Darling der Woche: Das Jahr der Frauen

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Wonder Woman 1984 - Bild
Wonder Woman 1984 - Bild

Kelly Reichardt und Eliza Hittman, Sandra Wollner und Song Fang — die Frauen auf der Berlinale waren zwar nach wie vor deutlich in der Unterzahl — dafür lieferten sie jedoch einige der am nachhaltigsten beeindruckenden Festivalhöhepunkte. Es ist ein ständiges Auf und Ab mit der Diversität im Filmgeschäft. Schließlich lässt es sich kaum mehr übersehen, dass so viele Frauen wie noch nie an den Filmschulen studieren, dass ein Großteil vielversprechender Newcomer und überraschender Indies ebenso wie erfolgreiche Box-Office-Hits von Regisseurinnen kommen. Man könnte fast optimistisch werden — bis die Academy einmal mehr Céline Sciamma und Olivia Wilde, Lulu Wang, Lorene Scafaria und Co bei den Oscarnominierungen übergeht.

Dennoch: Das Jahr 2020 gilt vielen als Wendepunkt für die Diversität in Hollywood. Das Sundance Film Festival zeigte im Januar so viele Filme von Frauen wie nie zuvor in seiner Geschichte — und viele davon erwiesen sich als talk of the town. Zahlreiche Regisseurinnen, die sich ihre Sporen im Independentfach verdienten, bringen in diesem Jahr große Studiofilme mit stattlichem Budget in die Kinos: Nachdem Cathy Yan mit Birds of Prey den Anfang gemacht hat, folgen im Laufe des Jahres etwa noch Patty Jenkins mit Wonder Woman 1984, Chloé Zhao mit The Eternals, Cate Shortland mit Black Widow, Niki Caro mit Mulan oder Kay Cannon mit einer modernen Musicalvariante von Cinderella (hier eine Liste weiterer Studioproduktionen von Frauen).

 

Und dennoch fühlt es sich ein wenig schal an von all diesen Rekorden zu sprechen, während Frauen im Filmgeschäft (sowohl als auch in so ziemlich allen anderen Bereichen) nach wie vor weit entfernt von der Gleichberechtigung sind. Besonders Filmemacherinnen, die kein Interesse daran haben ins Karussell der großen Studios einzusteigen, haben es schwer. Kelly Reichardt etwa gilt als eine der relevantesten zeitgenössischen Regisseur_Innen — und kann nach wie vor nicht vom Filmemachen leben. Erbschaften oder Dozentinnenjobs finanzieren ihre Filme. Lucrecia Martel, Regisseurin preisgekrönter Dramen wie Zama, sorgte 2018 für Schlagzeilen, als sie verriet, man habe ihr in den Bewerbungsgesprächen für Black Widow zu verstehen gegeben, dass man ihr die Inszenierung der Actionszenen schon abnehmen würde. Daraufhin verließ sie das Projekt.

Es gilt also nach wie vor: Der Kampf geht weiter! Aber unterwegs werden wir hoffentlich häufiger eine gute Zeit im Kino haben.

 

Auf diese Filme von Frauen freuen wir uns 2020 außerdem:

Bergman Island von Mia Hansen-Løve

Im neuen Film der dänischen Regisseurin reist ein Filmemacherpaar auf Inspirationssuche zum Haus Ingmar Bergmans auf der Insel Fårö. Dort vermischen sich zunehmend Realität und Fiktion. Mit dabei sind Vicky Krieps und Mia Wasikowska. Kinostart ist am 6.8.2020.


Come Away von Brenda Chapman

Das Spielfilmdebüt der Animationsveteranin Brenda Chapman (Merida) geht von der Prämisse aus, das Peter Pan und Alice aus dem Wunderland Geschwister sind. Fantasy-Abenteuer mit Angelina Jolie und David Oyelowo. 


Happiest Season von Clea DuVall

Für ihren zweiten Spielfilm hat die ehemalige Schauspielerin Clea DuVall einen lesbischen RomCom-Stoff geschrieben, der an Thanksgiving spielt. Kristen Stewart, Mackenzie Davis und Alison Brie übernehmen die Hauptrollen.


Kajillionaire von Miranda July 

In ihrem neusten Film erzählt die Künstlerin, Autorin und Filmemacher Miranda July von einer Frau (Evan Rachel Wood), deren Leben auf dem Kopf steht, als ihre kriminellen Eltern einen Außenseiter engagieren, um gemeinsam einen großen Raubzug zu planen.


Lost Girls von Liz Garbus

Die vielfach ausgezeichnete Dokumentaristin Liz Garbus (What Happened, Miss Simone?) wagt sich an einen Krimi mit Amy Ryan, in dem die Mutter einer verschwundenen Tochter einen Serienmord an Sexarbeiterinnen aufdeckt. Startet am 13.3.2020 auf Netflix.


Mainstream von Gia Coppola

Nach einigen Arbeiten für das Fernsehen und Musikvideos kehrt der jüngste Filmemacherinnenspross der Coppola-Familie (Palo Alto) zurück an die Spielfilmfront — mit einer Geschichte über ein Liebesdreieck im Internetzeitalter. Mit dabei: Andrew Garfield, Chris Messina, Jason Schwartzman und Nat Wolff.


On The Rocks von Sofia Coppola

Auch Sofia Coppola hat etwas Neues für uns: Für On the Rocks dreht sie einmal mehr mit Bill Murray und erzählt von einer jungen Frau, die an einem abenteuerlichen Tag in New York City eine neue Verbindung zu ihrem Playboyvater findet.


Passing von Rebecca Hall

Auch die Schauspielerin Rebecca Hall gibt ihr Regiedebüt und konnte dafür Tessa Thompson, Alexander Skarsgård und Ruth Negga gewinnen. Im Thriller begegnen sich zwei alte Highschool-Freundinnen und entwickeln eine Obsession füreinander.

 

Promising Young Woman von Emerald Fennell

Carey Mulligan spielt eine Frau, die schwört Rache an der Rape Culture zu nehmen. Der Thriller der Killing-Eve-Showrunnerin Emerald Fennell erntete im Januar jede Menge Sundance-Buzz. Der Kinostart ist für den 7.5.2020 vorgesehen.

 

The Glorias von Julie Taymor

Was für ein Fest, Alicia Vikander und Julianne Moore dabei zuschauen zu dürfen, wie sie die US-amerikanische Autorin, Journalistin und Aktivistin Gloria Steinem spielen.

 

The High Note von Nisha Ganatra

Nisha Ganatra hat offensichtlich eine Schwäche für das Showbusiness. Nach der Tragikomödie Late Night erzählt sie nun von einer Popsängerin und ihrer persönlichen Assistentin. Mit Tracee Ellis Ross und Dakota Johnson.


The Souvenir: Part II von Joanna Hogg

Joanna Hoggs autobiografisch inspiriertes und von Martin Scorsese produziertes Drama machte schon von sich reden bevor es von Sight & Sound zum besten Film des Jahres 2019 gewählt wurde. 2020 folgt die Fortsetzung — wiederum mit Tilda Swinton und ihrer Tochter Honor Swinton Byrne.

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