Wild Beasts

"Wild Things" ist dieser Film nicht…

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Sara ist Jura-Studentin, liegt aber im Clinch mit Brooke, der es gelingt, ihr das Stipendium streichen zu lassen. Gut, dass Sara gerade die lesbische Alex kennengelernt hat, mit der sie gut auskommt und die schließlich auf die grandiose Idee kommt, dass sie ja Brooke töten könnte. Im Gegenzug soll Sara dann Alex‘ Stiefmutter töten. Aber während Alex ihren Teil des Plans durchzieht, keimen in Sara Zweifel.

Wäre es dabei geblieben, hätte sich Wild Beasts als uninspirierte Hommage an Hitchcocks Film goutieren lassen. Aber hier wird versucht, immer wieder noch einen draufzusetzen. Intrigen noch und nöcher, Pläne, wie sie elaborierter nicht sein könnten, alles auf Zufall ausgerichtet, in der Art, dass auch noch das letzte Quäntchen Glaubwürdigkeit flöten geht. Dem entgegenwirken will der Film durch ein paar halbgare erotische Einlagen, die aber zu wenig mehr als dem Aufbieten von ein paar lesbischen Küssen imstande sind. Es gibt Fernsehserien, die mehr wagen, kurioserweise auch eine, in der Hauptdarstellerin Madeline Zima mit dabei war: Californication. Der direkte Vergleich ist dann auch müßig. Zima scheint auch gemerkt zu haben, dass sie in einem Film mitwirkt, dessen Schicksal die DVD-Grabbelkiste ist. Sie wirkt desinteressiert, fast schlafwandelnd, und das liegt wahrlich nicht nur an der Rolle.

Es hilft nichts, als Zuschauer hat man ständig das Gefühl, einem Film zuzusehen, bei dem vor allem eines gilt: Gewollt, aber nicht gekonnt.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/wild-beasts