Darling der Woche: Emma Thompson hat genug

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Emma Thompson in "Saving Mr. Banks"
Emma Thompson in "Saving Mr. Banks"

Dass wir Emma Thompson lieben, ist wirklich nichts Neues. Kürzlich hat die Londoner Dame Commander des Order of the British Empire uns aber wieder Herzchen in die Augen getrieben. Seit 2017 existieren Pläne für einen Animationsfilm namens Luck, eine Komödie über die geheimen Glück- und Pech-Organisationen, die unser tägliches Leben bestimmen. Regie führt Alessandro Carloni (Kung Fu Panda 3). Ebenfalls seit längerer Zeit an Bord: Emma Thompson.

Doch dann wurde Anfang dieses Jahres bekannt, dass John Lasseter neuer Animationschef der zuständigen Produktionsfirma Skydance Media ist. Lasseter, der nur Monate zuvor seine Zusammenarbeit mit Pixar beendet hatte, weil man ihm im Zuge der #MeToo-Debatte mehrfach unangemessenes Verhalten vorgeworfen wurde. Intern bei Skydance sorgte diese Neuigkeit für Aufruhr. Geschäftsführer David Ellison schickte eine Mail an seine Angestellten, in der er erklärte, Lasseter sei vertraglich dazu verpflichtet sich korrekt zu verhalten. Ein wirklich deutliches Statement setzte allerdings nur Eine:

 

Sofort nach Bekanntwerden der Neuigkeit versuchte sich Emma Thompson aus ihrem Vertrag mit Skydance zu lösen und stieg offiziell am 20. Januar aus dem Projekt aus. Einen öffentlichen Kommentar gab die zweifache Oscarpreisträgerin dazu nicht ab, doch sie schrieb einen Offenen Brief an Skydance, in dem sie erklärt, wieso sie nicht für John Lasseter arbeiten wird, und ließ diesen auch der Times zukommen, die ihn in der vergangenen Woche abdruckte. 

„Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass Jahrhunderte des Verfügungsrechts über Frauenkörper, ob wir wollen oder nicht, sich nicht über Nacht oder in einem Jahr ändern lassen,“ schreibt Emma Thompson.

„Aber ich weiß auch: Wenn Leute, die wie ich ihre Stimme erhoben haben, in solchen Dingen nicht konsequent sind, dann wird es sehr unwahrscheinlich, dass sich die Dinge in der Geschwindigkeit ändern, die nötig ist um die Generation meiner Tochter zu beschützen.“

In ihrem Brief stellt Thompson außerdem ein paar von den richtigen Fragen. Etwa: Wieso sollte man als Frau für einen Mann arbeiten wollen, der sich nur respektvoll verhält, weil ein Vertrag ihn dazu verpflichtet? Lasseter erhält Millionen für diese „zweite Chance“ — wieviel wird den Mitarbeitern gezahlt, die dazu bereit sind ihm diese Chance zu geben? Und was passiert eigentlich mit Mitarbeitern, die dazu nicht bereit sind? Der komplette Brief lässt sich hier nachlesen. Wir hoffen unterdessen, dass Emma Thompsons Konsequenz Nachahmer_Innen findet.

 

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