Der ewige Gärtner (Special Edition)

Im Netz unsichtbarer Machenschaften

Stilsicher, exquisit besetzt und durchaus komplex konstruiert erzählt der brasilianische Regisseur Fernando Mereilles seine brisante Geschichte, die auf einem Roman von John Le Carré basiert. Immer wieder fühlt man sich dabei an Mereilles fulminanten Debütfilm City of God erinnert, vor allem in jenen eingeschobenen Passagen, in denen der Film die eigentliche narrative Ebene verlässt und das Elend in den Slums Nairobis auf sehr eindringliche Weise zeigt. In den USA hat sich der Film bereits zu einem der erfolgreichsten Independent Filme des vergangenen Jahres entwickelt. Der ewige Gärtner / The Constant Gardener ist ein Film über die Erneuerung der Liebe über den Tod hinaus und zugleich ein engagierter Politthriller, der auf eindringliche Weise einige der vordinglichsten Probleme Afrikas aufzeigt, nachdem der Kontinent in den letzten Jahren immer mehr zu einem cineastischen Zufluchtsort für zivilisationsmüde Europäer zu werden drohte. Der ewige Gärtner / The Constant Gardener hingegen zeigt, dass die Interessen der westlichen Welt am afrikanischen Kontinent keinesfalls nur idealistisch, sondern durchaus handfest sind. Und selbst, wenn man sich als Zuschauer versichert, dass das alles nur Fiktion ist, so besteht doch kaum ein Zweifel daran, dass der Kern der Geschichte bereits längst erschreckende Realität ist.

Zeitgleich zur normalen Fassung hat Arthaus eine Special Edition herausgebracht, die mit zahlreichen Extras und ausführlichem Bonusmaterial für die zahlreichen Fans des Films sicher die bessere Wahl ist.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/der-ewige-gartner-special-edition