Darling der Woche: Die Superkräfte des Glas

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Christopher Reeve in Richard Donners 1978er "Superman"
Christopher Reeve in Richard Donners 1978er "Superman"

Vielleicht liegt die Zukunft des Filmerbes auf Glas. Auf einem Rechteck aus Quarzglas von den Maßen eines Bierdeckels, um genau zu sein. 2 Millimeter dick. Darauf mehr als 75 GB Daten. 

Jedenfalls konnte inzwischen der erste Film auf so einer Glasplatte gespeichert werden: Der 1978er Superman von Richard Donner mit Christopher Reeve in der Titelrolle. Hervorgegangen aus einer Kooperation zwischen Warner Bros. und Microsoft könnte diese neue Technologie dabei helfen das Filmerbe zu bewahren.

Film zu archivieren ist nicht eben ein leichtes Unterfangen. Gängige digitale Speichermedien haben nur eine kurze Lebensdauer, Film auf Polyesterkopien zu lagern gilt deswegen aktuell als sicherstes und langlebigstes Verfahren. Doch das ist aufwändig, platzintensiv. Parameter wie die Temperatur oder Luftfeuchtigkeit müssen reguliert werden, damit das empfindliche Material nicht dem Essigsyndrom anheim fällt oder andere chemische Reaktionen in Gang bringt. Von externen Risiken wie der Feuergefahr und dem Niedergang der Filmmaterialproduktion ganz zu schweigen.

Zudem eignet sich Filmmaterial nicht als Speicher für sämtliche Medien: Videospiele, Hologramme, Medien der Zukunft, die wir heute noch nicht einmal erahnen können. Microsoft forscht deswegen bereits seit 2016 in Zusammenarbeit mit der Universität von Southampton, um Glas als Speichermedium nutzbar zu machen. Was in erster Linie für Glas spricht: Seine Lebensdauer. Experten sprechen von mehreren Tausenden Jahren.

 

Für die neuen Speichermedien des sogenannten Project Silica werden mit Lasern, die den Instrumenten bei Augenoperationen ähneln, winzige geometrische Formen in übereinander geschichteten Lagen ins Glas eingraviert und können mithilfe von Licht und mikroskopartigen Lesegeräten ausgelesen werden. Ganz neu ist die Idee nicht. So wurde Warner Bros. bei dem Forschungsprojekt von Microsoft hellhörig, weil man in den eigenen Archiven Aufnahmen aus den 1940er Jahren gefunden hatten, die auf Glasplatten gespeichert waren: Ein Radiohörspiel über Superman. Mit dem ersten Superman-Glasdigitalisat schließt sich also der Kreis.

Aufatmen dürfen wir deshalb noch lange nicht. Die Glasspeichertechnologie steckt in den Kinderschuhen, auch Warner Bros. wird seine Archive nicht in absehbarer Zeit auf Glas umstellen. Und nicht zuletzt haben sich bislang sämtliche vielgepriesene digitale Speichermedien als dem Filmmaterial nicht gleichwertig erwiesen. Dennoch: Das Filmerbe ist in Gefahr, Serien, Fernsehshows, Radiosendungen, Musikaufnahmen, Videospiele. Solange das so ist, zieht uns jede Entwicklung auf dem Gebiet, jede Investition, jedes Experiment in seinen Bann. Wer sich für die Details interessiert: Weiterlesen kann man hier.

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