Prom Night

Die Story ist – natürlich - schnell erzählt: Eine Gruppe Kinder spielt in einem alten Schulgebäude verstecken. Ein kleines Mädchen will mitspielen und stürzt dabei, mehr oder weniger unbeabsichtigt, aus dem Fenster und stirbt. Die Kinder schließen sofort und naseweis einen Pakt, dass keiner was erzählen wird und verduften. Sechs Jahre später steht die Prom Night, also der Abschlussball, an. Und ein maskierter Killer kündigt bei den damaligen Tätern, alle nun reife und notgeile Teenager, ihr nahes Ende an...

Prom Night wurde hauptsächlich durch die prominente Hauptdarstellerin Jamie Lee Curtis (The Fog, True Lies) und ihren 'Dad' Leslie Nielsen (Die nackte Kanone) nicht vergessen. Die klassische Struktur der Story wurde in den Folgejahren immer wieder von Filmen wie Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast kopiert. Doch bei Prom Night funktioniert das Konstrukt noch recht gut. Es wird, trotz erstaunlich wenig Gemetzel, kaum langweilig. Die Kamera fängt dunkle Schulflure ein, die Schulball-Klamotten der Mädchen sind oft zum schreien peinlich und die Dialoge unfreiwillig komisch. Zum Beispiel die Mädchentoiletten-Unterhaltung über den ersten Sex: "Das haut dich total um, mehr als ein Joint."

Prom Night ist ein unterhaltsamer Wer-ist-der-Mörder-Teen Slasher aus den 1980ern, der Spaß macht und Genrefans bestens bedient. Bild und Ton sind digital überarbeitet und trotz nicht vorhandenem Bonusmaterial eine Sternstunde der Cult Horror Classics aus dem Hause Splendid.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/prom-night