Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg ehrt "The Cakemaker"

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Ein Beitrag von Katrin Doerksen

The Cakemaker - Bild
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06.07.2018: In Berlin endete gestern das 24. Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB) mit der jährlichen Preisvergabe.

Die drei mit insgesamt 7.000 € dotierten Gershon-Klein-Filmpreise wurden von verschiedenen Jurys in den Kategorien „Beste Regie Spielfilm“, „Beste Regie Dokumentarfilm“ und die „besondere Empfehlung eines Deutschen Films mit jüdischer Thematik“ vergeben. Um den Regiepreis für den besten Spielfilm konkurrierten in diesem Jahr anlässlich des 70. Jahrestags der Staatsgründung Israels ausschließlich israelische Produktionen.

In dieser Kategorie wurde das Regiedebüt The Cakemaker von Ofir Raul Graizer ausgezeichnet. Das Drama über einen deutschen Konditor, der nach Jerusalem reist, um dort die Familie seines verstorbenen Liebhabers zu suchen, startet im November in den deutschen Kinos. Die Jury, bestehend aus den Filmjournalistinnen Hannah Brown (Jerusalem Post), Alissa Simon (Palm Springs International Film Festival) und Katja Nicodemus (Die Zeit) lobte den Film für seine Darstellung vermeintlicher Widersprüche. Aus der Jurybegründung:

"Erfüllt von der Sinnlichkeit von Sex und Essen, legen die Figuren eine gewinnende Humanität an den Tag, während sie versuchen, sich zu definieren und mit Widersprüchen und Anziehungskräften umzugehen, die sie nur allmählich verstehen."

In der Sektion Dokumentarfilm gewann die Regisseurin Rana Abu Fraiha den Preis für ihren Film In Her Footsteps, in dem sie die Zerrissenheit ihrer eigenen Familie thematisiert.

Zwei Filme teilen sich die besondere Empfehlung zu einem deutschen Film mit jüdischer Thematik: Claus Räfles Die Unsichtbaren - Wir wollen leben über das Untertauchen jüdischer Flüchtlinge während des Zweiten Weltkriegs in Berlin. Und der Dokumentarfilm Mohammed und Anna von Taliya Finkel über den ägyptischen Arzt Mohamed Helmy, der eine jüdische Familie bis zum Kriegsende vor der Deportation bewahrte.

Das JFBB ist seit beinahe einem Vierteljahrhundert das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland. In diesem Jahrgang zeigte es 42 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme unter dem Motto "No Fake Jews", darunter 13 Filme von Regisseurinnen.

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