Howard The Duck - Ein tierischer Held

Enten auf Erden

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Ente Howard lebt in einer Art Paralleluniversum. Hier leben Enten wie Menschen, können sprechen, gehen ins Kino und normalen Jobs nach. Doch durch einen Zeitstrudel wird Howard aus seiner Welt in unsere katapultiert und landet schließlich in New York. Hier schafft er es, sich mit Hilfe der Rocksängerin Beverly (Lea Thompson, Zurück in die Zukunft) zu Recht zu finden. Durch den Versuch von Wissenschaftler Jennings (Jeffrey Jones), Howard zurück zu beamen, gelangt ein außerirdisches Monster auf die Erde und ergreift von Jennings Besitz. Da dieses Monster die Erde vernichten will, müssen Howard und Beverly ihm entgegentreten.

Howard the Duck ist ein ganz großer Murks. Sorry, ist leider so. Selten hat man sich beim Ansehen eines Films so fremdgeschämt, wie in diesem Fall. Die Charaktere sind albern, unsympathisch und - um es 80er Jahre gemäß zu sagen – ätzend. Der Humor ist unterste Schublade, die Bettszene mit Howard und Beverly ist zum weggucken schlecht und das Drehbuch ist Flickschusterei pur (die Autoren Willard Huyck und Gloria Katz schrieben übrigens Indiana Jones und der Tempel des Todes…). Auch ist die Freundschaft zwischen Beverly und Howard mehr herbei geredet, als das sie sich echt entwickelt hat. Howard the Duck ist zu Recht einer der größten Kinoflops der 80er Jahre und George Lucas schämt sich wohl tatsächlich heute noch dafür.

Die DVD-Umsetzung hat ein gutes Bild und kommt in einem schönen Pappschuber daher. Doch das Äußere täuscht nicht über das Nichts an Extras hinweg. Zwei Trailer und ein zweiminütiges Minuten Making of, dass anscheinend von der Leinwand abgefilmt wurde, sind alles. Nichts gegen Trash-Kino, aber Howard the Duck ist einfach nur stümperhaft.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/howard-the-duck-ein-tierischer-held