The Office

Das Stromberg-Original

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Insgesamt schaffte es das britische Stromberg-Original auf zwei Staffeln zu je sechs Episoden plus ein Weihnachtsspezial. Nach dem großen Erfolg in Großbritannien war es nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Länder mitmischen wollten. Doch anstatt die Sendung zu kaufen und zu synchronisieren, wagte man in Deutschland eine ganz besondere Dreistigkeit: Für Stromberg übernahm man stillschweigend ganze Passagen der Originaldrehbücher, verlegte alles in die Republik und brachte somit nebenbei eine der besten und meist gelobten deutschen Serien zustande. Dass alles geklaut war, wusste zunächst niemand. Doch es dauerte nicht lange und es kam heraus - und beinahe zum Rechtsstreit.

Ist The Office nun besser als Stromberg? Schwer zu sagen, hat man sich doch so sehr an Stromberg-Darsteller Christoph Maria Herbst gewöhnt. Der Humor und das Figurenkollektiv der Abteilung, Musik und Setting beider Sendungen ist ziemlich identisch. Sogar Kameraeinstellungen und Dialoge sind oft 1:1 übernommen worden. Problematisch ist es da schon mit der Sprache. Hat The Office doch den Nachteil, dass es keine Synchronisation (nur Untertitel) gibt und so viel für den Deutschen verloren geht, da oft der britische Slang nicht zu verstehen ist. Ist man des Englischen mächtig, sollte man jedoch unbedingt einen Blick riskieren.

Abgerundet wird The Office – Season 1 durch eine 40-minütige Dokumentation, Deleted Scenes und diverses anderes Beiwerk. Bild und Ton bieten gutes Fernsehniveau.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/the-office