Darling der Woche: Das Black Film Archive füllt Wissenslücken

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Diana Ross in "The Wiz - Das zauberhafte Land"
Diana Ross in "The Wiz - Das zauberhafte Land"

Was bedeutet es, Schwarze Filmgeschichte verfügbar zu machen? Das fragte sich Maya Cade, Audience Development Strategin bei The Criterion Collection, als sie im Sommer 2020 einen Tweet absetzte, der alle öffentlich verfügbaren Filme des Black Cinema von vor 1959 versammeln sollte. Der Tweet wurde zu einem langen Thread und wuchs sich schließlich zu einem umfassenden Rechercheprojekt aus. Nun hat sie eine vorläufige Antwort auf ihre Ausgangsfrage.

Vor knapp zwei Wochen launchte Cade das Black Film Archive, eine Online-Plattform, die alle Filme des Black Cinema aus den Jahren 1915 bis 1979 beinhaltet, die aktuell zum Streamen verfügbar sind. Gut 200 Filme, inklusive Beschreibungen, eingebetteter Clips und Links warten dort nur darauf entdeckt zu werden und unsere filmgeschichtlichen Lücken zu füllen. Von den 1920er Musikfilmen mit Josephine Baker über die Dramen von Oscar Micheaux bis hin zu Blaxploitation-Klassikern der 1970er Jahre — alles ist fein säuberlich nach Dekaden sortiert auffindbar. Und das ist erst der Anfang. Das Archiv wird monatlich erweitert, dazu erscheint ein Newsletter und weitere Pläne stehen in den Startlöchern.

Warum das Black Film Archive 1979 endet? Im Gespräch mit dem Chicago Tribune verweist Maya Cade auf The Wiz, eine Schwarze Musical-Adaption des Zauberers von Oz mit Diana Ross und Michael Jackson, die 1978 unerbittlich floppte. Danach habe Hollywood aufgehört, im bisherigen Maße ins Black Cinema zu investieren. Die 1980er Jahre hätten mit Independent-Filmemachern wie John Singleton und Spike Lee eine neue Ära eingeleitet. Eine Ära, deren Filme den Leuten noch im Bewusstsein seien. Ihr ginge es aber darum Neugier zu entfachen, Lust darauf ältere, unbekanntere Filme zu entdecken. Im Mission Statement ihrer Seite schreibt Cade:

„They express what only film can: social, anthropological, and aesthetic looks at the changing face of Black expression (or white attitudes about Black expression, which are inescapable given the whiteness of decision-makers in the film industry).“

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Das Black Film Archive ist dafür der beste Guide. Auch für ein deutsches Publikum, für das nicht alle im Archiv verlinkten Services streambar sind. Zum einen führen die Links häufig auch zu kostenlos auf YouTube oder in der Public Domain verfügbaren Filmen. Und zum Anderen hält ein Blick ins Archiv, auch ohne alle Filme zu sehen, erhellende Erkenntnisse bereit: Über die schiere Vielfalt des Black Cinema. Über den Reichtum der 1930er, 40er und 50er Jahre, die häufig als Jahrzehnte betrachtet werden, in denen ein Schwarzes Kino kaum je stattfand. Stattdessen eröffnen sich andere klaffende Lücken. So führt etwa kein einziger müder Link des Black Film Archive bisher zur wohl präsentesten Streaming-Plattform Netflix.

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