten Filmen — von Michael Winterbottoms erotischen Liebesfilm mit Konzerteinlagen 9 Songs bis zu Beyoncé Knowles Albumfilm Black is King. Diesem Thema widmen wir uns aber in einem anderen Darling.

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