Uzala, der Kirgise

Kruosawa aber ohne Samurai

Als beide sich in der eisigen Steppe verirren, rettet Uzala dem jungen Russen das Leben. Später gelingt es Arseniew, Uzala vor dem Ertrinken zu bewahren. Weil die Augen des Jägers immer schwächer werden, nimmt ihn der Offizier am Ende der Expedition mit in die Stadt. Doch die engen Grenzen der Zivilisation lassen sich nicht mit dem unbezwingbaren Freiheitswillen des Jägers vereinbaren. Ausgestattet mit einem neuen Gewehr kehrt Dersu Uzala zurück in die Taiga. Einige Zeit später wird Arseniew zur Identifizierung eines unbekannten Toten gerufen, in dessen Tasche man die Visitenkarte des Offiziers gefunden hatte. Uzala musste sterben, weil man ihm sein Gewehr stehlen wollte.

Nach dem Misserfolg seines Films Dodeskaden - Menschen im Abseits erhielt der japanische Meisterregisseur Akira Kurosawa von der russischen Mosfilm das Angebot, einen Film in Russland zu drehen, zu Zeiten des Kalten Krieges eine außergewöhnliche Ehrung. Dankbar nahm Kurosawa die Einladung an und erinnerte sich bei der Suche nach einem Stoff an ein Buch seiner Jugend – Dersu Uzala des zaristischen Forschers und Offiziers Wladimir Arseniew. Und der Film glückte: 1976 erhielt das russisch-japanische Experiment den Oscar für den besten ausländischen Film. Besonders beeindrucken noch heute die phantastischen Naturaufnahmen, die der Taiga neben den beiden Hauptfiguren eine zentrale Rolle einräumen und die den Film zu einem absoluten Erlebnis machen.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/uzala-der-kirgise